„nachhaltige technologien 01 | 2021"
13 12 Service für Gemeinden Von Beginn an war es eine wichtige Bedingung, die Gemeinden mit dem neuen Materienkomplex nicht zu überfordern. Der zusätzliche Ressourcen- und Kom- petenzbedarf muss in den ohnehin hoch komplexen Raumordnungsprozessen auf ein Minimum beschränkt werden, um im gegebenen Rahmen darstellbar zu bleiben. Gemeinden werden deshalb in den energiebe- zogenen REK Aktivitäten im gesamten Prozess indivi- duell unterstützt. Das Amt der Salzburger Landesregie- rung bietet dafür die folgenden (kostenlosen) Services: • Bestandsanalyse Energie als Grundlage für die Gemeinden und OrtsplanerInnen • Individueller Besprechungstermin für jede Gemeinde zur Interpretation der Ergebnisse • Dauernde Ansprechstelle für Umsetzungsfragen "Klimaschutz ist ein Schwerpunkt der Salzburger Landesregierung. Mit unserer Klima + Energiestra- tegie SALZBURG 2050 soll unser Bundesland bis zum Jahr 2050 klimaneutral, nachhaltig und ener- gieautonom sein. Unsere politische Verantwortung dabei ist, die Möglichkeiten zu schaffen, damit sich alle beim Klimaschutz aktiv beteiligen können. Nur gemeinsam kommen wir voran. Auch die Gemeinden sind wichtige Klimaschutz-Verbündete. Daher schaffen wir notwendige Rahmenbedin- gungen und Services, damit Gemeinden ihre Verantwortung wahrnehmen und einen direkten Beitrag leisten können. Mit der Bestandsanalyse Energie werden kostenfrei alle notwendigen Informationen bereitgestellt, damit der Umstieg auf erneuerbare Energien und Klimaschutz in der Raumplanung erleichtert und ermöglicht wird." Landeshauptmann Stellvertreter Dr. Heinrich Schellhorn, zuständig für Energie, Umwelt und Klimaschutz Zukunftsfähige Raumentwicklung • Kompaktheit / Bebauungsdichte und Nutzungsmischung forcieren und damit - den durch die Mobilität induzierten Energiebedarf reduzieren - die Energieeffizienz der Gebäude erhöhen - eine nachhaltige netzgebundene Wärmeversorgung ermöglichen • Alle Entwicklungen außerhalb der Siedlungsschwerpunktbereiche vermeiden Effiziente Infrastruktur • Bestehende nachhaltige Energieinfrastruktur (v.a. Fernwärmenetze) beachten, deren Nutzung stärken und bei Standortentwicklungen Potenziale für die Errichtung nachhaltiger Energieinfrastruktur beachten • Doppelte Infrastruktur und gegenseitige negative Beeinflussung von Infrastruktur (Umgebungswärmenutzung) vermeiden • Ausbau der Gasinfrastruktur unterbinden • Infrastrukturkosten der Erschließung generell einbeziehen Optimale Nutzung von lokalen Ressourcen • Bestehende Potenziale (insbesondere Sonne, Biomasse, Wind, Wasser, Umgebungswärme) maximal nutzen • Verschwendung lokaler Energiepotenziale (v.a. Abwärme Industrie, Gewerbe, Reinhaltung) vermeiden • Importe von Energie minimieren - lokale Wertschöpfung maximieren 3x3 der Energie im räumlichen Entwicklungskonzept (REK) Quelle: SIR ENERGIERAUMPLANUNG
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