„nachhaltige technologien 04 | 2022"

erhöhter Rezyklat-Kunststoffmengen durch Produktbeispiele mit verbesserten Qualitäts- und Leistungsmerkmalen, und 4 Nachweis der Skalierbarkeit der Labor/Pilot-Pro- zesse auf den Produktionsmaßstab (Fallbeispiele). Technische und ökonomisch-ökologische Optimierung und Umsetzung Die integrative, aufeinander abgestimmte Be- trachtung aller Prozessschritte des mechanischen Rezyklierens von Kunststoffen macht zusammen mit der Struktur und dem Design des Forschungs- programms, festgelegt durch die ausgewählten Stoffstrom-, Werkstoff- und Produktklassen sowie die in den einzelnen Arbeitspakten zu erforschen- den Prozessschritte und der damit einhergehenden Auswirkungen auf werkstoffliche Qualitätsmerkmale der Rezyklate, den übergeordneten Rahmen für den „konzeptiven“ Innovationsgehalt des Leitprojektes aus. Wichtige Innovationsbestandteile ergeben sich zudem durch den Einsatz digitaler Technologien sowie moderner, intelligenter Sensortechniken. Dies soll sowohl die technische als auch ökonomisch-öko- logische Optimierung aller Prozessschritte entlang des gesamten Wertschöpfungspfades des mechani- schen Recyclings von Abfall-Kunststoffen aus sowohl getrennter Sammlung als auch aus Mischabfällen ermöglichen. In der Stoffstromaufbereitung wird besonders Augenmerk gelegt auf Energieeffizienz, den potenziellen Einsatz erneuerbarer Energietech- nologien und die Kreislaufführung von Wasser samt allfälliger Zusätze (Chemikalien). Die kommerzielle Umsetzung der Forschungsergebnisse in die künftige industrielle Praxis ist nicht zuletzt durch die obigen Hauptziele der öko-effizienten Marktfähigkeit der Rezyklate und der Skalierbarkeit von Pilot-Prozessen auf den Produktionsmaßstab sichergestellt. nehmenspartner*innen soll durch umfassend inter- aktive Integration und Beteiligung der Partner*innen am Forschungsprogramm ein weiterer signifikanter Wissens- und Kompetenzaufbau mit Blick auf den gesamten Recyclingprozesskreislauf bewirkt werden, der für die Erreichung der oben angesprochenen, sehr anspruchsvollen politischen Zielquoten unab- dingbar ist. Diese Wissensgenerierung bezieht sich einerseits auf notwendige prozess- und werkstoff- technische Aspekte und Maßnahmen, anderseits aber auch auf logistische Anforderungen an das Abfall- und Stoffstrommanagement. Daraus leiten sich vier konkrete Hauptziele samt zu erwartenden Ergebnissen für circPLAST-mr ab: 1 Aufspüren und Erforschen weiterer, bisher nicht genutzter Potenziale für das mechanische Recycling von Kunststoffen, 2 Festlegung, Implementierung und Testung zentraler Verfahrensschritte im Labor/Pilot-Maßstab, 3 Nachweis für die öko-effiziente „Marktfähigkeit“ Weiterführende Informationen / Links im E-Paper Projektlink: https://www.jku.at/linz-institute-of-technology/das-lit/mechanisches-recycling-von-kunststoffen-circplast-mr/ [1] Stoifl B, Bernhardt A, Karigl B, Lampert C, Neubauer M, Thaler P; Kunststoffabfälle in Österreich Aufkommen & Behandlung. Materialien zum Bundes-Abfallwirtschaftsplan 2017; Wien, Österreich (2017) [2] Altstoff Recycling Austria AG; Rohstoff Kunststoff. Ressourcen und Kreislaufwirtschaft neu denken und machen., Wien, Österreich (2019) [3] Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) und Österreichische Forschungsförderungs- gesellschaft (FFG); FTI-Initiative Kreislaufwirtschaft – Österreich auf dem Weg zur kreislauforientierten Gesellschaft; Wien, Österreich (März 2021) [4] Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) Die Bestandsaufnahme der Abfallwirtschaft in Österreich. Statusbericht 2021, Wien, Österreich (2021) [5] PlasticsEurope; Plastics - the Facts 2020. An analysis of European plastics production, demand and waste data; Brussels, Belgium (2021) Em. Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. mont. Reinhold W. Lang, Institute of Polymeric Materials and Testing der Johannes Kepler Universität Linz, Österreich, Projektleitung von circPLAST-mr. Reinhold.lang@jku.at Assoz.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. mont. Jörg Fischer, Institute of Polymeric Materials and Testing der Johannes Kepler Universität Linz, Österreich, Projektleitung von circPLAST-mr. joerg.fischer@jku.at Abbildung 2: Struktur des Forschungsprogramms circPLAST-mr mit sieben interagierenden Arbeitspaketen (AP) und mit Darstellung der Stoffströme und wesentlichen Prozessschritte des mechanischen Recyclings von Kunststoffen Quelle: JKU Linz AP1 Projektmanagement Dissemination Rezyklat Elgenschaft 1 Elgenschaft 2 Elgenschaft 3 Rezyklat Elgenschaft 1 Elgenschaft 2 Elgenschaft 3 Compound Elgenschaft 1 Elgenschaft 2 Elgenschaft 3 AP6 Datenmanagement Digitalisierung AP7 LCA-orientiertes Prozessdesign Rechtliche Aspekte Sammeln Schreddern Sortieren Vorsortieren Waschen Endprodukt Materialmodifizieren AP2 Stoffstromauf- bereitung I AP3 Stoffstromauf- bereitung II AP4 Material- konversion I AP5 Material- konversion II 11 10 INNOVATIONEN IN DER KREISLAUFWIRTSCHAFT

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