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News

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AEE INTEC und SOLID gewinnen den ACR Innovationspreis mit Digital Twin für solare Großanlagen

Am 19.10.2021 fand die jährliche ACR Enquete in Wien statt. Generalsekretär im BMDW Michael Esterl, Generalsekretär-Stellvertreterin der WKO Mariana Kühnel und ACR-Präsidentin Iris Filzwieser eröffneten den Abend und unterstrichen dabei den Nutzen und die Notwendigkeit von Forschung und Innovation für KMU in Österreich. Auch AEE INTEC leistet hier seit vielen Jahren einen maßgeblichen Beitrag. Umso mehr freut es uns, dass unser kooperatives Forschungsprojekt „MeQuSo“ bei der nachfolgenden Preisverleihung den ACR Innovationspreis gewinnen konnte.

Im Projekt wurde ein Digital Twin für solare Großanlage (100 – 10.000 m²) entwickelt, der anhand ausgewählter gemessener und berechneter Parameter die Leistungsfähigkeit im aktiven Betrieb automatisiert bestimmen kann. Diese Parameter sind vergleichbar mit den Ergebnissen eines Normtests für einzelne Solarkollektoren, jedoch erweitert auf die physikalischen Effekte in großen Kollektorfeldern. Die Leistungskennwerte beschreiben die optischen Eigenschaften, die Wärmeverluste und die Wärmeübergange im Kollektorfeld in Echtzeit. Ursachen für etwaigen Minderertrag können so rasch und spezifisch festgestellt, zugeordnet und behoben werden.

Die Ergebnisse von MeQuSo stärken das Vertrauen in Solarthermie als verlässliche Quelle erneuerbarer Wärme und leisten so einen essentiellen Beitrag zur Marktdurchdringung dieser Technologie. Österreichische KMU mit Technologieführerschaft in Kollektor- und Komponentenbau sowie Anlagenerrichtung und Regelung können direkt von diesen Ergebnissen profitieren. Ein Teaser Video zum Projekt ist hier verfügbar, weiterführende Informationen zur Veranstaltung und ACR hier. Weiterführende Informationen zum Projekt sind auf unserer Homepage unter MeQuSo zu finden.

 

Abwärmepotenziale für die steirische Wärmeplanung

Der 55. Energy Lunch der Energie Agentur Steiermark am 6. Oktober 2021 stand ganz im Zeichen der Abwärmenutzung in der Steiermark. Dipl.-Ing. Jürgen Fluch und Dipl.-Ing. Wolfgang Gruber-Glatzl (beide AEE  INTEC) zeigten bei dem Online-Event Potenziale zur Nutzung von Abwärme auf, die im Rahmen der Erstellung des steirischen Abwärmekatasters III (2021) in steirischen Industrie- und Gewerbebetrieben identifiziert wurden. Dipl.-Ing. Franz Mauthner (AEE  INTEC) berichtete über die Integration der erhobenen Abwärmedaten in das Geoinformationssystem (GIS) Steiermark als Grundlage für eine effektive räumliche Wärmeplanung. Weiters wurden im Rahmen des Energy Lunch die Abwärmenutzung der Marienhütte Graz sowie die Erweiterung der Abwärmenutzung bei SAPPI als erfolgreiche Praxisbeispiele vorgestellt.

Der Abwärmekataster Steiermark 2021 ist Teil der Klima- und Energiestrategie Steiermark 2030. Mit der kompletten Überarbeitung des erstmals 2012 für energieintensive Betriebe erstellten Katasters wurde ein Projektteam mit AEE  INTEC als Konsortialführer, dem Lehrstuhl für Energieverbundtechnik der Montanuniversität Leoben und e-think energy research vom Land Steiermark, Abteilung 15 -Energie, Wohnbau und Technik beauftragt. Das identifizierte technische Abwärmepotenzial in 159 steirischen Betrieben mit insgesamt 246 Abwärmequellen beträgt 7,37 TWh/a, wobei das ungenutzte Potenzial 86 Prozent oder 6,34 TWh/a beträgt. Bilanziell könnten mit dem gesamten technischen Abwärmepotenzial rund 29 % des steirischen Wärmeendenergiebedarfs gedeckt werden. Der Großteil des Abwärmepotenzials liegt bei Temperaturen unter 50 °C vor, 10 % liegen zwischen 50 °C und 100 °C und 11 % über 100 °C. Durch eine im Projekt konzipierte „Abwärme-Kontakt-Plattform“ sollen Abwärme-AbnehmerInnen, Abwärme-AnbieterInnen sowie PlanerInnen und ProjektentwicklerInnen zusammengebracht werden, um auf Basis des erhobenen Potenzials zukunftsweisende Abwärme-Projekte zu entwickeln und umzusetzen.

 

ThermaFLEX bei Jahresveranstaltung Vorzeigeregion Energie als Vorbild hervorgehoben

Am 19.10.2021 fand die Jahresveranstaltung der Vorzeigeregion Energie mit dem Motto "Fit For 55 Made in Austria“ in Graz statt. Nach der Begrüßung mit Klima- und Energiefonds Geschäftsführerin Theresia Vogel, sowie einem Statement von Bundesministerin Leonore Gewessler zum Thema "Big Picture Vorzeigeregion Energie - Lösungen für Klimaschutz" wurden viele spannende Beiträge aus den drei Vorzeigeregionen vorgestellt. Dabei wurde das von AEE INTEC geleitete Leitprojekt ThermaFLEX unter dem Schirm des Green Energy Labs als Vorbild hervorgehoben. In der Podiumsdiskussion „The Top 5 - Failures, Challenges & KeyTakeAways“ gaben die ThermaFLEX Partner Ulrike Rabmer-Koller (Geschäftsführerin Rabmer GreenTech GmbH) sowie Werner Pink (Geschäftsführer Pink GmbH) Einblicke zu den erzielten Ergebnissen und gewonnen Erfahrungen im Projekt. Ein für die Jahresveranstaltung produziertes Video ist hier abrufbar. Die Aufzeichnung der gesamten Veranstaltung ist unter hier zu finden.

