„nachhaltige technologien 03 | 2024"

Projekts navigieren. Wurde eine Phase ausgewählt, erscheint rechts im Hauptfenster eine Seite, die die einzelnen Schritte geordnet nach den vier Haupt- themen „Projekt“, „Recht“, „Finanzen“ und „Förde- rungen“ anzeigt. Fragen und Informationen zu den relevanten Aufgaben des Themas müssen von den Benutzer*innen durchgearbeitet werden. Zu manchen Aufgaben werden Informationen über Checkboxen, Datenfelder oder Dropdown-Listen eingegeben, an manchen Stellen kann freier Text hinterlegt werden oder es wird ein Fälligkeitsdatum eingefügt. Einzelne Aufgaben können (je nach Relevanz für das Projekt) übersprungen werden. Anhand des Risikomanagements soll an dieser Stelle kurz dargestellt werden, wie das Tool genutzt wird. In der Anwendung werden die Risiken, kategorisiert nach technischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Risiken, durchgearbeitet. Bei jedem Risiko entschei- det der Benutzer oder die Benutzerin, ob das Risiko für das Projekt relevant ist. Für relevante Risiken wird eine Einschätzung des Schweregrads vorgenommen (hoch, mittel, niedrig) und eine Wahrscheinlichkeit für das Eintreten des Risikos von 0 bis 100 Prozent vergeben. Weiters kann bei jedem Risiko ein Kom- mentar als Freitext eingefügt werden. Die Informationen jedes Themenbereichs stehen als PDF für Projektpartner*innen, Banken oder Förder- stellen zur Verfügung. Der Prototyp des Softwaretools IPEnergy soll An- fang 2025 verfügbar sein. Weiters ist geplant, das Tool für die Schulung bzw. Weiterbildung von Mitarbeiter*innen von KMUs sowie Student*innen an Universitäten einzusetzen, um ihre Fähigkeiten in Bezug auf internationale Projektentwicklung im Bereich der erneuerbaren Energien auszubauen und internationale Kooperationsprojekte im Energiebe- reich erfolgreich umzusetzen. projekten im Energiesektor unterstützt und alle re- levanten Phasen der Projektentwicklung, einschließ- lich Management und Controlling, ganzheitlich abdeckt. Das Software-Tool wird als Web-Anwendung entwickelt. In einem ersten Schritt werden Basis- informationen abgefragt und dadurch verdeutlicht, wo Lücken in Bezug auf das Basiswissen für das Projektvorhaben bestehen. Damit werden KMUs in der Entscheidung unterstützt, ob diese fehlende Expertise selbst angeeignet oder zugekauft werden sollte ("Make or Buy"). Zudem werden relevante Förderstellen identifiziert und Schritt für Schritt alle notwendigen Dokumente erstellt, die von Partner*innen, Investoren*innen oder Banken im Zuge der Projektentwicklung verlangt werden. Das Tool ist folgendermaßen aufgebaut: Am linken Bildschirmrand befindet sich eine Leiste mit Einstel- lungen, Projekten und Templates. Im Hauptfenster daneben befinden sich Nutzer*innen in einer Sub- Phase des Modells, hier sind Detailinformationen zum Projekt, Vorgehensweisen und Schritte der jeweiligen Phase enthalten. Über dem Hauptfenster ist ein Dashboard ersichtlich, welches die wichtigs- ten Informationen phasenübergreifend prägnant darstellt. Diese enthalten den Fortschritt des Pro- jekts (abgeschlossene Phasen, Phasen in Bearbei- tung/Verzögerung und ausstehende Phasen), eine Kostenaufschlüsselung (z. B. eingesetztes Kapital, Fördersummen, Drittfinanzierungen), sowie weitere durch die Nutzer*innen definierte Elemente. Ein Monitoring-Kästchen zeigt Statusinformationen und ein Datum des letzten Updates. Dadurch können Projektmitarbeiter*innen den Gesamtüberblick be- wahren und Risiken für ein Scheitern des Projekts rechtzeitig erkannt werden. Unter dem Monitoring-Kästchen können die Benutzer*innen zwischen den einzelnen Phasen des Dr. Christian Nebenführ ist Senior Lecturer/Researcher und Lehrgangsleiter ERP-Consulting an der Fachhochschule Technikum Wien. christian.nebenfuehr@technikum-wien.at Timothy Berens MAS, BSc. ist Junior Lecturer/Researcher im Kompetenzfeld Digital Enterprise & User Experience an der Fachhochschule Technikum Wien. timothy.berens@technikum-wien.at Dipl.-Ing.in Monika Spörk-Dür ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich „Industrielle Systeme“ bei AEE INTEC. m.spoerk-duer@aee.at Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Weiss ist Leiter des Bereichs „Industrielle Systeme“ bei AEE INTEC. w. weiss@aee.at . Prof. Dr. Andreas Gotwald ist GF der TPA European & Technology Consultants GmbH und Lektor an mehreren Unis und FHs in Österreich zu den Themen Forschung & Entwicklung & Innovation, Unternehmensgründung, IPE, PM, Finanzierung & Förderung von Projekten. Das Projekt IPEnergy wird vom Innovationsnetzwerk "COIN KMU- Innovationsnetzwerke" unterstützt und erhält Mittel vom österreichischen Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft. 1 https://projects.worldbank.org/en/projects-operations/products-and-services/brief/projectcycle 31 30 INDUSTRIELLE SYSTEME

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