„nachhaltige technologien 03 | 2024"
11 10 hinterlegt, um das Anzeigen und Filtern der Un- ternehmen unter anderem nach Sektor und Größe des Energieverbrauchs zu ermöglichen. Strom- und Gasverbrauch sowie die CO 2 -Emissionen werden als Blasen visualisiert, deren Größe der Höhe des Ver- brauchs bzw. den Emissionen entspricht. Dadurch ist es möglich, mit einem Blick die größten Verbraucher zu erfassen, einen einfachen Vergleich anzustellen und nahe gelegene Unternehmen zu identifizieren, die von einer industriellen Symbiose profitieren könnten. Vor-Ort-Besuche und Energiebewertungen In Callao wurde ein Workshop mit Vertreter*innen aus Industrie, Consulting und lokaler sowie natio- naler Regierung abgehalten. Auf der Tagesordnung standen Präsentationen von AEE INTEC über die Energiebilanzen und GIS-Kartierung der ZIS-Unter- nehmen sowie Best-Practice-Beispiele zur Nutzung erneuerbarer Energien in industriellen Prozessen und die Nutzung von Abwärme als Fernwärme. Während interaktiver Sessions wurden die Teilnehmenden gebeten, ihre Prozesse sowie ihren Energie- und Materialbedarf vorzustellen. Nach einem Brainstor- ming zu Konzepten zur Verringerung des fossilen Energieverbrauchs sollten die Unternehmen über in- dividuelle Vorteile und Herausforderungen (rechtlich, finanziell, technisch) nachdenken. Als Hindernisse wurden beispielsweise das Fehlen eines rechtlichen Rahmens für die Eigenerzeugung und den Verkauf von Strom und Wärme, hohe Investitionskosten und fehlende Subventionen für die Nutzung erneuerbarer Technologien, sowie der Mangel an Technologiean- bietern genannt. Trotzdem gab es großes Interesse an der Nutzung von Energiesynergien und erneuer- baren Technologien wie Photovoltaik. Bei sieben ZIS-Unternehmen, die aufgrund ihres hohen Energieverbrauchs und ihres besonderen Interesses an den Projektaktivitäten ausgewählt worden waren, wurden Vor-Ort-Analysen durch- geführt. Einzelne Maßnahmen (Technologien für erneuerbare Energien, Nutzung organischer Abfälle, Wärmerückgewinnung und Abwärmenutzung) und mögliche Konzepte wurden mit den Verantwortlichen diskutiert. Als Potenziale wurden unter anderem der Ausbau einer bereits installierten Photovoltaikanla- ge in einem Textilunternehmen, die Wärmerückge- winnung der Öfen zur internen und externen Nutzung in einem Glasunternehmen und die Nutzung von großen Dachflächen der Produktionshallen zur Erzeu- gung von Photovoltaikstrom in einem Unternehmen für Kunststoffverpackungen und Karton identifiziert. Für alle ZIS-Firmen wurden die globalen erneuerbaren Energieversorgungspotenziale und die damit verbun- denen CO 2 -Einsparungen berechnet Dazu zählten Be- rechnungen des Photovoltaik-Erzeugungspotenzials auf Basis der vorhandenen Flächen und der lokalen ANZEIGE
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