„nachhaltige technologien 3|2018“

m Zuge einer Dekarbonisierung des Energiesystems kommt Wärme- und Stromspeichern zunehmend steigende Bedeutung als Flexibilisierungselementen sowohl in Verbindung mit fluktuierenden Erneuerba- ren als auch energiesektorübergreifend zu. Durch die stetig wachsende Einspeisung volatiler, nicht regelbarer erneuerbarer Energien werden schon heute zunehmend die bestehenden Energie- netze belastet. Eine Glättung der Schwankungen im Stromsektor mit Hilfe von Batterien oder Pumpspei- cherkraftwerken kann Abhilfe schaffen, ist aber sehr kostenintensiv. Aus diesem Grund wird häufig über die Sektorenkopplung von Strom und Wärme (Power to Heat - P2H) zur Flexibilisierung des Stromnetzes über den Wärmesektor diskutiert und diese Sektoren- kopplung punktuell auch bereits betrieben. Intelligenten Energiesystemen und netzreaktiver Haustechnik von Gebäuden wird in zahlreichen Studien eine zentrale Rolle als flexiblen Teilnehmern in Smart Grids zugeschrieben. Als Herausforderung und als zentral wichtige Fragestellung mit hohem Forschungsbedarf stellt sich im Gebäudesektor der sogenannte „Mismatch“ – das Ungleichgewicht zwi- schen Energieeinspeisung ins und Energieentnahme aus dem Netz - dar. Die Ausschöpfung des Energiespeicherpotentials von bereits vorhandenen installierten Behälterwasser- speichern liegt als grundsätzlich kostengünstige Va- riante besonders nahe. Diese können dabei einerseits eine Entlastung der Energienetze im Zusammenhang mit der Steigerung der Eigenverbrauchsanteile dezen- traler Erneuerbarer adressieren, andererseits kann die vorhandene Speicherkapazität der Wasserspeicher mit Abstrichen auch zentral zur Verfügung gestellt werden und so erheblich zum Lastmanagement im Netz bzw. bei den Versorgungsanlagen beitragen. I Vorhandene Wasserspeicher als Chance zur Energieflexibilisierung Thomas Ramschak, Christian Fink Foto: SFL technologies GmbH

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