„nachhaltige technologien 02 | 2024"

Weiterführende Informationen / Links im E-Paper für Bauphysik IBP aus Deutschland zeigt im For- schungsprojekt Windheizung 2.0 eindrucksvoll, wie das gelingen kann. Im Gegensatz zu PV gibt es bei Windstrom eine gute saisonale Korrelation zwischen erneuerbarer Erzeugung und Wärmebedarf und einer Windstrom-Überproduktion während Starkwinder- eignissen. So gibt es in den Wintermonaten über- schüssigen Windstrom, der mittels Wärmepumpe als thermische Energie zur Speicherung bereitsteht. Dies verhindert ein Curtailment 1 des Windstroms, da Bau- teilspeicher überall eingesetzt werden können und somit das Stromnetz entlasten können. Durch den Einsatz von Power-to-Heat Lösungen kön- nen Erzeugungsspitzen effizient in träge, thermische Bauteile eingelagert werden und für die Raumhei- zung nutzbar gemacht werden. Das Fraunhofer IBP untersucht und testet im Projekt Lösungen sowohl für den Neubau als auch für die Sanierung. Neben Demonstratoren ist auch ein vom Fraunhofer IBP entwickeltes wissenschaftlich fundiertes Design Tool für die Bauteilaktivierung ein zentrales Projekt- ergebnis, das direkt in den IEA ES Task 43 einfließt. Um die thermische Bauteilaktivierung als Speicher- technologie zu fördern und ihre Markteinführung zu beschleunigen, wird im Rahmen des österreichi- schen Monitoringprojekts „BTTAB – Breitentest von energieeffizienten Demonstrationsgebäuden mit thermisch aktivierten Bauteilen“ die Leistungsfä- higkeit dieser Technologie untersucht. Dabei wird einerseits das Speicher- und Energieflexibilitäts- potential bewertet. Andererseits werden wichtige Erkenntnisse in Bezug auf den Nutzer*innenkomfort und die Nutzer*innenzufriedenheit, sowie ökono- mische Aspekte in Planung, Errichtung und Betrieb und die Funktionalität der Prozessabläufe generiert. In Kooperation mit dem Bundesministerium für Kli- maschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie wurden 18 Demonstrationsgebäu- de ausgewählt, welche im Zuge eines einjährigen Monitorings intensiv hinsichtlich energetischer Bi- lanzierung, Erfassung von Temperaturprofilen sowie der Behaglichkeit und des Nutzer*innenkomforts betrachtet werden. Das Portfolio besticht dabei durch hohe Diversität, wie harmonisierte regionale Verteilung, unterschiedlichste Gebäudenutzungen und -größen, unterschiedliche Bauweisen und ak- tivierte Materialien (Beton, Ziegel, Holz), verschie- denste Arten der Integration erneuerbarer Energien sowie durch unterschiedliche Ausgangssituationen (Neubau, Bestandssanierung). Anfang 2026 werden die Ergebnisse in einem öffent- lich verfügbaren Bericht der IEA publiziert. Dipl.-Ing. Christoph Rohringer ist Leiter der Forschungsgruppe „Technologieentwicklung / Erneuerbare Energien“ bei AEE INTEC. c.rohringer@aee.at Dipl.-Ing. Walter Becke ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Projektleiter des Bereichs „Technologieentwicklung / Erneuerbare Energien“. w.becke@aee.at Dipl.-Ing. Thomas Friedrich ist Geschäftsführer der Innogration GmbH. th.friedrich@innogration.de Dr.-Ing. Matthias Kersken ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer-Institut für Bauphysik. matthias.kersken@ibp.fraunhofer.de Dipl.-Ing. (FH) Paul Lampersberger ist Projektleiter bei e7 energy innovation engineering. paul.lampersberger@e-sieben.at Projektlink (nachhaltig wirtschaften) Projektlink IEA ES Task 43 1 Beeinträchtigung, Minderung Windenergie (hier am Beispiel Deutschland) ist mitunter auch in den Wintermonaten - im Gegensatz zu PV - in großem Aus- maß vorhanden und kann somit zur Wärmeversorgung besser eingeplant werden. Quelle: Fraunhofer IBP JanF eb Mrz Apr MaiJ un Jul Aug Sep OktN ov Dez 0 125 250 375 500 625 750 875 1000 1125 1250 1375 1500 ]hWk[hcuarbrevemräwzieH 2009 2010 2011 JanF eb Mrz Apr MaiJ un Jul Aug Sep OktN ov Dez 0 2 4 6 8 10 12 14 16 18 20 22 24 ]hWT[eigrenE Wind PV ©F raunhoferI BP ©F raunhoferI BP

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