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Null-Heizenergiehaus Nader

Die Wärmeversorgung des als Niedrigenergiehaus ausgeführten Gebäudes erfolgt ausschließlich über passive und aktive Sonnenenergienutzung.

Dass es möglich ist, die Wärme in großen Wasserspeichern vom Sommer in den Winter zu speichern und so ihren Heizenergiebedarf ausschließlich mit Sonnenenergie zu decken, zeigen einige in den vergangenen Jahren realisierte Gebäude. Das erste Null-Heizenergiehaus in Österreich (Heizlast nach ÖNORM B 8135: 4 kW) wird aus einem 75 m³ fassenden Saisonspeicher mit Wärme versorgt. 85 m² Kollektorfläche übernehmen die Ladung des Speichers. Die architektonischen und baulichen Planungsarbeiten wurden vom Büro Hegedys/Haas, die Planung der energietechnischen Anlagen von der AEE INEC durchgeführt. Das Gebäude wird seit Sommer 1997 von der vierköfpigen Familie Nader bewohnt.

Im Rahmen des gegenständlichen Projektes wurden am Wärmeversorgungssystem sowie am Gebäude – in enger Kooperation mit dem Institut für Wärmetechnik der TU Graz – über zwei Messperioden detaillierte messtechnische Untersuchungen durchgeführt. Sowohl die Wärmeversorgung im Winter 1997/98 wie auch im Winter 1998/99 stellte für das System keine ernsthafte Belastungsprobe hinsichtlich der Erreichung einer 100 prozentigen solaren Deckung des Wärmebedarfs dar. Die Speichertemperaturen haben in diesen Jahren am Ende der Heizperiode 60°C nicht unterschritten, was bei einer konstanten winterlichen Raumtemperatur von 20°C von vorhandenen Reserven zeigt. Auch das Warmwasser konnte über einen externen Wärmetauscher im Durchflussprinzip im Betrachtungszeitraum zur vollsten Zufriedenheit der Bewohner bereitgestellt werden. Bedenkt man, dass die Trinkwasserversorgung bei Niedrig-energiehäusern in Verbindung mit Niedrigtemperaturheizsystemen (in diesem Fall Wand- und Fußbodenheizung) der Verbraucher mit dem höchsten Temperaturniveau ist, kann von einem guten Wärmehaushalt und Speichermanagement gesprochen werden. Im Verband demonstrieren Gebäudekonzept, Wärmever-sorgungssystem und Benutzer die Leistungsfähigkeit des Null-Heizenergiehauses.


Auftraggeber

Dachverband der Arbeitsgemeinschaft ERNEUERBARE ENERGIE.

Projektpartner

Institut für Wärmetechnik an der TU Graz, Graz, Österreich.

Publikationen

Einfamilienhaus Nader – Heizen mit der Sonne zu 100%

erneuerbare energie, Zeitschrift für eine nachhaltige Energiezukunft, 1997-1, Gleisdorf 1997 (5 Seiten), C. Fink, H. Hegedys

Betriebsergebnisse der ersten Heizperiode des Nullheizenergiehauses Nader

Tagungsbeitrag Achtes Symposium Thermische Solarenergie, Staffelstein, Deutschland, 1998 (6 Seiten), W. Streicher, M. Koch, C. Fink

Status

abgeschlossen