„nachhaltige technologien 3|2016"

n künftigen Energiesystemen, welche zunehmend die Nutzung regenerativer Energiequellen einbezie- hen, ist die Energiespeicherung ein wichtiges Thema. Zum einen, weil der verstärkte Einsatz regenerati- ver Energiequellen wie Wind und Sonne aufgrund ihrer schwankenden Verfügbarkeit einen Ausgleich zwischen „Erzeugung“ und Verbrauch in Form von Energiespeichern fordert. Andererseits ist für den wachsenden Einsatz regenerativer Energiequellen eine starke Erhöhung der Effizienz im Energiesystem selbst erforderlich. Ein wesentlicher Teil des ener- getischen Endverbrauchs betrifft die Industrie, deren diesbezüglicher Anteil liegt lt. Energiestatus Öster- reich 2015 [1] bei etwa 30 %. Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz sind deshalb im industriellen Bereich sehr wichtig und können unter den richtigen (gesetzlichen) Rahmen- bedingungen wirkungsvoll umgesetzt werden. Abwärmenutzung aus Produktionsprozessen Besonders wichtig ist dabei die Abwärmenutzung aus Produktionsprozessen, wobei die Abwärmeströme bei unterschiedlichen Temperaturniveaus anfallen, diese liegen im Bereich von unter 100°C bis über 500°C, je nach Sichtweise der Studienverfasser (vgl. dazu [2] und [3]) wobei in den beiden Zitaten der Hochtem- peraturbereich als Abwärmepotential nicht direkt genannt wird. Speziell mit der industriellen Abwärmenutzung be- schäftigt sich das vom FFG geförderte Leitprojekt Tes4Set (Thermal Energy Storage for Sustainable Energy Systems) in der Entwicklungslinie D, wo Kon- zepte zur Abwärmenutzung, basierend auf thermo- chemischer Energiespeicherung analysiert werden. Die am Projekt mitwirkenden Partner sind: • RHI AG , Wienerbergstraße 9, 1100 Wien • FH OÖ Forschungs & Entwicklungs GmbH, Franz-Fritsch-Str. 11, 4600 Wels • AMMAG GmbH Schütttechnik , Dahlienstraße 11, 4623 Gunskirche • Ingenieurbüro Dr. Walter Somitsch , Wiedner Hauptstraße 90/2/19, A-1050 Wien • TU Wien, Institut für Energietechnik und Thermodynamik , Getreidemarkt 9, A 1060 Wien I Thermochemische Energiespeicherung als Möglichkeit zur Langzeitspeicherung industrieller Abwärme Andreas Werner, Norbert Freiberger Magnesiumhydroxidplättchen nach einer thermischen Behand- lung bei 375°C/2h. Foto: Röntgenzentrum TU Wien "Im Zuge des Tes4seT-Projekts arbeiten einige vernetzte Teams hinsichtlich der Material- entwicklung und Anlagentechnik intensiv daran, Wärme effizient und kompakt speichern zu können. Die RHI AG, Hersteller von feuerfesten Auskleidungen für die Grundstoffindustrie (Stahl, Glas, Zement), fokussiert sich als Teil eines dieser Teams auf die Entwicklung und Bereitstellung eines geeigneten Speichermediums. Das gut umweltverträgliche und als Kernrohstoff für Feuerfestauskleidungen verwendete Magnesiumoxid (MgO) sticht dabei aufgrund seiner besonderen Eigenschaften besonders hervor und ist im Fokus der Untersuchungen." Norbert Freiberger , RHI AG

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