„nachhaltige technologien 02 | 2023"
wäre da nicht eine Stelle bei AEE INTEC kurz vor dem neuen Jobantritt ausgeschrieben gewesen. Mit dem Gedanken ringend, nochmals zu wechseln, entschied ich mich für ein Vorstellungsgespräch bei AEE INTEC und merkte sofort, dass durch die sehr gute Atmo- sphäre bei BEST die Entscheidung das Unternehmen wieder zu verlassen viel schwieriger war als erwartet. Ich fasste jedoch nochmals den Mut zu wechseln, obwohl die berufliche Zukunft bei AEE INTEC etwas in Nebel gehüllt war. Gleich von Beginn an vertrieb das sonnige Umfeld und die Arbeitskolleg*innen jeden Nebel. Eingebunden in verschiedene Projekte konnte ich mich weiterentwickeln und wurde im Februar die- ses Jahres Gruppenleiter des Bereichs „Thermische Energiespeicher“. Gemeinsam mit dem Team werden Speicherprojekte realisiert, die in Österreich inno- vativ und einmalig sind, z. B. ScaleUp – in dem ein unterirdischer Großwasserwärmespeicher entwickelt wird, dessen Umsetzung im urbanen Umfeld mit gro- ßen Herausforderungen verbunden ist. Auch Speicher mit verschiedenen technologischen Ansätzen sollen in Zusammenarbeit mit anderen Bereichen, Gruppen und Arbeitskolleg*innen konzeptioniert, entwickelt und für Umsetzungen und als Demonstratoren vorbereitet werden. Am Anfang stand der Mut, sich auf den richtigen Weg zu machen, nun habe ich das Glück bei AEE INTEC gefunden. "Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende" 1 Foto: Matthias Heschl M ein Name ist Franz Hengel. Mit dem Leitsatz "Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende", startete meine berufliche Karriere als KFZ-Techniker und Einzelhandelskaufmann im Jahre 1999. Nach dem Abschluss der Lehre entschloss ich mich im zweiten Bildungsweg zum Studium Energie- und Umweltma- nagement und dem Masterstudium Gebäudetechnik und -management an der Fachhochschule Burgen- land. Mit dem Wunsch in der Forschung zu bleiben und dem Mut, den Schritt auch zu wagen, da ich nicht wusste was auf mich zukommen würde, begann ich 2011 an der Technischen Universität Graz als wissenschaftlicher Mitarbeiter für Wärmepumpen- entwicklungen im EU-Projekt MacSheep mit tollen Partnern zu arbeiten. Die Zeit verging sehr schnell und geblieben sind sehr positive Erinnerungen an das Institut für Wärmetechnik der TU Graz, man kann all das, was ich erlebt habe, Glück nennen. Die nachfolgende berufliche Stelle an der Forschung Bur- genland war genauso spannend und ich konnte viele weitere Eindrücke und Einblicke im Forschungsbe- reich und in der Simulation gewinnen. Doch aufgrund der Distanz zwischen meinem Wohnort in Graz bzw. später in Raaba und dem Arbeitsort Pinkafeld war der Zeitaufwand für die Fahrten zur Arbeit hoch, und dadurch entschied ich mich im Jahr 2019, eine Arbeit in der näheren Umgebung zu suchen. Kurz darauf fand ich eine neue Arbeitsstelle bei BEST in Wiesel- burg, mit der Möglichkeit von Teleworking und vor Ort am Standort in Graz zu arbeiten, um den sozialen Kontakt zu halten. Fast perfekt könnte man sagen, 1 nach Demokrit, griechischer Philosoph (460 v. Chr.- 371 v. Chr.) 35 34 VERANSTALTUNGEN / PORTRÄT
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