„nachhaltige technologien 03 | 2025"

wird die URBAN MENUS®-Software um kreislaufer- möglichende Technologien und Algorithmen ergänzt und ermöglicht dadurch eine urbane Raumplanung mit Bezug auf industriell-urbanen Symbiosen (IUS). Partizipative räumliche Entwicklung mit URBAN MENUS® URBAN MENUS® ist eine Methodologie- und Softwareplattform für partizipative räumliche Entwicklungsprozesse. Auf Grundlage umfassender Datenanalysen kombiniert sie Modellierung, Visu- alisierung und Wirkungsbewertung in einer benut- zerfreundlichen, interaktiven Echtzeit-Anwendung mit 3D-Darstellung. Die Plattform ermöglicht bereits in frühen Projekt-Visions-/Planungs-Phasen die Er- stellung von Zukunftsszenarien, virtuelle Rundgänge darin und die Bewertung ihrer Auswirkungen in unterschiedlichen Dimensionen. So unterstützt sie fundierte, ganzheitliche Entscheidungen und fördert resiliente Raumplanung und Investitionssicherheit. Zentrale Elemente hierfür sind fundiertes Wissen und Einschätzungen in Bezug auf den Planungsraum, sowie die Einbindung relevanter Akteur*innen – hier wird bewusst NICHT auf Simulationen mit großen Datenmengen gesetzt, vielmehr liegt der Fokus auf den für das Optimierungsziel wesentlichen Daten. URBAN MENUS® bietet digitale Beteiligungstools zur Erfassung des Status quo und zur Entwicklung gemeinsamer Zukunftsvisionen entlang dreier Hauptkriterien, welche auch zur Wirkungsanalyse er Übergang zu nachhaltigen Städten und Regio- nen erfordert neue Wege in der Planung. Herkömm- liche Ansätze stoßen an ihre Grenzen – denn urbane Räume sind komplexe Gefüge, in denen technische, soziale und wirtschaftliche Interessen aufeinander- treffen. Statt isolierter Einzelmaßnahmen braucht es kooperative, datenbasierte Entscheidungspro- zesse, die ökologische, ökonomische und soziale Auswirkungen gemeinsam denken. Die Gestaltung von lebenswerten, wirtschaftsfreundlichen und gesunden (urbanen) Räumen kann als kooperativer Prozess gedacht werden. Die Hypothese ist, dass anstelle einseitiger Entscheidungen auf neue Koope- rationsformen in produktiven Städten/Regionen und die Minimierung von Ressourcenverlusten zu setzen, einen erfolgsversprechenden konsistenten Ansatz mit hoher Ergebnis-Qualität darstellt. Hohe Ergebnis- Qualität bedeutet hohe Kreislaufwirtschafts-Koope- rations-Niveau, gleichzeitig hohe Lebensqualität und zukunftsorientierte Nachhaltigkeits-Kriterien. Grund- lage dafür ist eine ganzheitliche Wirkungsanalyse, unterstützt durch digitale 3D-Visualisierung und partizipative Entscheidungsprozesse. Das webba- sierte Tool URBAN MENUS® 1 stellt Zukunftsvisionen urbaner und ländlicher Räume in 3D dar und macht ökonomische, soziale und ökologische Auswirkungen sichtbar. Es unterstützt den Konsensfindungsprozess unter verschiedenen Interessengruppen. Im Projekt „Circularity Optimizer“, gefördert durch die FFG in der Ausschreibung TECXPORT Bilateral Cooperation Aus- tria - Jiangsu/People's Republic of China / JSTD 2023, D Partizipative Entwicklung von zirkulären urbanen Systemen Laura P. Spinadel, Bianca Severin, Gina Urazan Razzini, Petra Bußwald, Vera Besse, Peter Gruber Quelle: iStock/ Flashvector

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