 

Highlights of Energy Research 2021 "Energy Storage - Key Element for Energy Transition"

Am 23. November 2021 finden von 9:30 – 15:00 im TUtheSky in Wien die vom Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) ins Leben gerufenen "Highlights der Energieforschung" statt.

In seiner Funktion als österreichischer Vertreter des IEA ES TCP - Energy Storage Technology Collaboration Programme der Internationalen Energieagentur und inhaltlich verantwortlicher Organisator der diesjährigen Veranstaltung weist Christian Fink, Geschäftsführer von AEE INTEC, auf die Wichtigkeit von innovativen Ansätzen zur Energieverteilung und -speicherung sowie der Flexibilisierung der Energienachfrage auf dem Weg zu einem dekarbonisierten Energiesystem hin. Bei der als Side-Event des in Wien stattfindenden Treffens des IEA ES TCP-Executive-Committees durchgeführten Veranstaltung bildet eine Mischung aus internationalen und nationalen Vorträgen rund um alle Facetten und Sektoren der Energiespeicherung das Tagesprogramm. Dabei werden sowohl Gasspeicher, Batteriespeicher, Großwärmespeicher als auch Power-to-Wasserstoff-Technologien adressiert. Außerdem werden Technologien für eine flexible Sektorkopplung sowie die aktuellen Pläne der österreichischen Speicherinitiative vorgestellt.  Eine Podiumsdiskussion über die Relevanz und unterschiedlichen Ansätze verschiedener Energiespeichertechnologien in den Dekarbonisierungsstrategien dreier europäischer Länder (Großbritannien, Dänemark und Österreich) rundet das Programm ab.

Wann? 23. November 2021, 9:30 – 15:00

Wo? TUtheSky, Wien

Veranstalter ist das Bundesministerium für Klimapolitik, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) in Kooperation mit

  • FFG
  • Österreichischer Klima- und Energiefonds
  • AEE INTEC
  • IEA ES TCP – Energy Storage Technology Collaboration Programme
 

Webinarreihe Nachhaltige Technologien - Energiequelle Abwasser - Folge 3

Webinarreihe nachhaltige technologien

AEE – Institut für nachhaltige Technologien begleitet die selbst herausgegebene Zeitschrift „nachhaltige technologien“ mit einer Webinarreihe zu aktuellen Schwerpunktthemen. Am 30.09.2021 ging es um die Energiequelle Abwasser. Vorträge von Rainer Wiedemann, Wolfgang Gruber-Glatzl und Wolfgang Wiesauer stießen im von Jürgen Fluch moderierten Webinar auf reges Interesse der Teilnehmer.

Das Webinar verknüpfte Ergebnisse aus laufenden Forschungsprojekten mit den Erfahrungen der Planung und konkreten Umsetzung im kommunalen und industriellen Kontext. Es gilt die Kläranlagen und das Abwasser sowohl aus energetischer als auch ressourcenrelevanter Sicht in den Fokus zu rücken und als wichtigen Bestandteil der Lösungen nachhaltiger Energiesystem hervorzuheben.

 

Solarthermische Großanlage "Fernheizwerk (FHW)" - Testanlage für neues FuE-Projekt HarvestIT

Drohnenflug über die solarthermische Großanlage "Fernheizwerk (FHW)" in Graz, Österreich.

Die Anlage dient als Testanlage und Anwendungsfall für das neue F&E-Projekt HarvestIT. Der Fokus des Projekts liegt auf der Entwicklung einer Open-Source-Software für eine umfassende Leistungs- und Ertragsanalyse von solarthermischen Großanlagen mittels eines automatisierten Testverfahrens.

 

Ausgabe 03 | 2021 der „nachhaltigen technologien“ ist online

Kommunale Kläranlagen gehören zu den größten Stromverbrauchern in einer Gemeinde. Dabei werden durch die Reinigung von Abwasser organische Bestandteile aerob abgebaut und so energetisch ungenutzt verarbeitet. Diese organischen Bestandteile des Abwassers könnten jedoch zum Beispiel in Form von Biogas oder Ammoniak rückgewonnen werden und einer energetischen Verwertung zugeführt werden. Umgesetzte Beispiele haben bereits gezeigt, dass Kläranlagen der Zukunft technologisch so umgebaut und erweitert werden können, dass sie mehr Energie (Wärme, Gas und Strom) produzieren als sie verbrauchen und durch eine intelligente Verschaltung mit Fernwärmenetz, Gasnetz und Stromnetz zur nachhaltigen energetischen Versorgung einer Kommune beitragen können. In den letzten Jahren wurden mehrere nationale und internationale Forschungs- und Demonstrationsprojekte initiiert. In diesem Zusammenhang sind es vor allem Umsetzungen, die mittels Wärmepumpen die thermische Energie aus dem Abfluss von

Kläranlagen für die Einbindung in die Fernwärme nutzbar machen. In der vorliegenden Ausgabe unserer Zeitschrift „nachhaltige technologien“ finden Sie eine umfassende Übersicht über unterschiedliche Initiativen, die alle das Ziel haben, zukünftig Abwasserreinigungsanlagen auf den Weg von einem Energieverbraucher und Treibhausgasverursacher zu einem Produzenten von erneuerbarer Energie zu bringen.

 

Solar Heat Worldwide – Globale Marktentwicklungen und Trends 2020 I Detaillierte Marktdaten 2019

Solar Heat Worldwide 2021, mit Daten aus 68 Ländern, ist die umfassendste Auswertung der Märkte für solares Heizen und Kühlen weltweit. Die Ausgabe 2021 wurde vom Solar Heating and Cooling Technology Collaboration Programme (IEA SHC) der Internationalen Energieagentur veröffentlicht. Die Veröffentlichung des Berichts wird auch vom österreichischen Bundesministerium für Klimapolitik unterstützt.

