„nachhaltige technologien 01 | 2022"

Vereinfachte Abbildung eines industriellen Energiesystems Quelle: Montanuniversität Leoben Extern bezogene Energie Strom, Gas Intern produzierte Energie PV-Anlage, Nutzbare Abwärme Transformatoren Druckluftaggregat, Kühler, Wärmepumpen Verbraucher Maschinen und Anlagen Energiespeicher tierung in ein Optimierungsverfahren erschwert wird. Allerdings ist es möglich, aus diesen physikalischen Modellen sogenannte Surrogatmodelle abzuleiten. Surrogatmodelle stellen das ursprüngliche Modell vereinfacht dar, wodurch die Rechenzeit verkürzt wer- den kann. Zusätzlich zur Rechengeschwindigkeit ist darauf zu achten, dass die Modelle aus unterschied- lichen Programmierumgebungen zusammengeführt werden können. Dabei hilft der bereits erwähnte FMI-Standard. Steht dieser Standard nicht zur Verfü- gung, müssen die Modelle „übersetzt“ werden, wobei Surrogatmodelle für diese Übersetzung hilfreich sein können. Mit dem gewünschten Modell können Input- und Outputparameter erzeugt werden, aus denen anschließend das Surrogatmodell erzeugt wird. Ausblick Die Digitalisierung eröffnet in der Auslegung und dem Betrieb industrieller Energiesysteme die Mög- lichkeit, neue ganzheitliche Optimierungsansätze mit dem Ziel der Dekarbonisierung des Energiesystems zu entwickeln und umzusetzen. Die Herausforderung ist dabei, die Modelle des Systems so zu entwickeln, dass sie die Realität hinreichend genau beschreiben und gleichzeitig für Optimierungen nutzbar sind. An- hand des konkreten Beispiels bei AT&S AG werden die Methoden entwickelt, angewandt und führen neben der Visualisierung in Virtual und Augmented Reality zu konkreten Umsetzungen hin zur CO 2 -neutralen Produktion. Dieses Projekt wird aus Mitteln des Klima- und Ener- giefonds gefördert und im Rahmen des Programms Energieforschung (e!MISSION), 5. Ausschreibung 2018 durchgeführt. Dipl.-Ing. Carles Ribas Tugores ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich „Städte und Netze“ bei AEE INTEC. c.ribastugores@aee.at Dipl.-Ing. Thomas Kurz ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Energieverbundtechnik der Montanuniversität Leoben. thomas.kurz@unileoben.ac.at Priv.-Doz. Mag. Phil. Dr. techn. Gerald Schweiger, MA MA PhD , ist Gruppenleiter am Institut für Softwaretechnologie der Technischen Universität Graz. gerald.schweiger@tugraz.at Thorsten Mattausch, BSc ist Mitarbeiter am Institut für Softwaretechnologie der Technischen Universität Graz. thorsten.mattausch@tugraz.at Dipl.-Ing. Jürgen Fluch ist Leiter des Bereichs „Industrielle Systeme“ bei AEE INTEC. j.fluch@aee.at "Für die Leiterplattenproduktion setzen wir bei AT&S hochspezialisierte Anlagen und Prozesse ein, die auch ein komplexes Energiesystem benötigen. Damit wir effizient, nachhaltig und hochqualitativ produzieren können, werden alle Fertigungsschritte und die damit verbundenen Prozesse sehr genau überwacht und kontinuierlich optimiert. Dafür setzen wir auch auf innovative Lösungen: Mit Hilfe eines Digital Energy Twins einer unserer Fertigungsanlagen sind wir dabei, weitere Optimierungs- möglichkeiten entlang der Produktions- und Energieversorgungskette zu identifizieren und auch umzusetzen. So wird die Flexibilität und Effizienz in der Produktion weiter gesteigert und gleichzeitig ein wesentlicher Beitrag geleistet, die Herstellung von Leiterplatten noch umweltfreundlicher und ressourcenschonender zu machen." Andreas Gerstenmayer , CEO AT&S Foto: AT&S Weiterführende Informationen / Links im E-Paper https://projekte.ffg.at/projekt/3308396

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