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ökosan – Die Modernisierungsinitiative Oststeiermark

Dramatisch steigende Energiepreise und der zukünftig im Rahmen der EU-Gebäuderichtlinie erforderliche Energieausweis machen es deutlich: Die umfassende energetische Modernisierung des Gebäudebestandes ist eine sinnvolle und notwendige Investition in die Zukunft. Zur breiten Umsetzung bedarf es hier neuer Instrumente, wie beispielsweise einer Kombination aus umfassender Informations- und Beratungsleistung sowie ökologisch orientierten Förderinstrumenten.

Eine Reihe von überzeugenden Argumenten spricht für die qualitativ hochwertige und nachhaltige Sanierung des derzeitigen Gebäudebestandes. Trotzdem fehlt es aber an realisierten Projekten, die die Vorteile in der praktischen Umsetzung zeigen und die daraus resultierende Aufwertung unseres Wohn- und Arbeitsumfeldes auch „begreifbar“ machen.

Aus diesen Gründen wurde unter der Projektkoordination der AEE im Jahr 2005 die Modernisierungsinitiative ökosan ins Leben gerufen.

Was war das Ziel von ökosan?

Das zentrale Ziel der Initiative war es, großvolumige Gebäude in der Oststeiermark durch hochwertige, ganzheitliche Modernisierungskonzepte energieeffizient und nachhaltig zu sanieren.

Was waren die Leistungen von ökosan?

Die Initiative ökosan bot durch umfassende Leistungspakete eine Unterstützung der Bauverantwortlichen. Die Beratungsleistungen reichten von der Analyse des Gebäudebestandes über die Ausarbeitung von Modernisierungsvarianten bis zum Monitoring des ersten Betriebsjahres und einer Evaluierung der durchgeführten Sanierungsmaßnahmen.

Bewusstseinsbildung und Öffentlichkeitsarbeit

Gleichzeitig gab es im parallel laufenden INTERREG IIIA-Projekt ökosan-net umfangreiche Informations- und Know-how-Transfer-Veranstaltungen und zahlreiche Aktivitäten im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit. Die Ausrichtung des internationalen Symposiums zur nachhaltigen energetischen Gebäudesanierung „ökosan´09“ findet seine Wurzeln in der 2005 abgehaltenen Startveranstaltung ökosan´05 und kann mittlerweile alle 2 Jahre über 400 ExpertInnen aus über 10 Nationen in Weiz begrüßen.

Projektergebnisse

Die umfassenden Beratungsleistungen für EntscheidungsträgerInnen und Bauverantwortliche brachten folgende Ergebnisse:

  • 40 großvolumige Gebäude in der Oststeiermark wurden erhoben und untersucht (entspricht ca. 90.000 m2 Bruttogeschoßfläche)
  • 18 hochwertige Modernisierungsobjekte (fertig gestellt bzw. noch in der Umsetzungsphase) bedeuten 45.000 m2 modernisierte Bruttogeschoßfläche und zeigen:

    - Im Schnitt minus 70% Heizwärmebedarf und minus 75% CO2-Emissionen
    - Insgesamt eine Reduktion von 410.000 kg an CO2 – Emissionen jährlich
    - Eine nachhaltige Steigerung der Wohn- und Arbeitsqualität
    - Eine Abwendung von fossilen Brennstoffen hin zu erneuerbaren Energieträgern

Zusätzlich zu den konkreten Projektzielen wurden wesentliche Impulse gesetzt zur:

  • Bewusstseinsbildung für einen Qualitätsstandard in nachhaltigen Gebäudemodernisierung
  • Etablierung der Oststeiermark als Themenführerin in der nachhaltigen Gebäudemodernisierung

Resümee

Die Abschlussveranstaltung und Präsentation der Projektergebnisse fand am 18. Nov. 2009 im Rahmen des „Strategieforums“ der AEE INTEC im Glockenspielhaus in Graz statt. Unter dem Thema „Sanierungsoffensive im Gebäudebestand: Wirtschaftlichkeit und Qualität - ein Widerspruch?“ wurden die Erfahrungen aus dem Projekt zum Anlass genommen, über das Spannungsfeld Qualitätssicherung und Wirtschaftlichkeit bei der hochwertigen Modernisierung mit den anwesenden ExpertInnen zu diskutieren.

Außerdem gestaltete die AEE INTEC eine Broschüre mit 16 der erfolgreichen Umsetzungsbeispiele, die Verantwortliche von großvolumigen Bauten und EntscheidungsträgerInnen zu hochwertigen Modernisierungen ermutigen und motivieren soll.


Auftraggeber

Land Steiermark, Abt. 3 – Wissenschaft und Forschung
Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend, Sektion III Wohnbauforschung

Weitere AuftraggeberInnen
Land Steiermark, A 15 – Wohnbauförderung
Land Steiermark, FA 19D Abfall- und Stoffflusswirtschaft
WinBAU – Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit
NOEST – Netzwerk Öko-Energie Steiermark
Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft im Rahmen der Klimaschutzinitiative klima:aktiv

SponsorInnen
Wirtschaftskammer Steiermark - Landesinnung Bau
Bank Austria Creditanstalt

AluKönigStahl GmbH
gap-solar GmbH
STO Ges.m.b.H.
Steirische Gas-Wärme Ges.m.b.H.

Projektpartner

W.E.I.Z – Weizer Energie- und Innovationszentrum
Arch. Büro Kaltenegger
IG Passivhaus Steiermark – Burgenland

Publikationen