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News

nachhaltige technologien 04 | 2018

Neben der Entwicklung von neuen Energietechnologien und Systemen ist deren Erprobung unter realen Bedingungen von großer Relevanz. Dabei liefern nicht nur Demonstratoren auf Basis von Einzelanlagen wichtige Erkenntnisse, sondern auch Aktivitäten und Umsetzungen, die sich einerseits über größere Gebiete erstrecken und die andererseits auch die Nutzerinnen und Nutzer inkludieren, sind unerlässlich. Diese Erkenntnis ist mittlerweile weithin bekannt und hat in den letzten Jahren zum Start verschiedener gezielter Initiativen geführt.

In Deutschland wurde bereits im Jahr 2016 das Programm „Schaufenster intelligente Energie“ gestartet, in welchem in fünf Modellregionen komplementäre Ansätze verfolgt werden, um das Energiesystem der Zukunft aufzubauen.

Praktisch zeitgleich mit dem Programmstart in Deutschland wurde in Österreich mit der Vorbereitung der FTI-Initiative „Vorzeigeregion Energie“ begonnen. Nach mehreren Evaluierungsschleifen konnten im Herbst 2018 schlussendlich drei Vorzeigeregionen vom Stapel laufen. Drei Vorzeigeregionen, die sich mit vielversprechenden, komplementären Themen befassen und somit unterschiedliche Eckpfeiler eines zukünftigen Energiesystems adressieren. Innerhalb dieser Initiative  kooperieren über 200 Partner bei einem geplanten Investitionsvolumen von über 400 Mio. Euro.

Wir freuen uns, Ihnen mit dieser Ausgabe der „nachhaltigen technologien“ sowohl einen Überblick über die Programmerfahrungen aus Deutschland als auch einen Überblick über die Vorhaben der österreichischen Vorzeigeregionen geben zu können.

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Über den nachfolgenden Link kommen sie zur Online-Ausgabe:

 

Mit erneuerbarer Fernwärme gegen den Klimawandel

Seminar mit Exkursion am 27. November 2018 an der FH CAMPUS 02 in Graz

Die Umstellung des Energieversorgungssystems von fossilen Energieträgern auf erneuerbare Energiequellen ist die große Herausforderung der nächsten Jahre. Nachdem die Flächeneffizienz bei der Umwandlung von Umweltenergie in nutzbare Endenergie bei Thermische Solaranlagen im Vergleich zu anderen erneuerbaren Technologien mit Abstand am höchsten ist, stellt sich die solar Fernwärme auch in Österreich immer mehr als eine interessante und wirtschaftlich konkurrenzfähige Erzeugungsoption für die netzgebundene Wärmeversorgung dar.

Insbesondere mit dem Förderprogramm „Solare Großanlagen“ des Klima- und Energiefonds für Solaranlagen mit bis zu 10.000m² Kollektorfläche (7 MWth) gibt es sehr attraktive Förderkonditionen.

Das Land Steiermark (Abteilung 15 Energie, Wohnbau, Technik, Fachabteilung Energie und Wohnbau) ist gemeinsam mit der Firma S.O.L.I.D. GmbH und AEE INTEC Partner im europäischen Horizon-2020-Projekt „Solar District Heating and Actions from Policy to Market“ (SDHp2m). Gemeinsam mit acht anderen Regionen in Deutschland, Frankreich, Italien, Schweden, Polen und Bulgarien geht es darum, Hemmnisse für den Ausbau der solaren Fernwärme zu identifizieren und fördernde Schritte zu erarbeiten.

Die Teilnahme von knapp 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der steirischen Landesverwaltung (Landes- und Regionalentwicklung, Bau- und Raumordnung, Abteilung „Energie, Wohnbau, Technik“ sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Gemeinden und der Industrie Anlagenbau, Netzbetreiber) zeigt, dass dem Thema „erneuerbare Fernwärme“ großes Interesse entgegengebracht wird.

Nachfolgend das Programm und die Präsentationen:

 

Stadtgemeinde Gleisdorf und AEE INTEC gewinnen den ÖGUT-Umweltpreis

Die Konkurrenz war enorm, insgesamt gab es 74 Einreichungen. In unserer Kategorie haben wir uns schlussendlich gegen ebenfalls nominierte Projekte aus den Städten Wien und Salzburg durchgesetzt .

