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Kostenreduktion Plusenergiegebäude – KoProLZK+

Effektive Prozesse, robuste Lösungen, neue Geschäftsmodelle und Lebenszykluskostenoptimierung für Null- und Plusenergiegebäude

Ziel des Projekts ist es, einen durchgängigen Prozess zur energetisch-wirtschaftlichen  Optimierung von Null- und Plusenergiegebäuden in allen Planungsphasen vom regionalen Entwicklungskonzept bis zum Rückbau des Gebäudes  zu entwickeln, für die planungsbegleitenden Akteure aufzubereiten und online zur Verfügung zu stellen. Neben der Beschreibung des durchgängigen Planungsprozesses sollen wichtige Kostenkenngrößen und Einsparpotenziale in einer Datenbank verfügbar gemacht werden.

Ausgangssituation/Motivation

Wie Forschungs- und Demonstrationsprojekte zeigen, können schon heute Gebäude im nahe Null- und Plusenergiestandard errichtet oder saniert werden, die auch in der Praxis äußerst niedrige Energiebedarfe und CO2-Emissionen erreichen, zusätzlich gebäudenahe erneuerbare Energien nutzen und wirtschaftlich zu betreiben sind. Die breite Markteinführung derartiger Gebäude schreitet jedoch bislang sehr zögerlich voran, da planungsbegleitende Methoden und Prozesse zur kostenoptimalen Integration von Effizienzmaßnahmen und erneuerbaren Energien noch nicht ausreichend beschrieben und damit noch nicht üblich sind. Als Folge wird – in vielen ungenügend geplanten Gebäuden durchaus zu Recht – kritisiert, der reale Energieverbrauch hocheffizienter Gebäude liege über dem vorausberechneten Bedarf und hohe Effizienzstandards seien zu teuer und unwirtschaftlich. Die Beschreibung geeigneter Methoden zur energetisch-wirtschaftlichen Optimierung hocheffizienter Gebäude in allen Planungsphasen und die Bereitstellung von Kennwerten zu Energieeffizienz, Kosten und Wirtschaftlichkeit sind daher eine Voraussetzung für die breite Markteinführung.

Inhalte und Zielsetzungen

Ziel des Projekts ist es, den Planungs- und Baubeteiligten ein geeignetes methodisches Vorgehen zu beschreiben, das eine durchgängige energetisch-wirtschaftliche Optimierung von hocheffizienten Gebäuden in allen Planungsphasen ermöglicht. 

Ein im Projekt entwickelter durchgängiger methodischer Ansatz mit dem Ziel der Kosteneffizienz soll auf die Phasen vom Maßstab des Flächenwidmungsplans, Bebauungsplanung, Wettbewerb, über das städtebauliche Konzept bis hin zum Einzelgebäude und dessen Betrieb anwendbar sein.

Im beantragten Projekt sollen neben der Ausarbeitung und Beschreibung der Methode an bereits realisierten Null- und Plusenergiegebäuden auch Kostenkennwerte ausgearbeitet werden, um bei unterschiedlichen angesprochenen Zielgruppen einerseits die Akzeptanz zu erhöhen und die Voraussetzung für eine schnelle Markteinführung zu bieten.

Methodische Vorgehensweise

Auf Basis der Referenzgebäude werden die Null- und Plusenergierelevanten Kosten identifiziert und als Benchmarks (CO2, PE, Lebenszykluskosten) herangezogen. Die Berechnungsmethode basiert auf den ISO 15686-5 sowie der EN 15459 und der ÖNORM B 1801-4. Als Werkzeuge kommen dafür folgende Arbeitsmittel zum Einsatz: PHPP mit Makro zur automatisierten Berechnung einer Vielzahl an Gebäudevarianten sowie Wirtschaftlichkeitstool zur Berechnung einer Vielzahl von Gebäudevarianten nach der Kapitalwertmethode

Erwartete Ergebnisse

Publizierbare Studie und interaktiver online verfügbarer interaktiver Planungskatalog für alle relevanten StakeholdeInnen im Prozess mit folgender Basisstruktur:

  • Musterprozess zur energetisch-wirtschaftlichen Optimierung von Null- und Plusenergiegebäuden in allen Planungsphasen
  • Definition und Quantifizierung der Kosteneinsparungspotentiale über den gesamten Lebenszyklus von NZEBs
  • Datenbank mit Kostenkenngrößen und Einsparpotenzialen von NZEBs

Projektleitung

DI Tobias Weiss

Auftraggeber

BMVIT https://www.bmvit.gv.at/

Projektkoordination

AEE INTEC

Projektpartner

Energieinstitut Vorarlberg https://www.energieinstitut.at/

Status

laufend