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Wärmerückgewinnungsanlage in der Ottakringer Brauerei

Die AEE INTEC hat für die Ottakringer Brauerei ein umfassendes Energieoptimierungskonzept entwickelt. Neben der Integration einer großsolarthermischen Anlage in das bestehende Heißwassernetz wurde auch die Wärmerückgewinnung aus einer Kältemaschine konzipiert (Konzepterstellung, basic engineering, Förderansuchen) und die Umsetzung begleitet.

Die Brauerei in Ottakring produziert im Jahr rund 740.000 hl Bier. Der jährliche Energiebedarf der Brauerei beläuft sich auf rund 16.000 MWh.

Am Standort Ottakring wird schon seit einigen Jahren erfolgreich an der Verbesserung der Energieeffizienz des Produktionsprozesses gearbeitet. Die Maßnahmen zur Wärmerückgewinnung werden einen entscheidenden Beitrag zur betrieblichen CO2 Einsparung leisten.

Die Energieversorgung erfolgt derzeit über einen erdgasbefeuerten Dampfkessel über ein Dampfnetz und ein Heißwassernetz (~120°C).

Im Rahmen einer weiteren energetischen Optimierung entwickelte AEE INTEC ein Konzept für die Integration einer Wärmerückgewinnungsanlage zur Unterstützung des Warmwassernetzes.

Konkret wurde die Versorgung des bestehenden Warmwassernetzes durch eine Integration von Abwärme von den Kältemaschinen ergänzt. Damit erreicht man eine Substitution der Energieversorgung mit Erdgas. Durch die erfolgreiche Umsetzung kann von einer sehr guten Multiplizierbarkeit der Maßnahme auf andere Brauereien ausgegangen werden.

In der Regel werden in der Brauerei Ottakringer ca. 1.900 MWh Energie benötigt um die jährliche benötigte Warmwassermenge von 25.000 m³ von 15°C auf 80°C zu erhitzen. Mit Hilfe der Wärmerückgewinnung werden so pro Jahr etwa 335 MWh an Dampf (bzw. 420 MWh an Erdgas, bei einem Systemwirkungsgrad von 80%) eingespart. Jährlich werden so in Zukunft 84 Tonnen an CO2 (250 tCO2/GWhErdgas[1])durch die Umsetzung  vermieden.

Da der Brauprozess selbst nur Montag bis Donnerstag und die Abfüllung  von Montag bis Freitag in Betrieb ist, wird für eine effizientere Nutzung der Wärmerückgewinnung überschüssige Energie an Wochenenden dafür verwendet, um in einem zusätzlichen Warmwassertank gespeichert zu werden. Für die Wärmerückgewinnungsanlage selbst ist ein Pufferspeicher mit einem Volumen von 30 m³ ausreichend.

Damit die Abwärme der Kältemaschine effizient genutzt werden kann ist eine Zwischenspeicherung des durch die Abwärme erzeugten Warmwassers in einem Puffertank von 30 m³ Fassungsvermögen notwendig. Das erzeugte Warmwasser kann nämlich durch den alternierenden Betrieb des Sudhauses nicht sofort genutzt werden und muss zwischen den Suden (Brauprozessen) gespeichert werden.

Während des Wochenendes an dem keine Produktion stattfindet kann das gepufferte Warmwasser zur notwendigen Wiederbefüllung der Heißwassertanks im Sudhaus (100 m³) und in den Heißwassertanks (200 m³) genutzt werden.

Damit ist eine sinnvolle und effiziente Nutzung der Abwärme nicht nur unter der Woche sondern auch am Wochenende gewährleistet.

Projektkonsortium und Funktion im Konsortium
AEE INTEC: Erstellung eines umfassendes Energieoptimierungskonzeptes.


[1] Kommunalkredit Public Consulting & Lebensministerium (2013) Betriebliche Umweltförderung, Förderungsberechnung, Version 03/2013


Projektleitung

DI Christoph Brunner

Auftraggeber

Ottakringer Brauerei AG http://www.ottakringerbrauerei.at/

Status

abgeschlossen