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FERNWÄRMEVERSORGUNG FÜR DIE BRAUEREI MURAU

AEE INTEC hat für die Brauerei Murau ein Konzept zur Umstellung der Dampfversorgung (beruhend auf fossilem Öl) auf eine Fernwärme-/Warmwasserversorgung (bereitgestellt durch Biomasse) entwickelt. Auf Basis dieses Umsetzungskonzeptes wurde die Umstellung der thermischen Energieversorgung vorangetrieben und im Mai 2014 abgeschlossen. Die Aufgaben der AEE INTEC waren neben der detaillierten Ausarbeitung der Energieversorgung, der Prozessumstellung (von Dampf auf Heißwasserversorgung) und der Energeieinsparung auch die Betreuung während der Umsetzungsphase (Konzepterstellung, basic engineering, Angebotseinholung, Unterstützung beim Förderansuchen).

UMSTELLUNG DER ENERGIEVERSORGUNG DER BRAUEREI MURAU DURCH DIE ANBINDUNG AN DAS FERNWÄRMENETZ DER STADTWERKE MURAU

In Folge der Errichtung einer Hackschnitzelheizzentrale im Raum Murau bot sich der 1. Obermurtaler Brauereigenossenschaft die Möglichkeit, sich an das bestehende Fernwärmenetz der Stadtwerke Murau anzuschließen und so die Energieversorgung der Brauerei gänzlich auf erneuere Energie umzustellen. Aus diesem Grund war es für die Brauerei jedoch notwendig, die meisten ihrer thermischen Prozesse auf Heißwasser umzustellen.

In der Brauerei Murau werden jährlich etwa 300.000 hl an Bier produziert und die Wärmeversorgung durch Dampf wurde über Ölkessel bewerkstelligt. Zukünftig bzw. seit Mai 2014 wird die benötigte thermische Energie über Fernwärme aus Hackgut von Murauer Forstbetrieben bereitgestellt. Seit November 2011 wird das LKH Stolzalpe bereits über eine 11 km lange Leitung versorgt, die eine Höhendifferenz von rund 450 m überwindet. Im nächsten Schritt wurde die Brauerei Murau in das Versorgungsnetz eingebunden.

Da nun die thermische Hauptenergieversorgung über den Fernwärmeanschluss gewährleistet wird, wurde zum Lastausgleich ein Pufferspeicher von etwa 110 m³ am Brauereigelände installiert. Dieser stellt sicher, dass es bei Lastspitzen zu keinem Versorgungsengpass in der Brauerei kommt und eine reibungslose Bierproduktion sichergestellt ist.

Die Versorgung der Brauerei wurde in zwei unterschiedliche Versorgungsnetze/Heißwassernetze aufgeteilt. Das Versorgungsnetz für das Sudhaus wird mit einer Temperatur über 115 °C betrieben und das Versorgungsnetz für die Bierabfüllung wird mit 95°C betrieben. Die Versorgungstemperaturen wurden so an die Prozesstemperaturen angepasst, dass eine möglichst niedrige Rücklauftemperatur erreicht wird und eine optimale Einbindung in das Fernwärmenetz garantiert ist.

Insgesamt führt die Umstellung der Brauerei Murau von einer Dampfversorgung zu einer Heißwasserversorgung zu Energieeinsparungen von 32 % oder 2.592 MWh pro Jahr, die im Sudhaus, der Abfüllhalle und durch die Versorgungsumstellung selbst erreicht werden. Es können somit durch die Steigerung der Effizienz im Versorgungsnetz und der besseren Ausnutzung der Erneuerbaren Ressourcen (Biogas) jährlich 730 Tonnen[1] an CO2equ eingespart werden.

Umstellung der Energieversorgung

Zusätzlich werden durch die Versorgungsumstellung von Dampf (Heizöl) auf Heißwasser (Biomasse durch den Fernwärmeanschluss) 480.000 Liter Heizöl pro Jahr eingespart, dies entspricht 1.553 Tonnen[2] CO2equ.



[1] Heizöl leicht: 282 t CO2,eq/GWh aus UMWELTBUNDESAMT (2011): Anderl, M.; Freudenschuß, A.; Friedrich, A.; Göttlicher, S.; Köther, T.; Kriech, M.; Kuschel, V.; Lampert, C.; Pazdernik, K.; Poupa, S.; Purz-ner, M.; Stranner, G.; Schwaiger, E.; Seuss, K.; Weiss, P.; Wieser, M.; Zechmeis-ter, A.; Zethner, G.: Austria’s National Inventory Report 2011. Reports, Bd. REP-0308. Umweltbundesamt, Wien.

[2] Heizöl leicht: 282 t CO2,eq/GWh aus UMWELTBUNDESAMT (2011): Anderl, M.; Freudenschuß, A.; Friedrich, A.; Göttlicher, S.; Köther, T.; Kriech, M.; Kuschel, V.; Lampert, C.; Pazdernik, K.; Poupa, S.; Purz-ner, M.; Stranner, G.; Schwaiger, E.; Seuss, K.; Weiss, P.; Wieser, M.; Zechmeis-ter, A.; Zethner, G.: Austria’s National Inventory Report 2011. Reports, Bd. REP-0308. Umweltbundesamt, Wien.

Projektkonsortium und Funktion im Konsortium

AEE INTEC: Erstellung eines Konzeptes zur Umstellung der Dampfversorgung. Ausarbeitung der Energieversorgung, der Prozessumstellung (von Dampf auf Heißwasser) und der Energieeinsparungen


Projektleitung

DI Christoph Brunner

Auftraggeber

Murauer Stadtwerke GmbH http://www.stadtwerke-murau.at/

1. Obermurtaler Brauereigenossenschaft http://www.murauerbier.at/

Status

abgeschlossen