„nachhaltige technologien 03 | 2021"
Prämisse ist, diese Rohstoffe im Kreislauf zu halten. Alle Aktivitäten, die unsere Partner dabei setzen wollen, werden wir mit dem richtigen Netzwerk unterstützen – sei es Entwicklung von Technologien für die Sortie- rung oder aktive Information der Öffentlichkeit über Chancen des Recyclings. Schwerpunkt Bildung Der Bildung kommt als Querschnittsthematik in der BioBASE eine übergeordnete Bedeutung zu. Sie ist der Schlüssel zu qualifizierten Arbeitskräften und Meinungsbildung. Insbesondere universitäre und außer-universitäre Bildungseinrichtungen haben sich in den vergangenen Jahren intensiv mit den Themen Bioökonomie & Kreislaufwirtschaft auseinanderge- setzt. Wir wollen dazu die existierenden Bildungsan- gebote der Akteur*innen nützen und interdisziplinär und universitätsübergreifende Bildungsangebote entwickeln. Mit gezielten Fachvorträgen aus der Industrie wollen wir die Anwendungsorientierung unterstützen und jene Organisationen vor den Vorhang holen, die vielleicht nur auf den zweiten Blick Akteur*innen der Bioökonomie und Kreislaufwirtschaft sind und da- durch als Arbeitgeber der Zukunft attraktiver machen. Weiterführende Informationen / Links im E-Paper https://biobase.at/ Link zur Bioökonomie Strategie Österreich: https://www.bmk.gv.at/dam/jcr: 1b29f43c-c472-48b6-b932-c7f91a4f5115/biooekonomiestrategie_wai.pdf Weitere Abbildungen finden Sie auf unserer Homepage www.biobase.at Insbesondere hier: https://biobase.at/schwerpunkte-innovationsvorhaben-2/ Dipl.-Ing. (FH) Thomas Timmel ist Geschäftsführer der BioBASE GmbH. thomas.timmel@biobase.at Foto: ÖGUT Schwerpunkt Polymere Die Erzeugung von Synthesegas führt weiter in das Thema der Polymere. Diese werden derzeit zum überwiegenden Teil auf Basis fossiler Ressourcen hergestellt und sind wesentlicher Bestandteil unserer Konsumgesellschaft sowie unserer Infrastruktur. Die BioBASE unterstützt ihre Partner dabei, biogene Rohstoffe für ihre Produkte und Anwendungen zu finden und Kooperationen für Entwicklungsprojekte entlang der Wertschöpfungskette zu realisieren. Die Herstellung von Biopolymeren und Bio-Compositen ist bereits seit vielen Jahren eines der wesentlichen Forschungsfelder im Bereich der Bioökonomie. Bis dato konnten sich allerdings nur wenige am Markt etablieren. Ziel der BioBASE ist es, durch einen interdisziplinären Ansatz das bestehende Wissen zu bündeln und Produkte für konkrete Anwendungen im Markt zu etablieren. Dafür bedarf es auch geänderter Rahmenbedingungen, um den Einsatz von Bio- kunststoffen zu ermöglichen. Verfügbare Plattform- chemikalien und Rohstoffqualitäten sollen dabei zu Verarbeitern und Produkten gebracht werden. Vor allem das Screening der unterschiedlichen Produkt- qualitäten von biogenen Polymeren spielt hier eine tragende Rolle für Kund*innen, die noch keinen konkreten Rohstoff gewählt haben. Die Bereitstellung recyclierter Rohstoffe aus dem Post-Consumer Bereich ist für alle Akteur*innen von besonderer Bedeutung. Beispielsweise kommen 90 % des Altpapiers aus dem Post-Consumer Bereich. Das Rohstoffpotenzial ist also enorm. Die Sammlung und Sortierung stellt neben den geeigneten Aufbe- reitungsverfahren die größte Herausforderung dar. Dabei stehen neben technologischen Lösungen die Information der Konsument*innen an vorderster Front. Als Gesellschaft müssen wir die Abfälle zu Wertstoffen machen, mehr in Recycling investieren und den Verbraucher*innen zeigen, dass Ressourceneffizienz den größten Hebel aufweist um die Klimaneutralität im Jahr 2050 zu erreichen. Egal, ob es sich um biogene, mineralische oder fossile Rohstoffe handelt, oberste
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