Zum Inhalt springen (ALT+1) Zum Hauptmenü springen (ALT+2) Zur Suche springen (ALT+3) Zum den Quicklinks springen (ALT+4)

SolarGrids

Solarenergie und Wärmenetze: Optionen und Barrieren in einer langfristigen, integrativen Sichtweise

In diesem Projekt wird eine Analyse der Solarthermie-Einspeisung für repräsentative österreichische Energieversorgungsnetze durchgeführt. Dynamisch bis 2050 wirkende wechselseitige Effekte mit Gebäudesanierung, sowie einer dezentralen Wärme- und Stromversorgung werden modelliert. Die Ergebnisse werden internationalen Fallstudien gegenübergestellt und daraus politische Handlungsoptionen abgeleitet. Dies geschieht unter intensiver Einbeziehung der Fernwärmebranche.

Durch Nah- und Fernwärme werden österreichweit bereits heute rund 20 % des gesamten Raumwärmebedarfs gedeckt. Dies könnte ein entsprechendes Entwicklungspotenzial für die Integration der Solarthermie eröffnen. Das Spannungsfeld zwischen insbesondere in Innenstädten vorhandenen Wärmenetzen mit hocheffizient erzeugter Wärme (etwa aus Müllverbrennungs- oder Kraft-Wärme Kopplungsanlagen) und zusätzlicher solarer Wärme, die tendenziell zu Zeiten mit Wärmeüberschuss zur Verfügung steht, bedarf dabei ebenso einer detaillierten Betrachtung wie die geänderten Rahmenbedingungen, die sich in den kommenden Jahren und Jahrzehnten im Zuge der Transformation des Energiesystems ergeben könnten.

Die zentrale Fragestellung dieses Projekts ist:

  • Welche Optionen bieten sich für die Integration von Solarthermie in Wärme- und Kältenetze in einem zukünftigen, transformierten, low-carbon Energiesystem? Konkret stehen dabei folgende Aspekte im Vordergrund:
  • Welche Rolle spielen die sinkenden Wärmedichten aufgrund steigender thermischer Gebäudequalität?
  • Welche Auswirkungen ergeben sich durch einen geänderten Stromerzeugungsmix, der hinsichtlich der künftigen Rolle der Kraft-Wärme-Kopplung in Zusammenhang mit einem höheren Anteil von Photovoltaik- und Windstrom von Relevanz ist?

Basierend auf einer umfassenden Beschreibung und Typologisierung von österreichischen Fernwärmenetzen unterschiedlichster Größe und Struktur erfolgt zuerst eine technische, modellgestützte Analyse möglicher Optionen zur Solarthermie-Einspeisung in unterschiedliche Typen von Fernwärmenetzen auf Basis der Simulationstools TRNSYS und SIMPLEX. Darauf aufbauend werden die Effekte auf und Wechselwirkungen mit dem Wärmemarkt sowie der Stromversorgung integriert mit einem bottom-up-Modell des österreichischen Gebäudebestands und der Wärmenetze sowie einem Optimierungsmodell des österreichischen Stromsystems modelliert, unter Berücksichtigung sowohl kurz- als auch mittel- und langfristiger Aspekte bis 2050. Die Ergebnisse werden internationalen Fallbeispielen vergleichend gegenübergestellt und Geschäftsmodelle analysiert. Schließlich werden politische Handlungsoptionen abgeleitet. Integraler Bestandteil des Projekts ist ein intensiver Austausch mit Fernwärmebetreibern und Entscheidungsträgern.

Koordination:
TU-Wien www.tuwien.ac.at
Energy Economics Group www.eeg.tuwien.ac.at

Weitere Informationen zum Projekt finden sie unter: www.eeg.tuwien.ac.at

www.eeg.tuwien.ac.at


Projektleitung

DI Franz Mauthner, M.Sc.

Auftraggeber

Klima- und Energiefonds www.klimafonds.gv.at

Projektpartner

TU-Graz, Institut für Wärmetechnik   www.iwt.tugraz.at
Pink GmbH, Langenwang   www.pink.co.at

Status

abgeschlossen