nachhaltige technologien_04_17_web

27 26 BAUEN UND SANIEREN usgangssituation Energieeffizienz ist ein wichtiges Kriterium moder- ner Stadtplanung und Optimierung. Bislang liegen stadtbezogene Daten in unterschiedlicher Qualität, Aktualität und räumlicher Auflösung fragmentiert bei verschiedenen Datenhaltern auf. Somit mangelt es an einer gemeinsamen Datenbasis konsolidierter und harmonisierter Datensätze. Aber sind überhaupt alle relevanten Informationen erfasst? Welche Datener- hebungen können sicherstellen, dass das Wissen um den tatsächlichen Energieverbrauch, das Nutzerver- halten, sowie die Verursachung - im Gegensatz zur zeitlich/räumlich vermengten Auswirkung - zeitnah und ortsbezogen berücksichtigt werden? In dem Projekt HOTSPOTS (Holistic thermographic screening of urban physical objects at transient scales), das AEE INTEC, Siemens Österreich AG und AIT (Austrian Institute of Technology) durchführten, wurde das Ziel verfolgt, Städten Werkzeuge und wissenschaftlich fundierte Methoden in die Hand zu geben, um den aktuellen Zustand des Baubestandes hinsichtlich Energieeffizienz zu erfassen und Ent- scheidungsgrundlagen zu liefern, um Verbesserungs- maßnahmen vornehmen zu können. Im Rahmen des geplanten Projektes sollte eine durchgängige Verfahrenskette erarbeitet und an der Modellstadt Gleisdorf validiert werden, die Städten zukünftig helfen soll, Optimierungspotenziale zu er- kennen, zu bewerten und treffsicher zu adressieren. Künftige Auswahlverfahren im Bereich von baulichen Maßnahmen der Stadtentwicklung sollen auf eine nachvollziehbare und (mess-)datengetriebene Basis gestellt werden, die das Risiko von ad-hoc Entschei- dungen oder Fehlinvestitionen reduziert. RGB Orthophoto und thermische Aufnahme Quelle: Siemens Österreich AG A Schwachstellenanalyse mit räumlicher Verortung der Ergebnisse für das Bahnhofsquartier Gleisdorf (aus Datenschutzgründen anonymisierte Darstellung) Quelle: AEE INTEC Entscheidungshilfe zur Umsetzung von Maßnahmen in der energetischen Stadtentwicklung Karl Höfler, Tobias Weiß, Stefan Wakolbinger, Johannes Österreicher, Barbara Kavsek, Klaus Steinnocher, Bernhard Skarbal

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