„nachhaltige technologien 3|2018“
Fazit und Ausblick auf die „Smart Readiness“ von Gebäuden Gebäude zeichnen sich zukünftig nicht mehr nur durch ihre Energieeffizienz aus. Gebäude interagieren mit umliegenden Gebäuden und Energiesystemen. Durch die Nutzung ihres innewohnenden Potenzials können Gebäude den umgebenden Energienetzen Energieflexi- bilität anbieten. Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse ist es wichtig, die Aufmerksamkeit neben der stati- schen Energieeffizienzbewertung einzelner Gebäude hin auf eine dynamische CO 2 -Emissionsoptimierung im übergeordneten Energienetz zu lenken. Energieflexibilität wird als wichtiger Teil der „Smart- ness“ von Gebäuden gesehen. In der aktuellen Erstellung eines Vorschlags der EU für einen "Smart Readiness"-Indikator wurde vom IEA EBC Annex 67 ein Positionspapier verfasst, um zur Beschreibung dieser „Smartness“ beizutragen. AEE INTEC wird 2018/2019 in einem Konsortium mit 17&4 Organisationsberatung, Technologieplattform Smart Grids Austria und der Fachhochschule Technikum Wien einen nationalen Vorschlag für den "Smart Readiness"-Indikator erstellen. Dipl.-Ing. Armin Knotzer und Dipl.-Ing. Tobias Weiss sind wissenschaftliche Mitarbeiter des Bereichs „Bauen und Sanieren“ bei AEE INTEC. a.knotzer@aee.at "Notwendiges Wissen über die aktuellen Vorgänge in einem Gebäude kann aus den Komponenten der technischen Gebäudeausrüstung und Smart Metern abgeleitet werden. Eine Vielzahl an unterschiedlichen Technologien steht bei der Gebäudeautomation zur Verfügung. Um diese Heterogenität in den Griff zu bekommen und offene Building-to-grid-Applikationen zu realisieren, bieten das "Semantic Web" und das industrielle "Internet der Dinge" spannende Ansätze zur Wissensrepräsentation bzw. Datenübertragung. An diesen Forschungsfragen arbeiten wir im Forschungsbereich Automation Systems der TU Wien unter anderem in Kooperation mit AEE INTEC im Rahmen unserer IEA EBC Annex 67 Beteiligung." Wolfgang Kastner , TU Wien, Institut für Computer Engineering, Research Division Automation Systems Weiterführende Informationen: • IEA EBC Annex 67 „Energie-flexible Gebäude“: https://nachhaltigwirtschaften.at/de/iea/technologieprogramme/ebc/iea-ebc-annex-67.php | www.annex67.org • Charakterisierung von Energieflexibilität: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S030626191830730X • „Smart Readiness“: https://smartreadinessindicator.eu | http://annex67.org/publications/position-paper Dieses Projekt wird im Rahmen der IEA-Forschungskooperation im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie durchgeführt. Anhand des Auskühlverhaltens österreicher Gebäudetypologien und Optimierungsszenarien lassen sich Lastmanage- mentpotenziale zeigen. Links oben Bestandsgebäude mit hoher Heizlast und geringer Flexibilität, rechts unten Nahezu-Nullenergie-Gebäude mit hoher zeitlicher Flexibilität. Bildquelle: Tobias Weiß AEE INTEC - Auszug aus dem Dissertationsvorhaben „EFLEX-NZEB“ FFG Projektnummer: 856025 (Referenzwoche Jänner - Komfortband 19°C-22°C lt. EN1525). Tabula Datenbank unter: http://www.episcope.eu/building-typology/country/at 1919-1944 0 70 60 50 40 30 20 10 0 24 48 72 96 1981-1990 2001-2009 Nahe Null- und Plusenergiegebäude A B C D Verschiebbare Last [W/m²] Tabula Datenbank Lastmanagementdauer [h] 1. Referenzgebäude 2. Optimierung der passiven solaren Gewinne 3. Optimierung der thermischen Speichermasse 4. Zusätzlicher Thermischer Speicher / Batterie
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