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Wirtschaftsfaktor Sonnenenergie

Im Rahmen der Studie „Wirtschaftsfaktor Sonnenenergie“ wurde die Entwicklung der thermischen Solarenergienutzung in Österreich und Europa seit Beginn der 80er Jahre und die in der Verbreitung dieser Technologie involvierten österreichischen Firmen und Branchen dokumentiert.

Eines der wesentlichen Ziele der Studie war die Ermittlung sowohl der bisher im Bereich der thermischen Solarenergie geschaffenen Arbeitsplätze und Wertschöpfung, als auch die zu erwartenden Effekte durch die Verwirklichung der im Weißbuch der Europäischen Kommission „Energy for the Future: Renewable Sources of Energy“ genannten Zielvorgaben, um die volkswirtschaftliche Bedeutung der thermischen Solarenergienutzung besser beurteilen zu können.

Österreich liegt bei der Nutzung der thermischen Solarenergie – bezogen auf die installierte Leistung pro Einwohner - weltweit gesehen an vierter Stelle hinter Zypern, Israel und Griechenland.

Die Spitzenstellung Österreichs drückt sich aber nicht nur in der Errichtung von Solaranlagen im Inland aus, sondern auch in der führenden Rolle, welche die österreichische Solarindustrie, sowohl in bezug auf Technologieführerschaft, als auch im Export von Komponenten und Anlagen, in den vergangenen 10 Jahren erreichen konnte.

Der Exportanteil bei Sonnenkollektoren betrug im Jahr 2004 bereits 65%. Damit betrug der Marktanteil österreichischer Sonnenkollektoren, an den in diesem Jahr in Europa errichteten Solaranlagen 28%.

Mit einem Umsatz von 182 Millionen Euro im Jahr 2003 und der Schaffung von insgesamt 3.600 Vollzeitarbeitsplätzen durch die Produktion und den Betrieb der Solaranlagen wird deutlich, dass sich die Solarthermiebranche von einem Nischenbereich zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt hat.

Durch den Betrieb der Solaranlagen konnten im Jahr 2003 rund 900 GWh an konventioneller Energie eingespart werden. Die Energiekosteneinsparungen für die Betreiber der Solaranlagen lagen damit im Jahr 2003 bei rund 58 Millionen Euro.

Über den Ist-Zustand hinaus wurden auch die inländischen, europäischen und weltweiten Entwicklungschancen der österreichischen Solarindustrie bis zum Jahr 2010 anhand von drei Szenarien untersucht. Je nach Szenario können bis zum Jahr 2010 zwischen 3.900 und 16.800 Arbeitsplätze geschaffen/gesichert werden.

Der Gesamtumsatz der Branche könnte je nach Rahmenbedingungen und Szenario auf 177 Millionen Euro, oder auf eine Milliarde Euro gesteigert werden, wenn die Marktchancen, die sich weltweit bieten, genützt werden können.

Durch den Betrieb der Solaranlagen können im Jahr 2010 je nach Szenario zwischen 1.200 und knapp 1.600 GWh an konventionellem Nutzenergieäquivalent eingespart werden. Legt man den derzeitigen österreichischen Energieträgermix zugrunde, so sind rund 60 % davon fossile Energieträger, die damit substituiert werden. Die Energiekosteneinsparungen für die Betreiber der Solaranlagen liegen zwischen 90 und 116 Millionen Euro.


Projektleitung

Dipl.-Päd. Ing.
Werner Weiss

Auftraggeber

Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie

Projektpartner

Österreichisches Ökologie Institut für angewandte Umweltforschung, Wien

Publikationen

Wirtschaftsfaktor Sonnenenergie

Endbericht zum "Wirtschaftsfaktor Sonnenenergie" im Auftrag von Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie.
"Eines der wesentlichen Ziele der Studie war die Ermittlung sowohl der bisher im Bereich der thermischen Solarenergie geschaffenen Arbeits-plätze und Wertschöpfung, als auch die zu erwartenden Effekte durch die Verwirklichung der im Weißbuch der Europäischen Kommission „Energy For the Future: Renewable Sources of Energy“ genannten Ziel-vorgaben, um die volkswirtschaftliche Bedeutung der thermischen So-larenergienutzung besser beurteilen zu können."

Werner Weiss, Charlotta Isaksson, Heidi Adensam, 2005.

Status

abgeschlossen