„nachhaltige technologien 04 | 2025"
zu nachhaltigen Energietechnologien an der Tech- nischen Universität Graz belegte: Logik, Praxis und Sinnhaftigkeit fügten sich plötzlich zusammen. Der Wechsel ins Studium Energie- und Umweltmanage- ment ermöglichte mir auch die erste Zusammen- arbeit mit AEE INTEC, wo ich meine Masterarbeit zu solar-thermischer Kühlung verfasste und mein technisches Wissen an Praxisarbeiten vertiefte. Die kollegiale und wertschätzende Arbeitsumgebung förderte Motivation und Leistungsbereitschaft – und verstärkten das Gefühl: Hier gehöre ich hin. Zwischendurch zog es mich hinaus: Wootton, ein winziges Dorf bei Oxford – Chorgesang, Pub-Quiz und Bell-Ringing inklusive. Wieder zurück in Graz arbeitete ich im Projektteam für Planung, Umset- zung und Betriebsbegleitung von Mikromobilitäts- lösungen. Heute arbeite ich wieder bei AEE INTEC, als Projektassistentin in der Abteilung „Städte und Netze“. Ich genieße die inhaltliche Arbeit, sowie das Miteinander im Team – diese besondere Mischung aus Fachlichkeit, Offenheit und Humor. Rücksicht auf die Natur ist für mich kein abstraktes Ziel, sondern gelebter Alltag – im Beruf genauso wie im Familienleben. Und manchmal, wenn ich wieder in einer Schlammpfütze stehe, muss ich lächeln: Die Welt ist kompliziert genug – da darf man sich ruhig verwirren lassen. Foto: AEE INTEC M anchmal sorge ich für Verwirrung. Schon beim ersten Satz: Servus, ich bin Larissa Hamilton. Der Name klingt nach England, die Stimme nach Ost- steiermark. Ich stehe mit Gummistiefeln in einer Regenpfütze – und wenig später sitze ich über Energiedaten. Ich liebe den Wald – und die Systeme, die ihn am Laufen halten. Genauso Logik, Zahlen und erneuerbare Energien. Von der Handelsakademie zur Projektarbeit bei AEE INTEC. Dazwischen England – und die Erkenntnis: Ich bin am liebsten beides. Bodenständig und weltoffen. Naturverbunden und technikaffin. Wie das zusammenpasst? Am besten erzähle ich es von Anfang an. Aufgewachsen am Rande eines kleinen Dorfes in der Südoststeiermark waren Gemüseanbau, Forstarbeiten und gemeinsames Musizieren kein Hobby, sondern Lebensstil. Und anders könnte ich es mir auch künftig nicht vorstellen (auch wenn mein Teenager-Ich damals noch protestiert hätte). Mein Alltag spielt sich zwischen Familie, Natur und Musik ab – ob beim Einkochen von Marmelade oder wenn ich mit meinen Töchtern durchs hohe Gras der Nachbarskatze nachlaufe oder mit ihnen die tiefsten Regenlachen suche. Ich singe leidenschaftlich im Chor und genieße die Gemeinschaft genauso wie den ruhigen Moment allein am Klavier. Diese Erdung und Leichtigkeit sind für mich genauso wichtig wie mein Beruf. Nach der Handelsakademie begann ich mein Studium Umweltsystemwissenschaften mit Schwerpunkt Volkswirtschaft – spannend, allerdings zu theore- tisch. Mein Wendepunkt kam, als ich Wahlfächer Lebensenergie trifft Solarenergie 35 VERANSTALTUNGEN / PORTRÄT 34
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