„nachhaltige technologien 1|2017"
17 Für Gemeinden lassen sich folgende Empfehlungen ableiten: Für Gemeinden, welche nachhaltig einen aktiven Bei- trag zum Klimaschutz leisten wollen, empfiehlt sich ein strategischer Planungsprozess. Dieser umfasst in einem ersten Schritt das Screening der oben beschrie- benen Handlungsfelder zum Zweck der Identifikation vorhandener Lücken und des aktuellen Bedarfs. In einem nächsten Schritt geht es um die Festlegung von Visionen und Zielen und die Schaffung der ent- sprechenden Organisationsstrukturen innerhalb der Gemeinden. Daraus können schließlich langfristige Entwicklungskonzepte für die integrale Stadt- und Energieplanung abgeleitet werden. Dieser Prozess kann durch Programme wie z. B. das e5-Programm für energieeffiziente Gemeinden oder den European Energy Award begleitet werden. Für Gemeinden, welche aktuell ein größeres Bauvor- haben umsetzen in welchem Kosten und Energieeffi- zienz einen hohen Stellenwert einnehmen, empfiehlt sich ein integraler Planungsprozess. Dabei geht es um die Identifikation und aktive Einbindung aller rele- vanten Beteiligten (z. B. Bauträger, Energieversorger, Gemeinden) und die optimale Nutzung bestehender Instrumente (z. B. Wettbewerbe, Ausschreibungen, Verträge). Dieser Prozess kann durch externe ExpertIn- nen begleitet und qualitätsgesichert und im Idealfall in einen strategischen Planungsprozess übergeführt werden. DI Helmut Strasser , SIR - Salzburger Institut für Raumordnung und Wohnen, Leiter des Fachbereichs Energie und Operating Agent des IEA EBC Annex 63. helmut.strasser@salzburg.gv.at Oskar Mair am Tinkhof , SIR - Salzburger Institut für Raumordnung und Wohnen, Projektmanager. Weiterführende Informationen: www.annex63.org www.iea-ebc.org/projects/ongoing-projects/ebc-annex-63 www.task51.iea-shc.org www.e5-gemeinden.at www.european-energy-award.org ANZEIGE 1 2
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