„nachhaltige technologien 2|2019“

er Klimawandel findet statt. Überall, auch in Österreich. Erste Anzeichen sind bereits deutlich zu spüren: Die letzten 12 Monate waren die wärmsten, die jemals in Österreich gemessen wurden. Sie lagen bis zu drei Grad Celsius über den Werten, die noch vor 50 Jahren normal waren. Wir verlieren erstmalig großflächig Fichtenwälder durch massive Ausbreitung des Borkenkäfers infolge von Trockenheit und warmer Temperaturen. Das ist keine Ausnahme, das ist die neue Normalität. Weitermachen wie bisher, insbe- sondere im Verbrennen von Kohle, Öl und Erdgas, ist keine Option. Das Übereinkommen von Paris fixiert als lang- fristiges Ziel die Begrenzung des Klimawandels auf – global gemittelt – deutlich unter zwei Grad Celsius gegenüber vorindustriellen Werten. Wir haben die UNO-Klimakonferenzen der letzten drei Jahre genutzt, die vielen technischen Details des Übereinkommens zu fixieren. Dazu zählen Regeln für ein einheitliches Berichtswesen, Maßnahmen zur Anpassung an die unvermeidbaren Folgen des Klimawandels, Zusagen zur Klimafinanzierung und vieles mehr. Gleichzeitig haben wir in der EU mit der Umsetzung des Klimaplans unter dem Übereinkommen von Paris begonnen. Im Dezember des Vorjahres konnten wir auf der Kli- makonferenz in Katowice (Polen) ein umfassendes Paket an Detailentscheidungen ausverhandeln. Österreich hatte im Rahmen des Vorsitzes im Rat der Europäischen Union die verantwortungsvolle Aufgabe, die EU in den Verhandlungen zu koor- dinieren und in den Gesprächen mit Drittstaaten nach außen zu vertreten. Bundesministerin Elisa- beth Köstinger und ihr Team konnten nach zwei intensiven Wochen ein aus europäischer Sicht sehr positives Ergebnis mitgestalten. D Nach Paris und Katowice – jetzt geht es um die Umsetzung der Klimaziele Josef Plank Foto: BMNT

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