„nachhaltige technologien 02 | 2024"

Dr. Cécile Kerebel ist Projektleiterin des Forschungsprojekts G/E/L SEP II am SIR Salzburger Institut für Raumordnung & Wohnen GmbH. cecile.kerebel@salzburg.gv.at Dipl.-Ing. Christian Sakulin leitet den Bereich “Projekte und Innovationen“ bei der Energie Agentur Steiermark. christian.sakulin@ea-stmk.at Dipl.-Ing. Stefan Geier ist Universitätsassistent am Institut für Raumplanung, Umweltplanung und Bodenordnung an der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU). stefan.geier@boku.ac.at Mag. Dr. Ingrid Schardinger ist Co-Projektleiterin bei Research Studio iSPACE. ingrid.schardinger@researchstudio.at Christina Standl, MSc. arbeitet am SIR Salzburger Institut für Raumordnung & Wohnen GmbH. christina.standl@salzburg.gv.at Dipl.-Ing. Franz Mauthner, MSc. ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Projektleiter im Bereich „Städte und Netze“ bei AEE INTEC (Themenleitung Wärme / Kälte / Bestandstransformation). f.mauthner@aee.at Weiterführende Informationen / Links im E-Paper [1] GEL S/E/P Homepage, https://www.waermeplanung.at/ , last accessed 2024/04/25. [2] Götzlich, L., et al. 2022: Bottom-Up Heat demand model, ISEC 2022, Graz (4-2022) [3] Götzlich, L., et al. 2021: Gebäudemodell für die räumliche Energieplanung, AGIT – Journal für Angewandte Geoinformatik 2021, doi:10.14627/537707011, Salzburg (7-2021) [4] Schardinger, I., et al. 2019: Räumlich hoch aufgelöste Modellierung von potenziellen Fernwärmegebieten, IEWT 2019, Wien (2-2019) [5] Rehbogen, A., et al. 2021: Energie und Klimaschutz in hoheitlichen Planungsprozessen berücksichtigen - Bedarf, Anwendungsfälle und Lösungsansätze aus der Praxis. In R. Giffinger, M. Berger, K. Weninger, & S. Zech (Eds.), Energieraumplanung - ein zentraler Faktor zum Gelingen der Energiewende (pp. 5–17). https://doi.org/10.34726/807 [6] Mauthner F.. Stoeger A. 2024: ESTABLISHING SPATIAL ENERGY PLANNING FOR AUSTRIA'S ENERGY TRANSITION, ISEC 2024, Graz (04-2024) In den beteiligten Bundesländern wurden bereits be- deutende Fortschritte erzielt, um das Verständnis für die Vorteile und Möglichkeiten einer gemeinsamen Herangehensweise an die Planung der Energiewende zu vertiefen. Zudem wurden auch rechtliche Rahmen- bedingungen geschaffen, die eine Grundlage für den Austausch von Daten bieten. Es ist von entscheidender Bedeutung, das gemein- same öffentliche Interesse am Klimaschutz und die individuellen Datenschutzanforderungen sorgfältig abzuwägen. Denn es braucht einen Ansatz, der die Verfügbarkeit von Daten für die dringend benötigten Planungen gewährleistet, während gleichzeitig die Interessen und der Schutz der Bürgerinnen und Bür- ger berücksichtigt werden. Fazit und Ausblick Der ENERGIEatlas bietet der öffentlichen Verwaltung in den teilnehmenden Gebietskörperschaften Infor- mationsgrundlagen an, die vielfältige Anwendungen ermöglichen, unter anderen im Bereich Kommunika- tion, Analyse und Planung (z. B. Baugenehmigung, Bebauungsplanung, Kommunale Wärmeplanung, Mo- bilitäts- und Verkehrsplanung, Regionalentwicklung, Landesentwicklung), Entscheidungshilfe und Be- richtspflichten sowie Monitoring. Weiternutzungen für Bürger*innen sind schon in Entwicklung, insbe- sondere im Bundesland Salzburg mit Webapplikatio- nen zum Themen Heizungswechsel und Solarenergie. Verbesserungen der rechtlichen Rahmenbedingungen Der Aufbau eines digitalen Energieatlas für die Ener- gieraumplanung erfordert eine integrierte Herange- hensweise, die Daten aus verschiedensten Quellen vereint und diese sowohl in bestehende als auch neu entwickelte Methoden integriert [1,2,3,4,6] . Daraus lassen sich Entscheidungsgrundlagen für verschiede- ne Planungsebenen und -horizonte schaffen. Dieser Prozess ist durch die Relevanz einer Vielzahl von Rechtsmaterien gekennzeichnet, die von Baurecht und Raumordnung über Natur- und Umweltschutz bis hin zu Gewerberecht und Energierecht reichen. Um den zuständigen Stellen die Erfüllung ihrer Auf- gaben in Planung, Kommunikation und Abstimmung zu ermöglichen, müssen die erforderlichen Daten von den entsprechenden Dateneigentümern geliefert werden. Es wird angestrebt, den Datenfluss zukünftig nicht mehr als Einbahnstraße zu gestalten, son- dern allen Beteiligten aktuelle und unterstützende Planungsgrundlagen zur Verfügung zu stellen. Inf- rastrukturbetreiber sollen durch den gegenseitigen Austausch von Daten von einem verbesserten Maß an Planungs- und Rechtssicherheit profitieren. Um dies zu ermöglichen, müssen bestehende rechtliche Rahmenbedingungen überprüft und gegebenenfalls angepasst oder neue Regelungen geschaffen wer- den, die den Datenaustausch in einem integrierten Planungsprozess erleichtern. Projektwebseite: SEP | Spatial Energy Planning Räumliche Energieplanung 29 28 STÄDTE & NETZE

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