Ziel des Berichts ist es, einen Überblick über die allgemeinen Trends zu geben, spezielle Anwendungen und herausragende Projekte hervorzuheben und die installierte solarthermische Leistung in den wichtigen Märkten weltweit zu dokumentieren. Darüber hinaus ist es das Ziel, den Beitrag von solarthermischen Anlagen zur Energieversorgung und die durch den Betrieb dieser Anlagen vermiedenen CO2-Emissionen darzustellen.

Gezielte Energiepolitik treibt Wachstum der Solarthermie an

Der deutsche Solarthermiemarkt bestätigt, welche Auswirkungen eine gezielte Energiepolitik haben kann. Vor etwa 10 Jahren war Deutschland mit 1,5 GWth an neu installierter Leistung der mit Abstand größte Solarthermie-Markt in Europa, aber im Jahr 2019 bewegte er sich um 0,36 GWth an neu installierter Leistung. Doch die Zeiten haben sich geändert, und 2020 ist der deutsche Solarthermiemarkt im Vergleich zu 2019 um ca. 26% auf ca. 650.000m² gewachsen, was fast 0,5 GWth an neu installierter Leistung entspricht. Der dramatische Anstieg der Nachfrage ist größtenteils auf die neue Bundesförderung für effiziente Gebäude zurückzuführen.

Interessante Trends

Solare Fernwärme: Ende 2020 waren 262 große solare Fernwärmeanlagen (> 350 kWth; 500 m²) mit einer installierten Leistung von 1,41 GWth (2,01 Millionen m²) in Betrieb. Bei der solaren Fernwärme hat Deutschland im Jahr 2020 die Führungsrolle von Dänemark übernommen. Von den 11 solarthermischen Großanlagen (> 500 m²), die in Europa an Fernwärmenetze angeschlossen wurden, sind 7 in Deutschland gebaut worden.

Solarwärme für industrielle Prozesse (SHIP) setzt sein stetiges Wachstum mit mindestens 74 Anlagen im Jahr 2020 fort. Die SHIP-Anlagen werden für viele Anwendungen eingesetzt, wobei die größte bei einer Ölförderanlage im Oman (300 MWth) errichtet wurde, gefolgt von einer Gewächshausanwendung in Australien (36,6 MWth) und einer Kupfermine in Chile (27,5 MWth).

Photovoltaik-Thermie (PVT) führt den Trend zu hybriden Solarwärmelösungen an und erfährt ein stetiges Wachstum von durchschnittlich 9 % von 2018 bis 2020 und 8 % im dominierenden europäischen Markt.

Eine sehr interessante Entwicklung ist in Südafrika zu beobachten. Das Land verzeichnet eine Verlagerung hin zur Warmwasserbereitung direkt mit Strom unter Verwendung von Photovoltaik (PV)-Technologien. Diese Systeme bestehen aus PV-Modulen, die direkt mit einem elektrischen Element verbunden sind, das das Wasser mit Gleichstrom erwärmt, ohne dass Wechselrichter erforderlich sind. 11.700 dieser PV2-Heat Systeme wurden bis Dezember 2020 installiert.

Autor*innen: Werner Weiss und Monika Spörk-Dür, AEE INTEC, Österreich

 

Innovative Energietechnologien in Österreich - Marktentwicklung 2020

Die Dokumentation und Analyse der Marktentwicklung der Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energie schafft eine Daten-, Planungs- und Entscheidungsgrundlage für zahlreiche Akteursgruppen in der Politik, der Wirtschaft und im Bereich der Forschung und Entwicklung. Die vorliegende Marktstudie “Innovative Energietechnologien in Österreich – Marktentwicklung 2019“ schafft diese Grundlagen für die Bereiche feste Biomasse, Photovoltaik, Solarthermie, Wärmepumpen und Windkraft.

Neben der Dokumentation von Verkaufszahlen für den Inlandsmarkt und den Exportmarkt werden volkswirtschaftliche Kennzahlen im Bereich der Umsätze, der Arbeitsplätze und der CO2-Effekte dieser Technologien präsentiert.

Die österreichischen Unternehmen in den Bereichen Biomasse, Photovoltaik, Solarthermie, Wärmepumpen und Windkraft konnten im Jahr 2019 einen Umsatz von 5,2 Milliarden Euro erzielen und mehr als 30.000 Personen beschäftigen. Durch die Anwendung dieser innovativen Technologien wurden in Österreich 66,2 Terawattstunden erneuerbare Energie bereitgestellt und klimaschädliche Emissionen im Umfang von 14 Mio. Tonnen CO2-Äquivalent vermieden.

AutorInnen:
P. Biermayr, C. Dißauer, M. Eberl, M. Enigl, H. Fechner, B. Fürnsinn, M. Jaksch-Fliegenschnee, K. Leonhartsberger, S. Moidl, E. Prem, C. Schmidl, C. Strasser, W. Weiss, M. Wittmann, P. Wonisch, E. Wopienka

 

Ausgabe 02 | 2021 der „nachhaltigen technologien“ ist online

Wärmespeicher werden in einem nachhaltig transformierten Energiesystem eine zentrale Rolle einnehmen. Einerseits macht der Wärmebedarf in Österreich aktuell rund 50 % des Energiebedarfs aus und andererseits kann Wärme aus heutiger Sicht wesentlich kostengünstiger gespeichert werden als elektrischer Strom. Aktivitäten im Themenbereich Großwärmespeicher haben zuletzt sowohl national als auch international deutlich an Fahrt aufgenommen. In Österreich widmete sich in den letzten drei Jahren das Großforschungsprojekt gigaTES mit 18 internationalen Partnern aus Industrie und Forschung der gezielten Weiterentwicklung von Großwärmespeichern, zudem werden durch Technologieentwicklungen auf Material-, Komponenten- sowie Konstruktionsebene spannende Umsetzungen erwartet. Auf internationaler Ebene startete letztes Jahr unter österreichischer Leitung eine Experten-Arbeitsgruppe unter dem Schirm der Internationalen Energieagentur. Darüber hinaus gibt es international einige neue Demonstrationsvorhaben, allen voran der Wärmespeicher der dänischen Fjernvarme Fyn mit einem Volumen von 1,05 Millionen m³. In der aktuellen Ausgabe von „nachhaltige technologien“ berichten wir über Aktivitäten in diesem Zusammenhang.

