„nachhaltige technologien 02 | 2026"

Christian Berghofer ist Technischer Leiter der Sonnentherme Lutzmannsburg-Frankenau GmbH. c.berghofer@sonnentherme.at Dipl.-Ing. Sebastian Dragosits, B.Sc. ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Forschung Burgenland GmbH, sebastian.dragosits@hochschule-burgenland.at Dipl.-Ing. (FH) Carina Seidnitzer-Gallien, M.A. ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Erneuerbare Energietechnologien bei AEE INTEC und leitet das Projekt GEO.MAT, c.seidnitzer-gallien@aee.at Dipl.-Ing. Roman Stelzer, B.Sc., ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Forschung Burgenland GmbH roman.stelzer@hochschule-burgenland.at Weiterführende Informationen / Links im E-Paper [1] Seidnitzer-Gallien, C., Stelzer, R., Dragosits, S. (2024): Use of waste heat potential and flexibility elements to speed up decarbonisation in Austrian thermal spas. In: Proceedings 3rd International Sustainable Energy Conference (ISEC 2024). DOI: 10.52825/isec.v1i.1262 [2] Seidnitzer-Gallien, C., Bühne, X., Gumhalter, M. (2024): CO2-freie Therme – Erhebung, Benchmarks und Konzepte zur Dekarbonisierung. In: Proceedings e.nova International Conference 2024. DOI: 10.57739/978-3-903207-89-9 [3] Dragosits, S., Stelzer, R., Klanatsky, P. (2025): Lastmanagement in Thermalbädern mithilfe eines Data-Driven-Model-Predicitve-Control- Ansatzes. In: Proceedings e.nova International Conference 2025. DOI: 10.82405/978-3-9505410-4-5 [4] Dragosits, S., Stelzer, R., Klanatsky, P. (2026): Lastmanagement von Thermalbädern mittels Data-Driven-Model-Predictive-Control. e.nova 2026 „Das Forschungsprojekt GEO.MAT zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial in der intelligenten Nutzung vorhandener Energiequellen liegt. Für die Sonnentherme Lutzmannsburg bedeutet dies einen wichtigen Schritt zur nachhaltigen Reduktion des fossilen Energieeinsatzes. Durch Wärmerückgewinnung, Abwärmenutzung und vorausschauende Regelung können Effizienzsteigerungen direkt im laufenden Betrieb erzielt werden, ohne - und das ist wesentlich - den Gästekomfort einzuschränken. Neben ökologischen Vorteilen leisten die Projektergebnisse auch einen wichtigen Beitrag zur langfristigen wirtschaftlichen Absicherung unseres Betriebes und schaffen gleichzeitig ein praxisnahes Referenzmodell für weitere Thermenstandorte in Österreich.“ Werner Cerutti, Geschäftsführer Sonnentherme Lutzmannsburg-Frankenau GmbH Foto: Sonnentherme Lutzmannsburg-Frankenau GmbH getisch ineinander: Die Wärmequellen werden über- haupt erst dann vollständig nutzbar, wenn der Regler in der Lage ist, ihren zeitlich variablen Charakter zu antizipieren und in die Becken-Nachheizungsstrategie einzubinden. Die Wärmerückgewinnung aus der Kälteanlage ist bereits umgesetzt und in Betrieb. Die Maßnahme zur Wärmerückgewinnung aus dem Rückspülbecken befindet sich derzeit in der Detailplanung und Aus- schreibungsvorbereitung. Die DMPC wurde bereits im laufenden Betrieb implementiert. Aktuell wird die Regelung der Wärmerückgewinnung aus der Kälteanlage in das DMPC-Modell integriert – die Wär- merückgewinnung aus dem Rückspülbecken folgt zukünftig. Die nächsten Schritte umfassen die quan- titative Auswertung der Betriebsergebnisse sowie die Vorbereitung übertragbarer Konzeptbausteine für weitere Thermenstandorte in Österreich. Das Gesamtpotenzial an CO 2 -Einsparungen für die untersuchten Demonstrationsstandorte liegt laut GEO.MAT-Potenzialstudien bei 500 bis 1 500 Tonnen CO 2 pro Jahr. Kältemaschine im Hotel Sonnenpark (Abwärmequelle) Foto: Klimafonds/Krobath Das Projekt wird aus Mitteln des Klima- und Energiefonds gefördert und im Rahmen der Forschungsinitiative "Green Energy Lab" als Teil der österreichischen Innovationsoffensive "Vorzeigeregion Energie" durchgeführt.

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