Kategorie „Nachhaltige Kommune“:

  • PREISTRÄGER: Entwicklung und Umsetzung der Methodik „räumliche Energieplanung“ in der Kleinstadt Gleisdorf
    Stadtgemeinde Gleisdorf
  • NOMINIERT: Jetzt ist Mülli da! – Müll trennen und profitieren
    Walter Galehr, Michael Loderbauer Tina Oberleitner
  • NOMINIERT: LED it schein - Umstellung der Wiener Seilhängeleuchten auf energiesparende, moderne LED-Beleuchtung
    Magistratsabteilung 33 – WIEN LEUCHTET

https://www.oegut.at/de/initiativ/umweltpreis/2018/nh-kommune.php

Der Preis wurde vor rund 250 Besuchern von Bgm. Christoph Stark, Geschäftsführer Stadtwerke Gleisdorf Karl Hierzer und einer breiten Abordnung von AEE INTEC entgegen genommen.

 

Experten aus 51 Ländern diskutierten bei der ISEC 2018 in Graz den Beitrag des Wärmesektors zur Erreichung der weltweiten Klimaziele

370 Experten und Expertinnen aus Wissenschaft, von Unternehmen und aus der Energiepolitik aus 51 Ländern nahmen vom 3. bis 5. Oktober 2018 an der im Rahmen der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft in Graz durchgeführten International Sustainable Energy Conference (ISEC 2018) teil.

Im Fokus der Konferenz standen der Wärmesektor und die Ressourceneffizienz in einem vernetzten nachhaltigen Energiesystem und die sich daraus ergebenden enormen Chancen für innovative Forschungseinrichtungen und Unternehmen.

In der öffentlichen Diskussion zur Umstellung vom fossilen auf ein nachhaltiges Energiesystem ist der energiepolitische Fokus sehr häufig nur auf dem Stromsektor, auf den lediglich 20% des weltweiten Endenergieverbrauchs entfallen. Die Umsetzung des bei der UN-Klimaschutzkonferenz im Dezember 2015 in Paris vereinbarten Übereinkommens zur Begrenzung der globalen Erwärmung auf deutlich unter 2°C ist nur möglich, wenn auch im Wärmesektor rasch eine Umstellung auf erneuerbare Energieträger erfolgt.

„Dies wird nicht nur durch eine Elektrifizierung des Wärmesektors und Power to Gas Technologien gelingen“ sagte Prof. Hans Martin Henning vom Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme aus Freiburg in seinem Key-Note Vortrag.

Neben den 5 Key-Note Vorträgen von Vertreterinnen der Europäischen Kommission und der Internationalen Energieagentur wurden in 76 Fachvorträgen Strategien zur Dekarbonisierung von Städten und Industrieprozessen sowie Maßnahmen in der Energieraumplanung vorgestellt und diskutiert.

Ein Workshop der UNIDO, der auch im Rahmen der ISEC 2018 stattfand, bot die Gelegenheit der Vernetzung mit sieben Energiezentren in Entwicklungsländern.

Veranstalter der Konferenz war AEE – Institut für Nachhaltige Technologien mit Unterstützung des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus, dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie sowie dem Österreichischen Klima- und Energiefonds, dem Land Steiermark und der Stadt Graz.

Fotocredit: Miriam Raneburger. Von links nach rechts:

Prof. Dr. Reinhold W. Lang, JKU Linz, AT; Theresia Vogel, Director, Klima- und Energiefonds, AT; Prof. Dr. Hans-Martin Henning, Director Fraunhofer ISE, DE; Haitze Siemers, Head of Unit for New energy technologies, innovation and clean coal, DG Energy, European Commission, BE; Sabine Mitter, Federal Ministry for Transport, Innovation and Technology, AT; Josef Plank, Secretary General, Federal Ministry for Sustainability and Tourism, AT; Werner Weiss, CEO AEE INTEC, AT

 

Innovative Energietechnologien in Österreich Marktentwicklung 2017

Biomasse, Photovoltaik, Solarthermie, Wärmepumpen, Windkraft

Die Dokumentation und Analyse der Marktentwicklung der Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energie schafft eine Daten-, Planungs- und Entscheidungsgrundlage für zahlreiche Akteursgruppen in der Politik, der Wirtschaft und im Bereich der Forschung und Entwicklung. In diesem Sinne schafft die vorliegende Marktstudie “Innovative Energietechnologien in Österreich – Marktentwicklung 2017“ diese Grundlagen für die Bereiche feste Biomasse, Photovoltaik, Solarthermie, Wärmepumpen und Windkraft. Neben der Dokumentation von Verkaufszahlen für den Inlandsmarkt und den Exportmarkt werden volkswirtschaftliche Kennzahlen im Bereich der Umsätze, der Arbeitsplätze und der CO2-Effekte dieser Technologien präsentiert.