 

Neue strategische Schwerpunkte des IEA Energy Storage TCP

Basierend auf den Zielen des Pariser Klimaabkommens 2015 wird ein kohlenstoffneutrales Energiesystem, das hauptsächlich erneuerbare Energiequellen nutzt, enorme Mengen an Energiespeichern in allen Arten und Kapazitäten benötigen, um die notwendige Flexibilität in einem zukünftigen Energiesystem bereitzustellen. Die Herausforderungen bestehen darin, die richtigen Technologien am richtigen Ort und zur richtigen Zeit im integrierten Energiesystem der Zukunft bereitzustellen. Energiespeicherung ist die Antwort auf die Maximierung der (variablen) erneuerbaren Energieerzeugung und stark schwankenden Muster auf der Nachfrageseite (sowohl bei Strom als auch bei Wärme und Kälte).

Für ein stabiles neues (und auf erneuerbaren Energien basierendes) Energiesystem ist Flexibilität zwischen dem Zeitpunkt des Verbrauchs und dem Zeitpunkt der erneuerbaren Energieerzeugung sowie eine Interaktion zwischen den Sektoren (Sektorkopplung) erforderlich. Für diese Flexibilität werden Energiespeicher in jeder Form benötigt, um wirtschaftliche Lösungen zu ermöglichen. Ob es sich dabei um Speicherlösungen im großen Maßstab handelt (wie z. B. Pumpspeicherkraftwerke oder die Umwandlung von überschüssigem Strom in Wasserstoff) oder um dezentralere Lösungen zur Speicherung von thermischer oder elektrischer Energie im Gebäudebereich, wie z. B. für Net Zero Energy Buildings oder im Industrie- und Mobilitätssektor; alle werden benötigt.

Die wichtigsten technischen Herausforderungen beziehen sich auf folgende Aspekte, die auch die wesentlichen inhaltlichen Schwerpunkte des TCP bilden:

  • Flexibilisierung der Nachfrageseite und der Stabilität der Energienetze durch den Einsatz von Energiespeichern
  • Maximierung der erneuerbaren Energieerzeugung durch Energiespeicher
  • Schaffung von Flexibilität im Energiebereich (Kopplung verschiedener Sektoren, d.h. Strom, Gas, Wärme und Kälte, Mobilität)
  • Beitrag zur Schaffung von mehr Resilienz und Versorgungssicherheit
  • Einbeziehung von KI, IoT sowie Last- und Betriebsvorhersageentwicklungen
  • Für die Speichersysteme selbst sind die Innovationsherausforderungen: Kompaktheit des Speichers, Lade-/Entladekapazitäten, Sicherheitsaspekte, Zuverlässigkeit / Langlebigkeit, Kostenreduktionspotenziale 

Österreich wird im Exekutiv Komitee des Energy Storage Technology Collaboration Programme der Internationalen Energieagentur durch Christian Fink, AEE – Institut für Nachhaltige Technologien, vertreten.

Kontakt:
AEE - Institut für Nachhaltige Technologien
Christian Fink
A-8200 Gleisdorf, Feldgasse 19
Tel.: +43 (0)3112 5886-214
E-Mail: c.fink@aee.at

 

Von der Theorie zur Praxis: 2. Stakeholder-Workshop im Rahmen des Projektes CORES

Am 26.05. fand im Rahmen des vom Klima- und Energiefonds geförderten Projektes CORES (Integration kombinierter, erneuerbarer Energiesysteme in die Industrie) der 2. Stakeholder-Workshop statt. Es wurden Projektfortschritte diskutiert und Anforderungen an das geplante CORES-Tool identifiziert.

Nach einem Projektupdate zur Systemsimulation (Dominik Seliger, TU Wien) präsentierten Technologieanbieter Herausforderungen im projektrelevanten Produktportfolio. Speziell in der Konzeptentwicklung und ersten technischen und wirtschaftlichen Potentialabschätzung fehlt es an konkreten Werkzeugen.

In einer Diskussionsrunde wurden folgende entwicklungsrelevante Anforderungen an das CORES-Tool identifiziert:

  • Grobe Potentialabschätzung von Technologiekombinationen
  • Klare Definition notwendiger Daten
  • Berücksichtigung nachvollziehbarer Bewertungskriterien
  • Konzeptvergleich
  • Berücksichtigung Treibhausgasreduktion
  • Darstellung der Stellschrauben zur Konzeptoptimierung
  • Desktop-Umsetzung

Der 3.Stakeholder-Workshop mit Fokus auf Toolentwicklung und konkreten Konzeptstudien ist für Anfang 2022 geplant.

 

Startschuss des Vorzeigeregion Projekts „FlexModul“ zur Entwicklung von kompakten Wärmespeichern auf Basis der Feststoffsorption

Im Mai fand der offizielle Startschuss des Projektes „FlexModul“ als Teil des „GreenEnergyLab“ statt. Gemeinsam mit den Partnern GREENoneTEC, P!NK, TBH Ingenieur und der Energie Steiermark wird das Wissen und Erfahrungen aus österreichischer Forschung und Industrie im Bereich der Sorptionstechnik gebündelt um die vielversprechende Speichertechnologie des Sorptionsspeichers auf die nächstes Stufe der Entwicklung zu bringen. Dabei liegt der Fokus auf der Kostenreduktion, Performance-Verbesserung und Berechnung von möglichen Geschäftsmodellen. Die erzielten Optimierungen der Komponenten sowie des Systems werden in zwei Use-Cases demonstriert. Zum einen, als saisonale Speicherung von Warmwasser und Heizwärme für ein Einfamilienhaus, zum anderen als Power-to-Heat Speicher für mittelfristige Speicherung von Warmwasser und Heizwärme für ein Hotel bzw. Gastronomiebetrieb.

