„nachhaltige technologien 03 | 2021"

uilding Information Modelling (BIM) und das Inter- net der Dinge (IoT) sind zwei etablierte Technologien, welche in der Architektur- und Baubranche aktuell und zukünftig zu Transformationsprozessen führen. Die im Projekt „Buildingtwin.at - BIM - Gebäudebe- triebsplattform“, entwickelte BIM-basierte offene Plattform für Monitoring, Evaluierung und Optimierung des Gebäudebetriebs, ermöglicht Gebäudeeigentü- mer*innen und Nutzer*innen in Echtzeit genaue Einblicke in das Gebäudeverhalten während des gesamten Gebäudelebenszyklus. Digitale Gebäu- dezwillinge auf einer 7D-BIM Plattform 1 dienen als Ausgangspunkt für innovative BIM-Workflows zur Betriebsoptimierung und Fehlererkennung. Die Basis hierfür bildet die Kopplung des BIM-Modells mit Be- triebsdaten aus klassischen Gebäudebus-Systemen oder Internet of Things-Sensorik. Ausgangslage Mittlerweile ist BIM beim überwiegenden Teil der Bauvorhaben die Basis der Planungsprozesse. Das bedeutet, dass Gebäudedaten bereits in einer geometrisch und semantisch strukturierten Form vorliegen. Es ist daher naheliegend, diese wertvollen Daten zu nutzen und mit zusätzlicher Informa- tion aus dem Gebäudebetrieb zu ergänzen. BIM ermöglicht es, die physischen und funktionalen Eigenschaften eines Gebäudes mithilfe digitaler 3D-Modelle disziplinübergreifend zu entwerfen, zu planen, zu bauen und zu verwalten. IoT umfasst Geräte und Sensoren, die über integrierte drahtlose Ver- bindungsmöglichkeiten verfügen und zunehmend in der Gebäudetechnik und Architektur eingesetzt werden. Building Information Modelling (BIM) & Internet der Dinge (IoT) Gebäudebus und IoT-Systeme liefern eine Vielzahl von Sensordaten. Um die Daten sinnvoll darzustellen und gezielt auswerten zu können ist es essentiell, sie in den relevanten räumlichen Kontext zu setzen. Nur durch diese Verortung lassen sich die Sensordaten intu- itiv interpretieren und gezielt maschinell analysieren. Das BIM-Modell bietet hierfür die optimalen Voraus- setzungen, da neben den geometrischen Strukturen auch wichtige Metainformationen und hierarchische Strukturen zu diesen vorhanden sind. Die Einbettung der Sensordaten in das BIM-Framework bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten. Die Daten können einer- seits untereinander und andererseits zu relevanten Benchmarks oder Planungswerten in Bezug gesetzt werden (Stichwort „performance-gap“). So können etwa Energieverbräuche, Raumtemperaturen oder die Luftqualität bewertet und Ausnahmezustände identifiziert werden. B BIM-Plattform für den Gebäudebetrieb Tobias Weiß, Andreas Riffnaller-Schiefer, Daniel Rüdisser Plattform buildingtwin.at Quelle: AEE INTEC

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