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Systemische Siedlungssanierung im sozialen Wohnbau

Dieses Projekt behandelt eine umfassende Sanierung einer Siedlung des sozialen

Wohnbaus aus den 1960er Jahren in einer strukturschwachen Region. Dabei geht es um eine Optimierung aller Teilbereiche, die Wohnen umfassen, mit einem systemischen Sanierungsansatz im interdisziplinären Team.

Ausgehend von der Frage nach den Möglichkeiten von Sanierungen im sozialen Wohnbau konnte in dieser Studie gezeigt werden, dass dies nicht unabhängig von zusammenhängenden Bedingungen erfolgen kann. Der methodische Ansatz einer systemischen Vorgehensweise erlaubte es, unterschiedliche Dimensionen interdisziplinär zu vereinen und optimale Lösungen zu entwickeln. Ein Optimum bezeichnet hierbei den Ausgleich unterschiedlicher Interessenslagen relevanter Anspruchsgruppen und politischer Handlungsoptionen, sowie die Initiierung diesbezüglich vorteilhafter Veränderungsprozesse.

Innovation bezieht sich in der ersten Stufe der vorgeschlagenen Sanierung der Europasiedlung nicht auf den Bereich der Baumaterialen oder der Energietechnik aufweist sondern auf den systemischen Prozesscharakter der Herangehensweise an die Thematik. So ist davon auszugehen, dass diese Siedlung ohne vorliegender Studie einer Sanierung gemäß dem Steiermärkischen Wohnbaugesetz zugeführt worden wäre. Wie jedoch gezeigt werden konnte, hätte dies zu negativen Effekten sowohl auf der Mikro- als auch auf der Makroebene geführt: Durch steigende Wohnkosten kommt es zu einer verstärkten Abwanderung, wodurch sich die Leerstandszahlen erhöhen und private als auch öffentliche Gelder, bei knappen Budgets, ineffizient investiert worden wären. Des weiteren wurde im Zuge der Beschäftigung in Eisenerz evident, dass singuläre Vorgehensweisen einzelner Wohnbauträger zu keiner Lösung der Gesamtsituation in Eisenerz führen können. Deshalb wäre es äußerst sinnvoll, für zukünftige Sanierungen in Eisenerz, eine Erhebung über den Wohnungsmarkt und Bedarf durchzuführen. Erst wenn diese Ergebnisse vorliegen, ist es sinnvoll und möglich, über die weitere Vorgehensweise in der Europasiedlung zu entscheiden. Um daraus resultierende Nachteile für die jetzigen BewohnerInnen zu vermeiden, werden bestimmte Mängel umgehend saniert um dabei eine Nachhaltigkeit in allen Dimensionen zu gewährleisten:

· Soziale Nachhaltigkeit: Minimierung der Erhöhung von Wohnkosten bei einer Sanierung.

· Ökonomische Nachhaltigkeit: Durchführung solcher Maßnahmen, die eine Grundlage für weitere Sanierungsvorhaben darstellen und keine diesbezüglichen Redundanzen aufweisen.

· Ökologische Nachhaltigkeit: Durchführung solcher Maßnahmen, die im Verhältnis zur Investition die höchste Reduktion vom Energieverbrauch ermöglicht.

Diese Vorgehensweise wurde den BewohnerInnen im Zuge einer Informations-Veranstaltung präsentiert und ist in dieser Gruppe auf weitgehende Akzeptanz gestoßen. Insgesamt konnte durch diese Studie gezeigt werden, wie ein systemisches Optimum bei Sanierungsvorhaben sowohl auf der Mikro- als auch auf der Makroebene erzielt werden kann. Diese Kriterien sind auch auf sonstige Sanierungsvorhaben im gesamten Bundesgebiet anzuwenden.


Auftraggeber

Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (http://www.hausderzukunft.at/)

Projektpartner

Nussmüller Architekten ZT GmbH

SCAN - Agentur für Markt- und Gesellschaftsanalytik

Status

abgeschlossen