„nachhaltige technologien 02 | 2021"

Herausforderungen der Zukunft Der nächste anzustrebende Meilenstein ist, die höchstbeanspruchten Komponenten der Konstrukti- onen möglichst realitätsnahen Untersuchungen zu unterziehen. Dazu zählen insbesondere die thermo- mechanischen Lasteinwirkungen auf Verbindungs- konstruktionen wie jene zwischen der Abdeckung und der Wand. Die dadurch gewonnenen Erkenntnisse zum Last-Verformungsverhalten der Bauteile ermöglicht eine Optimierung der Konstruktion. Dies stellt den Grundstein für eine erfolgreiche künftige Umsetzung der Konzepte dar. Erleichtert werden kann dies durch die stetige Weiterentwicklung von kunststoff-basier- ten Linermaterialien, wie Laminatwerkstoffen mit in- tegrierter Dampfsperre, deren Barriereeigenschaften auch bei Temperaturen von bis zu 100 °C dauerhaft erhalten bleiben. Diesen und weiteren Herausforde- rungen stellen sich österreichische Forschungsein- richtungen und Industriepartner in künftigen Projek- ten, um die Erdbeckenwärmespeicher-Technologie erfolgreich in Zentraleuropa zu integrieren. und integrierten Raum innerhalb des Speichers ausgeglichen. Durch ein definiertes Überlaufniveau füllt sich der Innenbehälter während des Beladezu- standes infolge der Volumenzunahme des Wassers. Bei voller Beladung bestimmt somit das gesamte Speichervolumen inklusive des innenliegenden und integrierten Behälterraums, der dann ebenso voll- ständig gefüllt und beladen ist, die maximal erreich- bare Speicherkapazität. Dieses Volumen wird vom Innenbehälter dann wieder in den Speicherraum gepumpt. Damit kann die Niveaukonstanz ohne ex- ternen Pufferspeicher gewährleistet werden. Bei der Entwicklung der Schwimmkörper aus Metall wurde darauf geachtet, dass diese entsprechend der erforderlichen Auftriebskräfte skaliert werden können. Die Wärmedämmung zur Minimierung der Wärmeverluste liegt oberhalb der Schwimmkörper und ist mit einer der Nutzung entsprechenden Deck- schicht gegenüber Umwelteinflüssen geschützt. Die Gestaltung dieser schwimmenden Abdeckungen von Großwärmespeichern kann befahrbar oder auch nur begehbar ausgeführt werden. Weiterführende Informationen / Links im E-Paper https://www.gigates.at/index.php/de/ Thomas Riegler, M.Sc., Dipl.-Ing. Michael Reisenbichler, Samuel Knabl, M.Sc. sind wissenschaftliche Mitarbeiter der Gruppe „Thermische Energiespeicher“ bei AEE INTEC. t.riegler@aee.at, m.reisenbichler@aee.at , s.knabl@aee.at Dipl.-Ing. Christoph Muser ist Geschäftsführer des Bauingenieurbüros ste.p ZT-GmbH. muser@step-zt.at Prof. Dr. Wolfgang Samhaber ist Geschäftsführer des Ingenieurbüros für Verfahrenstechnik GVT Verfahrenstechnik GmbH. wolfgang.samhaber@gvt-eng.com "In dekarbonisierten Fernwärmenetzen der Zukunft werden Wärmespeicher eine große Rolle spielen. Gerade in Großstädten wie Wien werden sehr große Speicher notwendig sein, um erneuerbare Überschüsse vom Sommer in die Heizsaison verlagern zu können. Wien Energie beteiligt sich an Forschungsprojekten wie gigaTES, um gemeinsam mit den Forschungspartnern die notwendigen technologischen Entwicklungen voranzutreiben.“ Karl Gruber , Geschäftsführer von Wien Energie Foto: WienEnergie / StefanJoham Konzept der schwimmenden Abdeckung 2.0 Quelle: AEE INTEC Konzept der eingetauchten Abdeckung Quelle: AEE INTEC

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