„nachhaltige technologien 03 | 2021"
it 1. Juli 2021 bin ich nun 20 Jahre im Team von AEE INTEC. Zeitgleich mit dem Projektstart des EU-Forschungsprojektes SWAMP (sustainable water management and wastewater purification in tourism facilities) startete mein fixes Angestelltenverhältnis. Zuvor war ich bereits 2 Jahre als freier Mitarbeiter in der Projektabwicklung von Pflanzenkläranlagen tätig. Mit dem Schwerpunkt Wasser- und Abwassermana- gement markierte das Projekt SWAMP, neben dem Kernthema Solarthermie, den Anfang eines neuen Forschungsbereiches bei AEE INTEC. Dem Projekt SWAMP folgten weitere spannende Projekte, die mich sehr oft nach Nordafrika führten. Auch hier war das Ziel, Konzepte für das Abwassermanagement auszu- arbeiten und angepasste Technologien zu entwickeln, um für kleine Kommunen oder Siedlungen, die nicht an eine zentrale Kläranlage angeschlossen waren, eine ordentliche Abwasserbehandlung sicherzu- stellen. In sehr trockenen Ländern wie Ägypten, Marokko, Tunesien oder der Türkei war es zudem erstrebenswert, einfache und robuste Verfahren, wie beispielsweise bepflanzte Bodenfilter, einzusetzen, die entsprechend konzipiert eine Wiederverwendung des Wassers in der Landwirtschaft unkompliziert ermöglichen. Über viele Jahre blieben Pflanzenkläranlagen ein wichtiger Arbeitsschwerpunkt. Im Rahmen meiner Tätigkeit im Technischen Büro von AEE INTEC wurden von mir mehr als 200 Pflanzenkläranlagen in den Bundesländern Kärnten, Steiermark und Burgenland für unterschiedlichste Anwendungen projektiert. Neben meiner beruflichen Tätigkeit bildete ich mich weiter und absolvierte berufsbegleitend den Diplom- studiengang „Wirtschaftsingenieurwesen“ und den Masterstudiengang „Industrial Management“. Im Team der Gruppe „Wasser & Prozesstechnologien“ erforschen und entwickeln wir neue technologische Lösungen und Konzepte zur Schließung von Wasser- kreisläufen und Recycling von Wertstoffen zur Sicherung eines nachhaltigen Umgangs mit der Ressource Wasser. Besonders spannend, aber auch herausfordernd ist es, von Beginn an bei der Entwick- lung neuer Technologien, wie beispielsweise dem Membrandestillationsverfahren, mit dabei zu sein. Man hat die Chance, neue Ideen und Lösungsansätze zu erforschen und die Weiterentwicklung einer neuen Technologie voranzutreiben. Besonders motivierend ist es für mich, wenn Entwicklungsarbeit, die im Labor bei AEE INTEC ihren Anfang nahm, in einer innova- tiven Demonstrationsanlage in einem Industriebetrieb mündet. In diesem Sinne freue ich mich auch weiterhin auf viel Kopfzerbrechen und spannende Projekte. M Mit meinen Kolleg*innen Elena Guillen, Salman Amjad und Ahmed Tahir (von links nach rechts) bei einem Versuch im Wasserlabor von AEE INTEC Quelle: AEE INTEC Christian Platzer Foto: AEE INTEC 35 34 VERANSTALTUNGEN / PORTRÄT
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