„nachhaltige technologien 02 | 2026"

um etwa 3.000 Euro. Insgesamt ergibt sich jedoch aufgrund der höheren Energiekosten eine verringerte direkte Wertschöpfung aus dem Anlagenbetrieb. Das Verhältnis zwischen CO 2 -Reduktion beträgt ca. 240 kg CO 2 -Einsparung je 1.000 investierten Euro über die gesamte Nutzungsdauer. Für das Wärmenetz in Kreuzstetten wurde ein Zukunftsszenario bewertet. Neben der Optimierung des Biomassekesselbetriebs wurde die Integration einer Luft-Wärmepumpe für den Sommerbetrieb und der Anschluss von zusätzlichen Haushalten bewertet. Das führt zu einer Reduktion des Treibhauspotentials um 17% von 264 auf 219 Tonnen CO 2 -Äquivalent, der gesamte Primärenergieverbrauch sinkt um 14%. Diese Einsparung ist auf die Stilllegung fossiler Heizsysteme in den neu an das Nahwärmenetz angeschlossenen Gebäuden zurückzuführen. Die Anbindung neuer Kunden erhöht die jährliche inlän- dische Wertschöpfung um ca. 17.000 Euro, durch die abgeschätzte Investition für die Wärmepumpe steigt die inländische Wertschöpfung um 4.000 Euro. Die Relation zwischen CO 2 -Reduzierung und Investition zeigt, dass pro 1.000 Euro Investition etwa 1 800 kg CO 2 eingespart werden könnten. In der ökonomischen Bewertung zeigt sich, dass die Ergebnisse stark von den Energiepreisen über die Nutzungsdauer abhängen. Biomasse, Heizöl und Gas waren bisher im Vergleich zu Strom vergleichsweise günstig. Demzufolge ist ein hoher COP notwendig, damit die Integration von Wärmepumpen rentabel wird. Die hohen Preissteigerungen bei fossilen Energieträgern 2026 begünstigen die Rentabilität der Projekte. Auch durch den erwarteten Anstieg der CO 2 -Preise ist die Wärmepumpenintegration eher rentabel. Bereinigt um die Inflation blieben fossile Energieträger auf lange Sicht weitestgehend preis- stabil. Inwiefern sich die Energiepreise in Zukunft entwickeln werden, hängt stark von politischen Entscheidungen ab. In die Rauchgaskondensation integrierte Wärmepumpenkaskade im Heizwerk Saalfelden Foto: Klimafonds / Krobath CO 2 -Äquivalent-Einsparung in den drei Demonstratoren Saalfelden, Wald im Pinzgau und Kreuzstetten Quelle: JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH / Martin Beermann Wärmenetz Speicher Biomassekessel Gaskessel Ölkessel Wärmepumpe Gebäudeheizungen 2.200 2.000 1.800 1.600 1.400 1.200 1.000 800 600 400 200 - 2.047 193 105 264 219 [t CO2e / Jahr] 597 Vor BM Retrofit Saalfelden Wald Kreuzstetten Nach BM Retrofit Vor BM Retrofit Nach BM Retrofit Vor BM Retrofit Nach BM Retrofit 29 28 STÄDTE UND NETZE

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