„nachhaltige technologien 02 | 2024"

Unter Berücksichtigung dieser Parameter wird ein Simulationsmodell erstellt, dass das reale Verhalten der Erdsondenfelder abbilden soll. Dieses Simulati- onsmodell wird dann verwendet, um zu ermitteln, welche thermischen Auswirkungen der reale Betrieb im Boden verursacht und zu welchen Wechselwir- kungen es zwischen den Erdwärmesonden kommt. Mit Hilfe des Simulationsmodells soll der optimale Abstand zwischen den Sonden bestimmt werden, um solche negativen Interaktionen zu vermeiden. Die erzielten Resultate lassen sich anschließend sowohl mit den gesetzlichen Rahmenbedingungen als auch mit der realen praktischen Durchführung gegenüberstellen. Zudem können aus der Simulation Betriebsstrategien für bestehende Erdsondenfelder "KMU´s sind überlicherweise nicht in der Lage, die erforderliche Forschungs- und Entwicklungsarbeit zu leisten, die in diesem Bereich erforderlich ist. Aus meiner Sicht ist es daher unerlässlich, mit Instituten wie AEE Intec im Rahmen von Forschungsprojekten zusammenzuarbeiten. Das ist ein wichtiger Baustein, um rasch und lösungsorientiert wirtschaftliche Massnahmen zu Dekarbonisierung des Liegenschaftsbestandes zu entwickeln." Herbert Hetzel, Gründer, Gesellschafter und CEO, BCE Beyond Carbon Energy Holding GmbH Foto: BCE beyond carbon energy Dipl.-Ing. Philipp Gradl ist Projektleiter im Bereich „Technologieentwicklung/Erneuerbare Energien“ bei AEE INTEC. p.gradl@aee.at Peter Trupp, Unternehmensführung und -entwicklung, BCE Beyond Carbon Energy Holding GmbH. p.trupp@beyondcarbon.energy Weiterführende Informationen / Links im E-Paper abgeleitet werden, um das eventuelle Auftreten solcher negativer Wechselwirkungen zu reduzieren. Mit Hilfe dieser Erkenntnisse soll im Projekt „Geo- Hub“ ein Quick-Check Tool entwickelt werden. Dieses Quick-Check Tool soll es ermöglichen, schnell und einfach auf Basis von bekannten Daten fundierte Abschätzungen über die Leistungsfähigkeit von Erdwärmesonden zu machen. Diese Abschätzungen sollen ebenfalls rechtliche Rahmenbedingungen berücksichtigen und grundlegende Aussagen zur Wirtschaftlichkeit eines solchen geothermischen Systems machen. Dies wird dabei helfen die Effizienz von Erdwärmesonden zu erhöhen, und somit die Ren- tabilität zu verbessern. [1] „Neue EU-Vorgaben richtungs- weisend für Österreichs Wärmemarkt“, Erneuerbare Energie Österreich. Zugegriffen: 6. April 2024. [5] Z. Liu u. a., „Surface warming in global cities is substantially more rapid than in rural background areas“, Commun. Earth Environ., Bd. 3, Nr. 1, S. 1–9, Sep. 2022, doi: 10.1038/s43247-022-00539-x. [2] „Kraftwerk Krieau“. Zugegriffen: 6. April 2024. [3] „Entzugsleistung“, Bundesverband Geothermie. Zuge- griffen: 6. April 2024. [4] „Science-Brunch- Broschuere-Urbane- Waermewende-1.pdf“. Zugegriffen: 7. April 2024. Abbildung 3: Erdwärmesonde im Erdreich Quelle: AEE INTEC Erdwärmesonde Gestein Grundwasser Grundwasserstromung Wärmefahne Gestein 15 14 ENERGIEINNOVATIONEN IN QUARTIEREN

RkJQdWJsaXNoZXIy MzkxMjI2