„nachhaltige technologien 3|2017“

Durch einen Wasserabscheider – die sogenannte Dampftrommel - wird das aus dem Receiver austre- tende Wasser-Dampfgemisch getrennt. Das Wasser wird rezirkuliert und der Dampf in das bestehende Dampfsystem eingespeist. Im Gegensatz zu fossil befeuerten Anlagen, bei denen die Öl- und Gaszufuhr genau geregelt werden kann, stellt der konzentrie- rende Kollektor ein hoch dynamisches System dar. Das entwickelte Regelungskonzept stellt sicher, dass dem Kunden stets gleichmäßige Temperatur- und Druckverhältnisse geliefert werden können. Bei zu viel Sonne können die Solarmodule Schritt für Schritt defokussiert und die Energiezufuhr linear gedrosselt werden. So kann auch Stagnation aktiv verhindert und zum Beispiel bei Betriebsferien das System auch ganz abgeschaltet werden. Marktpotenzial Im Oktober 2016 wurde eine erste 200 m² große Anlage in Oberösterreich errichtet. Mit einer Leistung von 100 kWPeak dient sie größtenteils Testzwecken, liefert aber auch Wärme für den Betrieb einer Kälteanlage. Regelmäßige Besuche aus dem Ausland zeigen, dass es Bedarf für solare Dampfanlagen gibt. Trotz des der- zeit sehr niedrigen Gaspreises ist das Interesse der Industrie groß – das belegen auch die Marktzahlen. Allein in Südeuropa sind rund 13 000 Dampfkessel in der Industrie installiert und können mit solaren Dampfanlagen nachgerüstet werden. Starke Exportausrichung Die starke Exportausrichtung in der Zukunft liegt be- sonders daran, dass die direkte Sonnenstrahlung (DNI – Direct Normal Irradiation) für das System relevant ist, da nur diese über die Spiegel fokussiert wird. Während die Funktionalität des Systems in Österreich ebenfalls gegeben ist, ist doch die Wirtschaftlichkeit in Ländern mit hohem Direktanteil der Sonneneinstrahlung deut- lich größer. Dadurch werden auch reine Heißwasseran- lagen mit Temperaturen über 100°C wirtschaftlich inte- ressant. Deutlich zu spüren ist das zum Beispiel an der Nachfrage für Fernwärmeprojekte in Spanien. Parallel zu Südeuropa sind Exporte in den arabischen Raum geplant. Unterstützt durch ein 24-Stunden-Service- Center der Firma Ecotherm in Dubai und zahlreichen Referenzen bei Solar-Heißwasser- und Dampfanlagen soll der Markteintritt auch dort rasch erfolgen. Dipl.-Ing. Hartmut Schneider, MBA ist Gründer und Geschäftsführer der Fresnex GmbH. hartmut.schneider@fresnex.com Weiterführende Informationen: • www.fresnex.com ANZEIGE www.beckhoff.at/energiemessung Preiswerte Standard-Komponenten anstatt teurer Kompaktlösung: Die flexible Beckhoff-Lösung für kompakte Energiezähler basiert in der einfachsten Variante auf einem Embedded-PC für die Hutschienen- montage, einer Energie-Messklemme und der Software TwinCAT. Das breite Angebot unterschiedlichster, modularer Energie-Messklemmen reicht von der Strom-, Spannungs- und Wirkleistungsmessung bis zur Highend-Netzanalyse. Die PC-basierte Lösung ermöglicht die einfache Einbindung in IT- und Ethernet-Netzwerke und damit beispielsweise die Ferndiagnose über Webinterfaces. Ideal für alle Einsatz-bereiche: von der Gebäudeautomation bis hin zur dezentralen Energiemessung in der Produktion. | EK12-13G | Einfach integriert: der Energiezähler mit Ethernet-Anschluss. Die Stand-Alone-Lösung mit Standard-Komponenten.

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