„nachhaltige technologien 01 | 2026"
Betriebsmodelle für sozial gerechte Energiegemeinschaften Das Projekt „sozialEG“ unter der Leitung von 4ward Energy, Caritas NÖ sowie weiteren Partnern, ist aus dem Gedanken entstanden, dass die Energiewende für alle Menschen zugänglich sein sollte, was aktuell aber nicht zutrifft. Das Projekt hat sich das Ziel gesetzt, Modelle für solidarische Energiegemein- schaften zu entwickeln und zu erproben. Dabei steht das nachhaltige Empowerment von vulnerablen oder unter Energiearmut leidenden Menschen im Vordergrund. Ziel ist es, zwei Energiegemeinschaften zu gründen, die neben einer unmittelbaren Reduk- tion der finanziellen Last durch die Stromrechnung auch einen nachhaltigen Aufbau von Wissen und Möglichkeiten eröffnet. Eine der zentralen Heraus- forderungen dabei war und ist es, die Zielgruppen für solidarische Energiegemeinschaften zu errei- chen. Außerdem ist es notwendig, die Inhalte der Energiegemeinschaften so zu kommunizieren, dass Misstrauen, Ängste und Missverständnissen vermie- den werden. Eine der wesentlichen Erkenntnisse aus dem Projekt ist, dass es einer echten Inklusion der Zielgruppe bedarf, die sich kritisch mit den Modellen, der Sprache und dem Thema Energiegemeinschaft selbst auseinandersetzt. Das ist die notwendige Grundlage, damit solidarische Energiegemeinschaf- ten auch jene Personen, die erreicht werden sollen, tatsächlich erreichen. Ein Detail aus dem Informationsmaterial, das im Projekt „sozialEG“ für die Zielgruppen erstellt wurde. Bisher verfüg- bare Unterlagen in Bezug auf Energiegemeinschaften sind oft schwer verständlich und viele Menschen fühlen sich nicht angesprochen Quelle: 4ward Energy Research GmbH Im Projekt „SOL:E – Entwicklung und Umsetzung einer solidarischen Energiegemeinschaft“ wurde untersucht, welche Energiege- meinschaften im Kontext von Diözese Graz-Seckau, Caritas und Pfarren möglich wären. Für die BEG Augustinum stellte sich das Modell rechts oben als passend heraus. Eltern, Mitarbeitende, Alumni oder weitere der Schule nahestehende Personen stellen die Überschussproduktion ihrer (privaten) PV-Anlage der Schule zur Verfügung. Die Differenz aus Bezugsstrompreis und Einspeisever- gütung (= Überschusserlös) fließt in den Sozialfonds der Schule Quelle: Diözese Graz-Seckau / Veronika Kirbisser Tarifstaffelungen Wissenstransfer Sozialtopf Konstellationen möglicher EEGs Pfarre Eltern Pfarre 1 Eltern Pfarre 2 EEG EEG EEG EEG Privat- personen Energie spenden Mitarbei- tende Pfarre 3 Caritas Wohnung Caritas Wohnung Alumni Alumni Privat- personen
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