 

Mission Innovation Austria Online-Veranstaltung Dialog in Fokusgruppen
"100% erneuerbare Wärme und Kälte in der Industrie"

Im Rahmen der MIA Online-Veranstaltung Dialog in Fokusgruppen "100% erneuerbare Wärme und Kälte in der Industrie" am 17. Mai 2021, wurden basierend auf der Forschungsagenda der Technologie- und Innovationsplattform für erneuerbares Heizen und Kühlen notwendige Maßnahmen zur konkreten Unterstützung der Weiterentwicklung innovativer Technologien für Produktionsbetriebe thematisiert und mit Vertretern aus Industrie und Forschung diskutiert.

Mag. Silvia Gehrer (i.V. Mag. Dr. Michael Losch, Sonderbotschafter Österreichs für grüne Industrie, BMK) zeigte wie die Erreichung der gesetzten Ziele der Klimaneutralität im europäischen Kontext eingebettet werden. DI Christoph Brunner (AEE INTEC) präsentierte die Schwerpunkte der Forschungsagenda. Umgesetzte Projekte und technologische Umsetzungen für 100% erneuerbares Heizen- und Kühlen und den damit verbundenen F&E-Bedarf zeigten die österreichischen Industriebetriebe Brau Union Österreich AG und AT&S sowie die Technologieanbieter SOLID Solar Energy Systems GmbH (Solarthermie), ecop Technologies GmbH (Wärmepumpe) und Biogest (Biogas).

Am Ende war man sich einig – erneuerbare Technologien sind vorhanden. Allerdings braucht es große Anstrengungen von F&E für deren Weiterentwicklung und Integration in industrielle Energiesysteme, der Nutzung des Potentials von Sektorkopplung und letzten Endes den „Mut zur Veränderung“ in der Industrie. Damit kann das Ziel von 100% erneuerbarer Wärme und Kälte in der Industrie erreicht werden.

Die Präsentationen stehen auf der Mission Innovation Austria Website zum Download zur Verfügung.

 

Webinar aus der Webinarreihe nachhaltige technologien:

Donnerstag, 24.06.2021 von 11:00 bis 12:00 Uhr

Diese Ausgabe der Webinarreihe nachhaltige technologien beschäftigt sich mit dem Thema „Großwärmespeicher“.

Großwärmespeicher – konkret großvolumige Wasserwärmespeicher - sind eine Schlüsseltechnologie für eine 100% erneuerbare Wärmeversorgung von Gemeinden, Städten und großen Industriebetrieben.

Impulsgeber zum Thema:
Entwicklung von großen thermischen Energiespeichern in Dänemark
Per Alex Sorensen / PlanEnergi
gigaTES Großwärmespeicher für erneuerbare Fernwärmesysteme
Samuel Knabl, M.Sc. / AEE INTEC
Tiefbaukonstruktionen für gigaTES Großwärmespeicher
DI Dr. Peter Kremnitzer / PORR Bau GmbH

Moderation: Dr. Wim van Helden / AEE INTEC

 

Eine breite Palette wissenschaftlicher Beiträge von AEE INTEC zur deutsch-
sprachigen Konferenz „Solarthermie und innovative Wärmesysteme 2021„

Entwicklungen und Innovationen auf dem Gebieten der Solarthermie und innovativer Wärmesysteme werden jedes Jahr auf der Konferenz einem breitem Fachpublikum präsentiert. In diesem Jahr war AEE INTEC mit 5 Beiträgen präsent.

Am 29.04. stand die Veranstaltung ganz im Zeichen solarer Prozesswärme (SHIP). Gemeinsam mit Felix Pag (Universität Kassel) zeigte Jürgen Fluch (AEE INTEC) den Nutzen standardisierter Industrie-Lastprofile (Energiebedarf) für Planer, Technologieanbieter und Industriebetriebe. Damit soll ein Werkzeug zur Verfügung gestellt werden, mit dem Konzepte zur möglichen Integration von SHIP identifiziert und in Kombination mit standardisierten Wetter- und Solarstrahlungsprofilen rasch bewertbar sind. Daran wird aktuell im IEA SHC Task 64 gearbeitet.

Am Nachmittag wurde darauf aufbauend gemeinsam mit Mercedes Rittmann-Frank ein Thementisch organisiert. Im Zentrum der Diskussion stand das richtige Marketing der solaren Prozesswärme und was man von anderen erneuerbaren Technologien lernen kann. In der lebhaften Diskussion wurden vor allem neue Ideen und Lösungen angesprochen, die wiederum aktiv in den Task 64 aufgenommen werden.

Der Vortrag von Walter Becke (AEE INTEC) beschäftigte sich mit Monitoring-Ergebnissen einer besonderen Nischenanwendung von Solarthermie - den Trocknungsanlagen mit solaren Luftkollektoren.

Am 30.04 wurden von AEE INTEC drei weiter Vorträge präsentiert.

Wim van Helden (AEE INTEC) zeigte die Ergebnisse des Leitprojektes „giga_TES“, in den Materialien, Baukonzepte, numerische Simulationstechniken und Systemintegration von sehr großem Warmwasserspeicher für erneuerbare Fernwärme und Industrie entwickelt werden.

Samuel Knabl (AEE INTEC) präsentierte die Entwicklung und die Ergebnisse der Demonstration eines saisonalen thermochemischen Solarspeichersystems auf Salzhydratbasis für den Einsatz in Ein- und Mehrfamilienhäusern.

Zum Abschluss präsentierte Veronika Hierzer (AEE INTEC) in ihrem Vortrag interessante Monitoring-Ergebnisse der Systemkombination Bauteilaktivierung und Solarthermie und zeigte das teils noch ungenutzte Potential von Bauteilaktivierung im Bereich Sektor-Kopplung auf.

