„nachhaltige technologien 01 | 2025"
Von der Forschung zur Praxis Ein zentraler Erfolgsfaktor der Green-BIM-For- schungsprojekte ist die enge Zusammenarbeit mit Praxispartner*innen sowie die Ausarbeitung von „Use Cases“. Anhand realer Projekte und Fragestellun- gen werden die entwickelten Datenstrukturen und Workflows getestet, um sie an die Bedürfnisse von Landschaftsarchitekturbüros und Begrünungsunter- nehmen anzupassen und zu optimieren. Zusätzlich wurden und werden Schulungen, wie die digiGREEN- Basics-Kurse (2022 & 2024) für Praktiker*innen angeboten, um die digitale Kompetenz in der Grünen Branche zu fördern. Zwischen April und Juni 2025 findet ein weiterer Kurs online statt (https://v-gbk. org/digigreen-basic-schulungen-fuer-einsteigerin- nen-2025/). Summer- und Winterschools für Studie- rende und Lehrlinge ergänzen das Schulungsangebot. Dadurch werden nicht nur die heutigen Fachkräf- te, sondern auch der Nachwuchs optimal auf die Anforderungen der digitalen Landschaftsarchitektur vorbereitet (https://v-gbk.org/summer-school-2025/) . Zukünftige Anforderungen und Visionen Die bisherigen Projekte zeigen deutlich, dass BIM eine Schlüsselmethode für die Digitalisierung der Grünen Branche ist. Es gibt jedoch noch Herausfor- derungen, die angegangen werden müssen – insbe- sondere in Bezug auf Nachhaltigkeitsbewertung und -berichterstattung. Zukünftig wird die Projektreihe mit dem ebenfalls von der FFG geförderten Projekt Green BIM 3 fortgesetzt. Hier liegt der Fokus auf der praxisorientierten Technologieentwicklung. Neben den Daten aus den Vorgängerprojekten werden dyna- mische Baummodelle, die eine zeitliche Entwicklung darstellen können, sowie die Sammlung und Bereit- stellung von Kennwerten rund um die Ökosystem- dienstleistungen von Pflanzen vorangetrieben. Der Wissenstransfer wird durch Dialogforen, Schulungen und Öffentlichkeitsarbeit unterstützt. Zudem bleibt die Vernetzung in der Grünen Branche zentral, um die Digitalisierung voranzutreiben und die Nachhaltigkeit im Bausektor zu optimieren. Der Verein zur Förderung der Grünen Baukultur engagiert sich hier stark, um die Ergebnisse der Green BIM Projekte – auch europaweit – weiter zu verbreiten und in der Praxis zu verankern. Neben Publikationen, Netzwerktreffen, Vereinsstammtischen und Konfe- renzbeiträgen werden in einem Erasmus+ Projekt internationale Kooperationen mit Finnland und Deutschland ausgebaut und vertieft. Bildungsange- bote und Austausch sind dabei entscheidend, um gemeinsame Standards zu etablieren. Insgesamt tragen Forschung, Vernetzung und Ko- operation dazu bei, die digitale Transformation der Grünen Branche zu beschleunigen und innovative Lösungen zur Klimaanpassung zu entwickeln. Die Grüne Branche steht damit an der Schwelle zu einem neuen digitalen Zeitalter. Abb. 2 Green BIM Summer School Juli 2024 – Reininghausgründe Graz Photo: Hans Hafellner, TU Graz Niederschlag Temperatur Abb. 1 BuildingTwin-online-Viewer – Datenvisualisierung und Monitoring für Projekte der Grünen Branche Grafik: AEE INTEC - buildingtwin, 2024, bearbeitet vom Verein zur Förderung der Grünen Baukultur
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