„nachhaltige technologien 02 | 2026"
quellen wie Geothermie und Solarthermie sowie die Weiterentwicklung thermischer Speichertechnologien. Ergänzend dazu gewinnen systemische Ansätze an Bedeutung, in denen Strom-, Wärme-, und Kältesys- teme gemeinsam betrachtet und optimiert werden. Forschung zwischen Analyse und Umsetzung In 20 Sessions und vier Workshops wurden zentrale Forschungsthemen der Energietransformation vertieft behandelt. Dazu zählen die Weiterentwicklung von Fernwärme- und Fernkältenetzen, die Reduktion des Energiebedarfs von Gebäuden beispielsweise durch serielle Sanierung, industrielle Abwärmenutzung, Energiespeichertechnologien, Digitalisierung, sektorübergreifende Energiesysteme sowie Carbon Management. Politische und wissenschaftliche Rahmenbedingungen Die Konferenz wurde mit einem Video-Grußwort von Bundesminister Peter Hanke (BMIMI - Bundesmi- nisterium Innovation, Mobilität und Infrastruktur) eröffnet. Weitere Impulse kamen von Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (BMWET - Bundesministerium Wirtschaft, Energie und Tourismus), Willibald Ehren- ie Transformation der Energiesysteme ist heute eine zentrale Aufgabe der Energie-, Forschungs- und Industriepolitik. Mit der 4. International Sustainable Energy Conference (ISEC 2026) wurde von 14. bis 16. April 2026 im Messecongress Graz erneut eine internationale Plattform geschaffen, auf der wissenschaftliche Forschung, technologische Ent- wicklung und energiepolitische Rahmenbedingungen zusammengeführt wurden. Organisiert wurde die Konferenz von AEE – Institut für Nachhaltige Tech- nologien gemeinsam mit United Nations Industrial Development Organization (UNIDO) und European Technology Platform on Renewable Heating and Cooling (RHC-ETIP). Rund 550 Expert*innen aus 42 Ländern und fünf Kon- tinenten diskutierten technologische Entwicklungen, regulatorische Rahmenbedingungen und konkrete Wege zur Umsetzung der Energietransformation. Da- bei wurde deutlich, dass nicht nur neue Forschungs- erkenntnisse im Vordergrund stehen, sondern vor allem die Frage, wie Forschungsergebnisse in die Praxis überführt, unter realen Bedingungen getestet und in konkrete Anwendungen gebracht werden können. Wärme und Kälte als zentraler Hebel der Energiewende Während Versorgung durch Strom häufig im Mittel- punkt der öffentlichen Diskussion steht, adressiert die ISEC einen zentralen, jedoch oft unterschätzten Bereich der Transformation: die Wärme- und Kälte- versorgung in urbanen und industriellen Energie- systemen. Wärme macht rund 50 % des weltweiten Endenergiebedarfs aus und stellt damit einen we- sentlichen Hebel für die Dekarbonisierung dar. Im Zentrum der Präsentationen standen daher die Nutzung industrieller Abwärme, erneuerbare Wärme- D ISEC 2026 in Graz – Wärme und Kälte als Schlüssel der Energietransformation Christoph Brunner, Martin Wagner-Kletz, Manuela Eberl
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