 

Webinar - Business Venture zu thermischer Energieeffizienz und Solarwärme für industrielle Prozesse

Am Montag, den 19. April 2021, wurde im Rahmen des laufenden UNIDO gef5 Projektes „SHIP Malaysia - Energieeffizienz und solare Prozesswärme in Malaysien“ ein Webinar durchgeführt. Dabei zeigte Jürgen Fluch (Bereichsleiter Industrielle Systeme bei AEE INTEC) gemeinsam mit Vortragenden von Heliac Denmark und Ecoligo Invest GmbH, welche innovativen Finanzierungsmodelle zur Dekarbonisierung des industriellen Wärmebedarfs in Malaysia beitragen können. Organisiert wurde das Webinar von MAEESTA, der UNIDO Project Management Unit vor Ort, moderiert wurde die Online-Veranstaltung von Mohammad Iskandar Majidi (MAEESTA).

Die Herausforderung der solaren Prozesswärme der nächsten Jahre in Malaysien und anderen Ländern wird es sein, technisch und wirtschaftlich sinnvolle Projekte auch ohne Förderung realisieren zu können. Deshalb zeigte das Webinar speziell für Stakeholder aus dem Finanzierungssektor sowie den Bereichen der Energieversorgung und Industriebetriebe, welche Herausforderungen aber vor allem Lösungen es gibt. Ein neues Finanzierungmodell wurde von Jürgen Fluch (AEE INTEC) basierend auf den Ergebnissen des kürzlich abgeschlossenen H2020-Projektes TrustEE (www.trust-ee.eu) gezeigt. Die Basis dafür ist eine standardisierte Projektbewertung (technisch und wirtschaftlich), mit mithilfe derer die TrustEE-Finanzierung Projekte in der Umsetzung unterstützt.

Jakob Jensen (Heliac Denmark) zeigte Möglichkeiten aus Sicht der Technologieanbieter und abschließend wurde von Hr. Thuong Duong in Vertretung von Hr. Martin Baart das Geschäftsmodell der Ecoligo Invest GmbH den interessierten Teilnehmer vorgestellt. Die vielen Fragen am Ende des Webinars zeigten das große Interesse aller beteiligter Stakeholder an sauberen Energieversorgungslösungen in Malaysia.

 

Austria Solar Webinar „Digitaler Energie-Zwilling: Solare Wärmewende in der Industrie“

Am 22.04.2021 organisierte der Verband Austria Solar ein Webinar mit dem Ziel, den digitalen Zwilling ins Zentrum neuer Entwicklungen zur Stärkung der solaren Prozesswärme in Österreich und darüber hinaus zu stellen. Die Energiewende stellt die Industrie vor große Herausforderungen und die Notwendigkeit für tiefgreifende Veränderungen. Diese sind mit großen Unsicherheiten sowohl in der Planung als auch dem Betrieb verbunden. Die Grundlage für fundierte Investitions-Entscheidungen fehlt.

Ein modernes Planungsinstrument soll solche Bedenken zukünftig schnell aus dem Weg räumen. Jürgen Fluch (Bereichsleiter Industrielle Systeme bei AEE INTEC) arbeitet aktuell mit einem multidisziplinären Projektteam an der Entwicklung des sogenannten digitalen Energie-Zwillings.

Durch die Überführung der Realität in ein virtuelles Spiegelbild können innovative Ideen, neue Technologien und Optimierungsansätze ohne direkte Auswirkungen auf die Realität der industriellen Produktion ausprobiert werden. Das Risiko realer Umsetzungen kann so minimiert und die Betriebe unterstützt werden. Im Webinar zeigte Jürgen Fluch die aktuellen Forschungen und erste Ergebnisse, die gemeinsam mit den Partnern des Projektes DigitalEnergyTwin schon erreicht wurden. Für die solare Prozesswärme bietet diese Methode eine neue Möglichkeit, die wichtige Rolle in der Dekarbonisierung einzunehmen, die auch von ihr gefordert wird. Aktuell wird an Modellen für die Solarthermie in der Simulationsumgebung gearbeitet, wie in der Präsentation gezeigt wurde. Die Diskussion am Ende des Projektes zeigte das Interesse der Branche an den entwickelten Lösungen.

 

Projektstart des Branchen Forschungsprojekts: Digitaler Gebäudezwilling - BIM-basierte offene Plattform für Monitoring, Evaluierung und Optimierung des Gebäudebetriebs

Ziel des Projekts, ist die Entwicklung einer BIM-basierte Gebäudebetriebsplattform, um GebäudeeigentümerInnen und BetreiberInnen einen besseren Einblick in die Echtzeit-Gebäudeperformance während des gesamten Lebenszyklus des Gebäudes zu ermöglichen. Dabei liefert das Projekt eine 7D-BIM Plattform für BauherrenInnen, PlanerInnen und BetreiberInnen in dem digitale Gebäudezwillinge Ausgangspunkt und Zentrum für innovative BIM-workflows, Designoptimierung am virtuellen Gebäudezwilling sowie Betriebsoptimierungen und Fehlererkennung auf Basis der Kopplung des BIM-Standards mit Betriebsdaten aus klassischen BUS-Systemen oder Internet Of Thing(IOT)-Sensorik.

ProjektpartnerInnen:

 

Staatspreis Architektur und Nachhaltigkeit 2021

Die Ausschreibung zum Staatspreis Architektur und Nachhaltigkeit ist gestartet. Bis 31.05.2021 können Projekte eingereicht werden. Auslober ist das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) im Rahmen seiner Klimaschutzinitiative klimaaktiv.

Alle Informationen finden Sie unter www.klimaaktiv.at/staatspreis.

 

KEM - Leitprojekt „Quick BIO-NET“ präsentiert Analyse-Tool für Wärmenetze

Klima- und Energie-Modellregions-ManagerInnen erhalten neues Beratungswerkzeug

Im Leitprojekt „Quick BIO-NET“ wurde ein Quick-Check-Tool zur Erstanalyse von Nahwärmenetzen erstellt. Dieses Tool ermöglicht ein einfaches Benchmarking und die Feststellung des Status Quo von Nah- oder Fernwärmenetzen. Durch die Eingabe von wenigen Parameter des Heizwerkes werden die verschiedenen Möglichkeiten analysiert, wie neue erneuerbare Energietechnologien - z.B. Solarthermie, Photovoltaik, Pufferspeicher, Kraft-Wärme-Kopplung, oder auch Abwärme aus Industrie und Gewerbe eingebunden werden können. Die Ergebnisse des Tools bilden die Grundlage für Entscheidungen zur Weiterentwicklung und Optimierung des Heizwerks. Im Projekt wurden dazu Fallbeispiele aus den beteiligten Klima- und Energie- Modellregionen berechnet und teils auch schon in der Umsetzung dokumentiert.

