„nachhaltige technologien 02 | 2026"

Am zweiten Konferenztag setzten Prof. Dr. Michelle Shipworth (UCL Energy Institute), Dr. Andreas Hauer (ZAE Bayern) und Prof. Dr. Lieve Helsen (KU Leuven) weitere wissenschaftliche Impulse zu zentralen Zukunftsfragen – darunter gesellschaftliche Verant- wortung, Energiespeicher und Flexibilität sowie der klimaneutrale Umbau des Gebäudesektors durch Effi- zienz, erneuerbare Energien und Systemintegration. Von der Forschung in die Umsetzung Die ISEC 2026 machte deutlich, dass die Transforma- tion der Energiesysteme eine gemeinsame Aufgabe von Forschung, Industrie und Politik ist und zugleich eng mit der Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschafts- standorts Europa verknüpft bleibt. Dies zeigte sich insbesondere darin, dass wissenschaftliche Beiträge, politische Statements sowie die vertiefenden Dis- kussionen in Sessions und Workshops systematisch aufeinander aufbauten. Formate wie „Meet the Industry“ und die Fach- ausstellung mit 27 Ausstellern ermöglichten den direkten Austausch mit Unternehmen und stärkten die Vernetzung von Forschung, Wirtschaft und Praxis. Dabei wurden bestehende Kontakte vertieft und neue thematische Anknüpfungspunkte für zukünftige Kooperationen geschaffen, die über die Konferenz hinausreichen. Entscheidend bleibt, dass die technologische Basis in vielen Bereichen bereits vorhanden ist – im Mittelpunkt stehen nun die Geschwindigkeit der Umsetzung sowie die konsequente Skalierung und Weiterentwicklung gemeinsamer Lösungsansätze. höfer (Land Steiermark), Hon. Dr. Kandeh K. Yumkella (ehemaliger UNIDO-Generaldirektor) sowie Urban Peyker (Klima- und Energiefonds). Sie unterstrichen die Bedeutung von Innovations- kraft, unternehmerischer Dynamik, beschleunigter Umsetzung und starken regionalen Innovationssys- temen für das Gelingen der Energietransformation. In der Plenary Session des zweiten Konferenztages gaben Sabine Mitter (BMIMI), Michael Aumer (BMWET) und Dr. Thomas Schleker (Europäische Kommission, DG Research and Innovation) Einblicke in aktuelle politische Rahmenbedingungen sowie europäische und nationale Förderprogramme. Adressiert wurden insbesondere neue EU-Initiativen zur Unterstützung der Energie- und Wärmewende. Internationale Forschungsdimension und globale Perspektive Ein wesentlicher Schwerpunkt der ISEC lag auf der internationalen Dimension der Forschung sowie dem Austausch zwischen Europa und dem Globalen Süden. Beiträge von UNIDO und Diskussionen mit Delegationen aus Afrika und China verdeutlichten die Bedeutung gemeinsamer Forschungs- und Inno- vationspfade für eine globale Energietransformation. Im Fokus standen Fragen der gerechten Trans- formation, Investitionsbedarfe in Schwellen- und Entwicklungsländern sowie die Rolle internationaler Kooperationen für nachhaltige Energiesysteme. Wissenschaftliche Keynotes und Systemperspektiven Renommierte Keynotes von Rana Ghoneim (UNIDO), Aleš Prešern (Siemens Energy Austria & Slowenien) und Werner Ressi (Energie Steiermark) beleuchteten globale Transformationsprozesse, technologische Entwicklungen und konkrete Umsetzungspfade der Energiewende – von internationalen Initiativen über die notwendige Beschleunigung der Umsetzung bis hin zu Investitionen in erneuerbare Energien, Netze und Speicher. DI Christoph Brunner ist Geschäftsführer bei AEE INTEC und Conference Chair der ISEC. c.brunner@aee.at Martin Wagner-Kletz leitet die PR- und Wissenschaftskommunikation bei AEE INTEC. m.wagner-kletz@aee.at Manuela Eberl leitet die Veranstaltungsorganisation bei AEE INTEC. m.eberl@aee.at Fotos: LippZahnschirm 33 32 ISEC 2026

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