„nachhaltige technologien 04 | 2022"
Die Energieversorgung für die Membrandestillation kann durch kostenlose Niedertemperaturabwärme erfolgen, Chemikalien zur Gärrestevorbehandlung entfallen. Am Ende des Prozesses stehen drei Produk- te: Das gereinigte Wasser, das dem Biogas-Prozess wieder zugeführt werden kann (Schließung des internen Wasserkreislaufes) und Ammoniumsulfat als biologisch reiner, regional erzeugter Düngerzu- satz. Die aus dem Gärrest abgetrennten Feststoffe können zukünftig gezielt zum Humusaufbau in Bö- den genutzt werden und damit der Atmosphäre CO 2 entziehen („Carbon Capture“ oder „Negativ Emission Technology“). Auftraggeber: ACR Austrian Cooperative Research Projektpartner: GET – Güssing Energy Technologies (Projektkoordinator), AEE INTEC, LVA – Lebensmittelversuchsanstalt, ZFE – Zentrum für Elektronenmikroskopie Graz, IWI – Industriewissenschaftliches Institut Ansprechperson: Dipl.-Ing. Christian Platzer, MSc, c.platzer@aee.at Weiterführende Informationen / Links im E-Paper https://www.aee-intec.at/bioprofit-profitable-valorisation-von-biogasgaerresten-durch-co2-speicherung-und-naehrstoffrueckgewinnung-p337 Foto: Pixabay m Forschungsprojekt „BioProfit“ haben sich die ACR-Institute GET, AEE INTEC, LVA, ZFE und IWI die Entwicklung eines Verfahrens zur profitablen Nut- zung von Gärresten aus Biogasanlagen, die bislang teuer entsorgt werden müssen, zum Ziel gesetzt. Das Verfahren der Membrandestillation, das bereits im Labormaßstab funktioniert, wird im Projekt so wei- terentwickelt, dass es in realen Anlagen und unter den Bedingungen von Biogasanlagen funktioniert. Bei der Membrandestillation wird der Stickstoff in Form von Ammoniak bereits bei niedriger Tempe- ratur (25-40 °C) über eine hydrophobe Membran verdampft und damit aus den Gärresten abgetrennt. I Nutzung von Biogasgärresten für CO 2 -Speicherung und Nährstoffrückgewinnung
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