Die Klima- und Energie-Modellregions-ManagerInnen bekommen mit dem Quick-Check-Tool ein Werkzeug in die Hand, welches erste Antworten zu Fragestellungen wie, Wirtschaftlichkeit des Gesamtsystems, Winter- und/oder Sommerbetrieb mit solarer Einbindung, Pufferspeicher, PV, KWK, etc. oder auch den Netzausbau liefert. Dies bildet die Grundlage für eine Grundsatzentscheidung und eine weitere detaillierte Planung!

Das Projektteam - bestehend aus AEE INTEC, dem Innovationszentrum Weiz, der KEM Energiekultur Kulmland, der KEM Holzwelt Murau und der KEM Naturpark Almenland – wurde im Rahmen des Klima- und Energiefonds gefördert.

Weitere Informationen

Projektkoordinator
Mag. Martin Auer, Klima- und Energie-Modellregion „Klimafreundlicher Naturpark Almenland“ www.almenland.at/kem

Projektleiterin
DI Carina Seidnitzer-Gallien

Auftraggeber
Klima- und Energiefonds

Projektpartner
AEE - Institut für Nachhaltige Technologien (AEE INTEC)
Innovationszentrum Weiz, https://www.innovationszentrum-weiz.at/
KEM Energiekultur Kulmland, https://www.kulmland.com/
KEM Holzwelt Murau, https://www.holzweltmurau.at/

 

AEE INTEC gewinnt gemeinsam mit internationalen Partnern die Helsinki Energy Challenge

Helsinki strebt an, eine der führenden Städte beim Übergang in eine nachhaltige Zukunft zu sein, mit dem Ziel, bis 2035 CO2-neutral zu werden. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Stadt im Februar 2020 beschlossen, einen Wettbewerb auszuschreiben – die Helsinki Energy Challenge –, um die Herausforderung anzunehmen, ihr Wärmenetz nachhaltig zu dekarbonisieren. Am Dienstag, den 16. März, wählte eine internationale Jury vier Gewinner aus, darunter als Erstplatzierten von insgesamt mehr als 250 Einreichungen das europäische Team HIVE (Hyvä bedeutet "gut" auf Finnisch) aus. HIVE besteht aus dem international tätigen Konzern ENGIE (FRA) und seiner Tochtergesellschaft Storengy (FRA), dem finnischen Solarkollektorhersteller SAVOSOLAR (FIN), den Technical Consultants von NEWHEAT (FRA) und PLANENERGI (DK) sowie AEE INTEC.

HIVE schlägt eine Lösung für die Stadt Helsinki vor, die ein Ende der Kohleverbrennung bis 2028, keine Verbrennung von fossilen Brennstoffen über 2035 hinaus und eine Reduzierung der Nutzung von Biomasse auf 50 % des Bedarfs bis 2024 vorsieht. Diese Lösung, die sowohl auf bewährten als auch innovativen Lösungen basiert, sieht eine Kombination von Meerwasser-Wärmepumpen, Solarthermie, Elektrokesseln und Großwärmespeichern vor, um Fernwärme nachhaltig und effizient bereit zu stellen. Dieses gemischte Anlagenportfolio aus ausgereiften Technologien erhöht die Zuverlässigkeit des Systems zusätzlich. Ferner tragen Optimierungs- und Digitalisierungsmaßnahmen dazu bei, dass das Gesamtsystem effizienter betrieben werden kann und Flexibilität sowohl im Betrieb als auch in der Planung vorhanden sind. Dieser Plan wird die Treibhausgasemissionen um 78 % reduzieren und entspricht damit den Zielen von Helsinki. Durch die Umsetzung des Plans über die nächsten 15 Jahren wird die lokale Wertschöpfung gesteigert und lokale Arbeitsplätze geschaffen.

Diese Lösung war nur möglich durch die gute und enge Zusammenarbeit von kompetenten Industriepartnern wie ENGIE und der Innovativität und fachlicher Expertise von Forschungspartnern wie AEE INTEC, das auch Mitglied in der ACR (Austrian Research Cooperation) ist. Hierzu Ingo Leusbrock, Bereichsleiter „Städte & Netze“ bei AEE INTEC: "Die Zusammenarbeit in HIVE für die Helsinki Energy Challenge war für uns eine spannende Herausforderung, wo wir alle Facetten der Dekarbonisierung in einer Stadt abdecken mussten und dabei sowohl Innovation als aus Wirtschaftlichkeit adressiert haben. Unser Team war eine hervorragende Kombination aus Einzelpersonen und Organisationen mit umfangreicher Erfahrung im Energiesektor und in Entwicklung komplexer Fernwärme- und Fernkälteprojekte und für diesen Erfolg maßgeblich. Mit unserer Erfahrung und Expertise im Bereich der innovativen Fernwärmeversorgung konnten wir einen wichtigen Beitrag zu einer wirklich gelungenen Gesamtidee beitragen. Wir freuen uns sehr darauf, zu sehen, wie Helsinki eine Kombination aus dem Masterplan von HIVE und den Plänen der anderen Preisträger in die Praxis umsetzt. Wir würden uns freuen, die Reise mit der Stadt fortzusetzen, indem wir uns an der Umsetzung beteiligen."

Die Helsinki Energy Challenge war mit insgesamt 1 Million Euro dotiert, die Preissumme für den 1. Platz für das HIVE-Konsortium beträgt 350000 Euro. In den nächsten Wochen und Monaten wird das HIVE-Konsortium zusammen mit der Stadt Helsinki und dem dortigen Energieversorger über eine Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen diskutieren und diese Ideen weiter vorantreiben.

