„nachhaltige technologien 04 | 2025"

eine bestimmte Information steckt. Eine zentrale, durchsuchbare Datenbasis für das gesamte Gebäude gibt es in der Regel nicht. Genau hier setzt das Konzept des digitalen Gebäu- dezwillings an. Ein digitaler Zwilling bündelt alle In- formationen eines Gebäudes in einem dynamischen, digitalen Abbild - von der BIM-Planung bis zum Be- trieb. Mit Abschluss der Bauphase werden Daten nicht archiviert, sondern der Zwilling wächst ohne Infor- mationsverlust digital weiter: durch Sensordaten aus der Gebäudeautomation, Informationen zum Energie- verbrauch oder Wartungsrückmeldungen. So entsteht ein lebendiges Datenmodell, das Eigentümer*innen, Betreiber*innen und Fachfirmen unterstützt, schneller auf Informationen zuzugreifen, Abläufe zu optimieren und fundierte Entscheidungen zu treffen. er ein Gebäude plant, baut oder betreibt, erzeugt eine große Menge an Daten - weit über klas- sische 2D-Pläne und Baudokumente hinaus. Schon in der frühen Planungsphase entstehen detaillierte 3D-Modelle, energetische, bauphysikalische, sta- tische und gebäudetechnische Berechnungen und Simulationen. In der Bauausführung kommen eine Vielzahl an Informationen über verbaute Komponen- ten hinzu: Seriennummern, Garantien, Datenblätter oder Wartungshandbücher. Doch sobald die Bau- phase abgeschlossen ist, gehen diese wertvollen Daten oft in unübersichtlichen Ablagestrukturen oder klassischen Ordnern verloren. Im Betrieb fehlt häufig die passende Software, um auf die Planungs- oder Simulationsdaten zuzugreifen - oder man weiß schlicht nicht, in welchem der vielen Dokumente W buildingTwin: Der digitale Zwilling für den gesamten Gebäudelebenszyklus Andreas Riffnaller-Schiefer, Tobias Weiß Digitaler Zwilling - Buildingtwin.at Quelle: AEE INTEC

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