Die Öl- und Gaspreisentwicklung 2016 und 2017 mit einem nur moderaten Preisanstieg bedingt weiterhin schwierige Rahmenbedingungen für erneuerbare Energietechnologien. Dennoch konnten österreichische Unternehmen in den Bereichen Biomasse, Photovoltaik, Solarthermie, Wärmepumpen und Windkraft im Jahr 2017 einen Umsatz von 4,9 Milliarden Euro erzielen und mehr als 32.000 Personen beschäftigen. Durch die Anwendung dieser innovativen Technologien wurden in Österreich 66,3 Terawattstunden erneuerbare Energie bereitgestellt und klimaschädliche Emissionen im Umfang von 13,2 Mio. Tonnen CO2-Äquivalent vermieden.

AutorInnen:
Peter Biermayr, Christa Dißauer, Manuela Eberl, Monika Enigl, Hubert Fechner, Lukas Fischer, Kurt Leonhartsberger, Florian Maringer, Stefan Moidl, Christoph Schmidl, Christoph Strasser, Werner Weiss, Patrik Wonisch, Elisabeth Wopienka

 

Ausgezeichnete Nachhaltigkeit - Sustainability Award für Großforschungsprojekt „SolPol“

Nachhaltigkeit, die sich bezahlt macht: „SolPol“, die Forschungsinitiative zu Kunststoffinnovationen für die Solartechnik unter Leitung der Johannes Kepler Universität, erhielt den Sustainability Award 2018. Der 1. Preis in der Kategorie „Regionale Kooperation (Hochschulübergreifende Projekte)“ wurde vom Wissenschaftsministerium und vom Nachhaltigkeitsministerium in Wien verliehen.

Zehn wissenschaftliche PartnerInnen (AEE – Institut für Nachhaltige Technologien, Universität Innsbruck, WIFO, Kunstuniversität Linz, etc.) und 19 Unternehmen (Borealis, Greiner, AGRU Kunststofftechnik, GREENoneTEC Solarindustrie, etc.) kooperieren seit 2010 in der JKU-SolPol-Forschungsplattform. Sie setzen auf die Potenziale der Vernetzung von Solar- und Kunststofftechnik – zwei Branchen, in denen Österreich traditionell hohe Kompetenz hat. Das Projekt mit einem Budget von 14 Mio. Euro wird vom Klima- und Energiefonds über die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) gefördert.

Die Ziele sind ambitioniert: Funktionalität, Lebensdauer und Gewicht von Solarkomponenten sollen durch Kunststoffe, die in der Solarthermie und der Photovoltaik zum Einsatz kommen, verbessert werden. Gleichzeitig werden eine Reduktion der Kosten und die weltweite Anwendung angestrebt. Die positiven Folgen: die Stärkung und der Ausbau der Position österreichischer Unternehmen der Branche durch polymerbasierende innovative Entwicklungen sowie ein nachhaltiger Beitrag zu erneuerbaren Energien und damit zur Minimierung von Treibhausgasemissionen.

 

IEA SHC Bericht: Weltweite Marktentwicklung Solarthermie - Edition 2018

The report was prepared within the frame work of the Solar Heating and Cooling Programme (SHC) of the International Energy Agency (IEA). The goal of the report is to give an overview of the general trends, to highlight special applications and out standing projects and to document the solar thermal capacity installed in the important markets worldwide. Furthermore, it is the goal to ascertain the contribution of solar thermal systems to the supply of energy and the CO2 emissions avoided as a result of operating these systems. The collectors documented in detail are unglazed collectors, glazed flat-plate collectors (FPC) and evacuated tube collectors (ETC) with water as the energy carrier as well as glazed and unglazed air collectors.

This edition of Solar Heat Worldwide includes for the first time an overview of concentrating solar collectors, which are applied in district heating and for industrial processes.

The data were collected from a survey of the national delegates of the IEA SHC Executive Committee and other national experts active in the field of so larther mal energy. As some of the 66 countries included in this report have very detailed statistics and others have only estimates from experts, the data was checked for its plausibility on the basis of various publications.

The collector area, also referenced as the installed capacity, served as the basis for estimating the contributions of solart hermal systems to the energy supply and reductions of CO2 emissions.

The 66 countries included in this report represent 4.8 billion people, or about 66 % of the world’s population. The installed capacity in these countries is estimated to represent 95 % of the solar thermal market worldwide.

 

35 Prozent Marktwachstum für solare Wärmenetze

Internationale Konferenz für Solarthermie in der Fernwärmeversorgung mit Teilnahmerekord in Graz

Von 11. bis 12. April 2018 trafen sich 350 Fernwärme- und Solarexperten aus  33 Ländern um sich über die neuesten Konzepte und Entwicklungen im Bereich der solaren Fernwärme auszutauschen. Veranstaltet wurde die Konferenz von AEE INTEC, dem AGFW - Der Energieeffizienzverband für Wärme, Kälte und KWK e. V. (Verband der 250 größten Fernwärmenetzbetreiber in Deutschland, Österreich und der Schweiz) und dem Steinbeis Forschungsinstitut Solites.