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IEA EBC Annex 82 - Energie-flexible Gebäude als Teil resilienter, kohlenstoffarmer Energiesysteme

Gebäude und Gebäudecluster können Energieflexibilitätsdienstleistungen für verschiedene Energienetze bereitstellen. Dieses Projekt im Rahmen des EBC Technologieprogramms der IEA soll das Wissen über diese Energiedienstleistungen, aber auch die Hindernisse und Motivation für die beteiligten Stakeholder steigern.

In vielen Ländern steigt der Anteil erneuerbarer Energiequellen (RES) parallel zu einer umfassenden Elektrifizierung des Energiebedarfs. Diese resultiert beispielsweise aus dem Ersatz traditioneller PKWs durch Elektrofahrzeuge und der Verdrängung von Öl- und Gasheizungen durch energieeffiziente Wärmepumpen. Diese Veränderungen sowohl auf der Nachfrage- als auch auf der Angebotsseite stellen das Management von Energiesystemen vor neue Herausforderungen.

Ein Paradigmenwechsel ist daher notwendig, weg von bestehenden Systemen, bei denen das Energieangebot immer der Nachfrage folgt, hin zu einem System, bei dem die Nachfrage das verfügbare Angebot berücksichtigt, das betrifft auch den Gebäudesektor bzw. Siedlungen und Stadtquartiere.

In diesem IEA Projekt werden deshalb unter anderem folgende Dinge untersucht und analysiert:

  • Literatur zu Energie-flexiblen Energiesystemen in Gebäuden und Quartieren
  • Modelle, die dezentrale Speicherung und Demand Response in den Energiemarkt integrieren
  • Resilienz-Strategien zur Gewährleistung der Sicherheit und Zuverlässigkeit der Energieversorgung
  • Management verteilter Energieressourcen (DERs), Energiespeicher und flexibler Lasten in Gebäudeclustern und Quartieren
  • Ausrollung Charakterisierungsmethodik energieflexibler Gebäude auf Quartiere
  • Demonstrationsquartiere und -modelle
  • Dienstleistungen, die von Gebäuden bereitgestellt werden können
  • Motivation und Hindernisse für die beteiligten Stakeholder

Zielsetzungen der österreichischen Beteiligung sind eine Weiterentwicklung von Labelingmethoden zu Energieflexibilität. Dazu werden Fallstudien der Projektpartner ausgewertet und das Flexibility Evaluation Tool (FET) als Bewertungstool für Gebäudecluster angepasst. Politische Anforderungen und neue Kooperations- und Geschäftsmodelle werden unter Einbeziehung der Interessengruppen sowie Energieversorger und Dienstleistungsunternehmen für Wärme und Strom analysiert. Die Erkenntnisse aus der Annex-Teilnahme fließen direkt in die Umsetzung einer nationalen Smart Readiness Indikator (SRI) Methodik ein.

Portrait Armin  Knotzer

Projektleiter

DI Armin Knotzer