„nachhaltige technologien 3|2017“
griert, was zu einem spezifischen Jahressolarertrag von 435 kWh/m² Apertur *a führte. Weitere 12 Projekte mit konsequenter Bauteilaktivierung und prognostizierten solarenDeckungsgraden zwischen 55 und 100%werden aktuell vom Team der Begleitforschung bearbeitet. Einsatz von Mitteltemperaturkollektoren Insbesondere die Einspeisung solarer Wärme in Fern- wärmenetze sowie in industrielle Prozesse erfordert häufig sogenannte Mitteltemperaturkollektoren, die im Temperatursegment zwischen 70 und 120°C eine höhere Effizienz aufweisen als herkömmliche Flach- kollektoren. Im Zuge der wissenschaftlichen Beglei- tung werden hier sowohl vier Projekte mit Vakuumröh- renkollektoren als auch sieben Projekte mit zweifach abgedeckten Kollektoren untersucht. Insbesondere im Segment der zweifach abgedeckten Kollektoren konnten dabei zahlreiche Produktneuentwicklungen festgestellt werden, die im Zuge der wissenschaftli- chen Begleitung auch sehr gute Betriebsergebnisse ergaben. Eine Anlage speist mit 2 490 m² Bruttokol- lektorfläche ins Grazer Fernwärmenetz ein, wobei fünf verschiedene, zweifach abgedeckte Kollektortypen untersucht werden. Trotz des grundsätzlich hohen Betriebstemperaturniveaus städtischer Fernwärme konnte in dieser Anlage ein beachtlicher Ertrag von 489 kWh/m² Apertur *a erreicht werden. Prokurist Ing. Christian Fink ist Leiter des Bereichs Thermische Energietechnologien und hybride Systeme bei AEE INTEC. c.fink@aee Dipl.-Ing. Walter Becke und Samuel Knabl MSc. sind wissenschaftliche Mitarbeiter des Bereichs „Thermische Energietechnologien und hybride Systeme“ bei AEE INTEC. Weiterführende Informationen: • Ergebnisberichte finden Sie unter www.solare-grossanlagen.at Im Projekt „HABAU Hoch- und Tiefbau GmbH“ dient die Solaranlage im Winter zur Beheizung der Fertigungshalle und unterstützt im Sommerhalbjahr den Trocknungsprozess in der Herstellung von Betonfertigteilen. Spezifischer Solarertrag der Anlage 435 kWh/m² Apertur *a mit 1 411 m² Bruttokollektorfläche. Foto: HABAU, Franz Strasser Mitteltemperaturkollektoren zur Einspeisung ins Grazer Fernwär- menetz mit einer Bruttokollektorfläche von 2 490 m². Untersucht werden fünf verschiedene, zweifach abgedeckte Kollektortypen. Foto: SOLID GmbH / Picfly.at Thomas Eberhard
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