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SFG Machbarkeitsstudie ROTOFRANK
MD-to-Market

Ziel des Projekts „MD-to-Market“ ist es ausgehend von den Erkenntnissen des abgeschlossenen Forschungsprojektes „Galvano-MD“ die Basis für eine Realisierung einer ersten großtechnischem Membrandestillationsanlage (MD) in der Galvanikindustrie zu entwickeln.

Betrachtet man den Industriezweig der Metalloberflächenbehandlung (Galvanotechnik), so findet man entlang des Fertigungsprozesses besonders energie- und ressourcenaufwendige Arbeitsschritte. Ein Beispiel dafür stellt das Spülen der Werkstücke dar. Dabei entstehen große Mengen an mit Galvanikbestandteilen „verunreinigtem“ Abwasser.

Mangels effizienter Rückgewinnungstechnologien werden diese Abwässer derzeit ungenutzt verworfen bzw. müssen aufwändig und mit erheblichem Energieeinsatz gereinigt werden.

Im Projekt „Galvano-MD“ wurde gezeigt, dass die MD-Technologie zur Aufkonzentrierung von Flüssigkeiten und zur Rückgewinnung von Galvanikbadinhaltstoffen sehr gut geeignet ist und hohe Konzentrationen ohne messbaren Leistungsverlust erreicht werden können. Zudem wurde nachgewiesen, dass das durch die Membran abgeschiedene Klarwasser (Permeat) frei von Galvanikbad-Wirkstoffen ist und somit wiederum in den Prozess zurückgeführt und neuerlich als Spülwasser Wiederverwendung finden kann.

Die Ergebnisse des Projektes Galvano-MD verdeutlichten eindrucksvoll das beträchtliche wertstoffliche, energetische und finanzielle Potential des entwickelten Konzeptes. Das Membrandestillationsverfahren kann prinzipiell überall dort wo die Entsorgung/Behandlung von hoch belasteten Galvanikspülwässer Probleme verursacht sinnvoll Anwendung finden.

 

Auf Grundlage der Erkenntnisse des abgeschlossenen Forschungsprojektes Galvano-MD“ ist die Entwicklung einer ersten großtechnische MD-Anlage angestrebt. Das Projekt „MD-to-Market“ sieht vor, die bestehende Lücke zur industriellen großtechnischen Umsetzung zu schließen.

Folgende noch wesentlichen technische Fragestellungen sind im Rahmen des Projektes zu beantworten:

  • Automatisierung der Analge und Synchronisieren mit dem Galvanikprozess – Welche Schlüsselindikatoren und Regelparameter braucht es um einen synchronisierten Betrieb zwischen MD-Anlage und Galvanikstraße zu erreichen?
  • Verhalten der Anlage und Betriebsführung im Dauerbetrieb - Wie kann ein vollautomatisierter Betrieb ablaufen um den Kontrollaufwand auf die tägliche Sichtkontrolle zu begrenzen?
  • Wiedereinsetzbarkeit der rezirkluierten Passivierungsflüssigkeit – Wie verhält sich die Korrossionsbestädigkeit der Werkstücke durch behandlung mit der Rückgewonnen Passiveierungsflüssigkeit?
  • Auswirkung der MD-Integration auf die Standzeit des Wirkbades – Inwiefern wird die Standzeit des Passivierungsbades durch die MD verlängert?
  • Standhaftigkeit der Membranmodule im Langzeit-/Dauerbetrieb – Wie verhält sich das Real-Scale MD-Plattenmodul im Dauerbetrieb?
  • Energetische Integration der MD-Anlage – Welche nutzbare Abwärme zur Bereitstellung des thermischen Energiebedarfs steht zur Verfügung? Wie kann die Integration in den direkten Betrieb erfolgen?
Portrait Christian  Platzer, MSc

Projektleiter

DI (FH) Christian Platzer, MSc

Auftraggeber

SFG Förderungsaktion Ideen!Reich

Projektkoordination

Rotreat Abwasserreinigung GmbH

Status

abgeschlossen