„nachhaltige technologien 03 | 2020"
014 wurde vom Klima- und Energiefonds erstmalig ein Förderprogramm für Ein- und Zweifamilienhäusern mit mehr als 70 Prozent solarer Deckung in Bezug auf Heizwärme und Warmwasserbedarf aufgelegt. Zentrale Aufgaben der von einem Konsortium unter der Leitung von AEE INTEC durchgeführten wissenschaftlichen Begleitung sind einerseits verpflichtende Beratungsge- spräche mit den FörderwerberInnen und andererseits eine messdatenunterstützte Analyse ausgewählter Projekte während des ersten Betriebsjahres. Im Rahmen der sechs zwischen 2014 und 2019 aus- geschriebenen Förderprogramme wurden insgesamt 108 Beratungsgespräche für Solarhäuser mit einer Gesamtkollektorfläche von 4072 m² und einem mitt- leren solaren Deckungsgrad von rund 76 Prozent in drei Heizwärmebedarfs-Kategorien durchgeführt. Mit 72 Projekten entfielen die meisten Einreichungen auf Kategorie 1 (HWB RK ≤35 kWh/m²a). In Kategorie 2 (HWB RK ≤22 kWh/m²a) wurden 32 Projekte eingereicht und in Kategorie 3 (HWB RK ≤10 kWh/m²a) wurden vier Beratungsgespräche durchgeführt. Von den insgesamt 108 beratenen Projekten wurden von einer internationalen ExpertInnenjury 43 Projekte für ein einjähriges Monitoring ausgewählt. Die Monitoringperiode wurde für 19 Projekte bereits abgeschlossen. Bei acht weiteren Projekten wurde das Monitoring gestartet. 2 Solarhaus mit Bauteilaktivierung in Kärnten. Das energietechnische System umfasst 37 m² fassadenintegrierte Kollektoren, einen 1360 Liter- Pufferspeicher, 42 m³ Betonspeicher zur Nutzung von Bauteilaktivierung und eine 18 kWp-Photovoltaikanlage am Dach Foto: AEE INTEC Walter Becke, Veronika Hierzer, Marnoch Hamilton-Jones, Christian Fink, Reinhard Pertschy Demoprojekte Solarhaus - Aggregierte Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitforschung 21 20 INNOVATIVE DEMONSTRATIONSGEBÄUDE
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