Kontakt:
AEE - Institut für Nachhaltige Technologien
A-8200 Gleisdorf, Feldgasse 19
Tel.: +43 (0)3112 5886-261
Mobil: +43 (0)664 1012851
E-Mail: i.leusbrock@aee.at

 

CRAVEzero - Erfolgreicher EU Horizon 2020 Projektabschluss

Gebäudeplaner*innen, Architekt*innen und Bauwirtschaft stehen ab 2021 durch die EU-Richtlinie zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (2018/844) vor der Aufgabe, kostenoptimierte Gebäude mit minimalem Energiebedarf zu realisieren. Die Technologien für nahezu Null-Energiegebäude (nZEBs) sind heute weitgehend verfügbar.

Im Projekt »CRAVEzero« arbeitete ein Konsortium von neun Partnern aus Forschung und Industrie aus fünf europäischen Ländern daran, Planungs- und Bauprozesse zu beschleunigen, effiziente Technologien und erneuerbare Energien optimal in die Gebäude zu integrieren, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und die Kosten zu reduzieren.
Der Fokus des Projekts lag auf der Betrachtung der Kostenstrukturen über den gesamten Lebenszyklus von Gebäuden – vom Entwurf, über Planung, Bau und Betrieb bis zum End-of-Life.

Bestandteile des Pinboards sind:

  • Lebenszykluskostenanalysetool
  • nZEB-Kostendatenbank und Tool zur Optimierung und Kostensenkung von nZEBs
  • Benchmarks von realisierten nahe Null- und Plusenergiegebäuden in Europa
  • Informationen zu Geschäftsmodellen und zur Geschäftsmodellentwicklung
  • Tool zur Prozessoptimierung (über den gesamten Lebenszyklus)
 

EUREMnext - Energiedatenmanagement und -audits

Am 16.März 2021 fand das deutsche Fachforum „Betriebliche EnergieManager im Austausch“ statt, dieses Jahr im Rahmen des EU-Projektes „EUREMnext“ in Kooperation mit dem EUREM-Netzwerk und dem IHK-AnwenderClub „Energie - Klima“.

Energiedaten sind die Basis funktionierender Energiemanagementsysteme. Sie sind notwendige Voraussetzung für Stärken- / Schwächenanalysen, für Maßnahmen zur Optimierung bis hin zu betrieblichen Energieaudits. Jürgen Fluch, Bereichsleiter bei AEE INTEC, zeigte in seinem Vortrag die Hürden von Energieaudits auf, und mit dem Energy Audit Support Tool auch eine Möglichkeit, diese zu überwinden. Im Rahmen des H2020-Projektes EUREMnext wurde dieses Tool weiterentwickelt und ist mittlerweile für eine breite Palette an Industriebetrieben und -sektoren anwendbar. Dabei werden konkrete Optimierungsmaßnahmen aufbauend auf einer fundierten Analyse des Ist-Standes als Energiemanagement-light identifiziert und bewertet. 85 Teilnehmer zeigten das hohe Interesse an den Herausforderungen für die Industrie und deren Rolle bei der Erreichung der gesetzten Klimaziele.

 

KooWo – Wohnbauprojekt mit Vorbildcharakter für den ländlichen Raum

Mit dem Projekt „KooWo“ (Kooperatives Wohnen) und dem dazugehörigen Forschungsprojekt „KooWo Volkersdorf“ wurde ein Demonstrationsprojekt geschaffen, das zur Nachahmung animieren soll. Das Ziel war die Verschiebung der individuellen Systemgrenze hin zu einem kollektiven Lebensraum. Die gemeinsame Nutzung der Infrastruktur, des Wärmeverbunds, der Stromerzeugung, der Werkstätten, des Fahrzeugparks und der Anbauflächen generiert einen persönlichen und gesellschaftlichen Mehrwert. Im Kollektiv erfolgte sogar die Entwicklung der Wohnanlage. In zahlreichen Workshops mit den zukünftigen BewohnerInnen wurden die Architektur und die energetischen sowie ökologischen Ziele der Wohnanlage entwickelt.

Eine wissenschaftliche, qualitätssichernde Begleitung der Bauphase, sowie Monitoring des laufenden Betriebs dienen der Optimierung und Überprüfung der Zielvorgaben. Ein eigens entwickeltes Energiemanagementsystem stellt sicher, dass die Energie der PV-Anlage so gut wie möglich genutzt wird.

 

Workshop –Experimentelle Analyse, Simulation und Regelung von Absorptionswärmepumpen/-kältemaschinen

Im Rahmen des Forschungsprojektes HPC (heat pumping system control) findet am 09.04.2021 ein kostenloser Workshop zur Präsentation der aggregierten Ergebnisse statt.

Durch die vermehrte Einbindung von Absorptionswärmepumpen und Kältemaschinen in bestehende und zukünftige Energiesysteme des Kälte- und Wärmesektors kann der Anteil erneuerbarer Energien deutlich gesteigert werden. Um dies erfolgreich umsetzen zu können, müssen die Betriebsstrategien und Regelungen dieser Systeme jedoch in der Lage sein, auch mit dynamischen und stark variierenden Betriebsbedingungen umgehen zu können. Dieser Herausforderung hat sich das von der FFG geförderte Projekt HPC (heat pumping system control) gewidmet. Im Rahmen des Workshops sollen die Ergebnisse und deren Nutzen für die Praxis präsentiert und diskutiert werden. Der Workshop findet in deutscher Sprache statt. Mehr zu dem vom Klima und Energiefonds geförderten Projekt finden Sie hier.

WANN: Fr. 09.04.2021, 09:00 –12:00 Uhr

WO: online

ANMELDUNG: (kostenlos) bis 08.04.2021 HIER

Kontakt und Fragen: Christoph Rohringer
c.rohringer@aee.at bzw. +43-3112-5886-662