nachhaltige technologien_04_17_web
zwar grundsätzlich als praktikabel und kostengünstig, allerdings musste besonderes Augenmerk auf die vor- herrschenden Wetter- bzw. Windbedingungen gelegt werden. In zukünftigen Untersuchungen könnten Datenaufnahmen auch per Leichtflugzeug oder Heli- kopter getestet werden, um Alternativen aufzuzeigen. Zukünftige Anwendungsszenarien können dabei helfen, ein noch besseres Verständnis für die Inter- pretation von Thermal- und Luftgüteinformation zu entwickeln, vor allem hinsichtlich der Unterscheidung relevanter Information von irrelevanten, tagesabhän- gigen Umwelt- bzw. Wettereinflüssen. Der Mehrwert der entwickelten Verfahrenskette wird vor allem dann noch deutlicher ersichtlich werden, wenn in Zukunft konkrete Sanierungsmaßnahmen auf Basis der Simulationen mit Eigentümern und Entschei- dungsträgern besprochen bzw. umgesetzt werden. Projektpartnerinnen AEE Institut für Nachhaltige Technologien Siemens Österreich AG, Active Vision Technologies Siemens Österreich AG, Process Analytics & Sensors AITAustrianInstituteofTechnology,EnergyDepartment Bezüglich der Beurteilung der Luftgütemessungen hat sich herausgestellt, dass man eigentlich an mehreren Orten gleichzeitig messen müsste. Andern- falls beeinträchtigt der Tagesverlauf die Messungen – grundsätzlich stärker belastete Bereiche sind so schwieriger von kurzzeitigen Ereignissen wie z. B. dem Pendlerverkehr zu unterscheiden. Die Interpre- tation der Luftgütemessungen ist schwierig – wäh- rend Schwefeldioxid recht eindeutig dem Hausbrand zuzuschreiben ist, sind die Ursachen für Feinstaub und Stickoxide nicht so einfach festzustellen. Luft- gütemessungen alleine sind nicht ausreichend für die Detektion von Critical Spots, sie führen eher zu Einschränkungen bzw. bilden Randbedingungen in der Ableitung von Sanierungsmaßnahmen. Ausblick Die im Projekt entwickelte Verfahrenskette wurde am Beispiel der StadtGleisdorf evaluiertunddievorgeschla- genen Optimierungsmaßnahmen durch Begehungen verifiziert. Die entwickelten Methoden sind problemlos für andere Gemeinden und Städte anwendbar. Die Datenaufnahme für die Berechnung des 3D- Thermalkataster erfolgte in Gleisdorf durch eine Be- fahrung mit einem Heißluftballon. Dies erwies sich Claudia Windisch ist Leiterin der Forschungsgruppe „VideoAnalytics Austria“ bei Siemens Corporate Technology Mittel-und Osteuropa (CT T CEE) claudia.windisch@siemens.com Dipl.-Ing. Dr. Karl Höfler ist Leiter des Bereichs "Bauen und Sanieren" bei AEE INTEC. k.hoefler@aee.at Räumliche Verortung der Effektivmaßnahmen und Optimierungen aus dem Decision Support Tool Quelle: AEE INTEC 29 28 BAUEN UND SANIEREN
Made with FlippingBook
RkJQdWJsaXNoZXIy MzkxMjI2