„nachhaltige technologien 1|2017"
“Die Stadt Salzburg sieht sich großen Herausforderungen ausgesetzt, um sowohl eine nachhaltige Stadt- entwicklung und –planung als auch eine Umstellung auf Erneuerbare Energien zu bewerkstelligen und voranzutreiben. Hier bedarf es ganzheitlicher Ansätze, die die technische, organisatorische und sozial- wissenschaftlichen Elemente kombinieren und uns als Stadt und Planer mit den Werkzeugen, Daten und Informationen ausstatten, um diese Energieraumplanung zu ermöglichen. Hierzu ist das Projekt EnergyCi- tyConcepts ein wichtiger Wegbereiter, der das Wissen von SIR, iSpace, TU Graz IWT und AEE INTEC in den verschiedenen Disziplinen bündelt und uns das notwendige Knowhow zur Verfügung stellt.“ Ing. MSc Franz Huemer, Stadt Salzburg Dr. Ingo Leusbrock ist Gruppenleiter für Netzgebundene Energieversorgung und System- analysen bei AEE INTEC. i.leusbrock@aee.at DI Franz Mauthner ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Gruppe Netzgebundene Energieversorgung und Systemanalysen bei AEE INTEC. f.mauthner@aee.at Dr. Markus Biberacher ist Key-Researcher und Gruppenleiter für iSPACE.onEnergy bei der RSA FG. markus.bibeacher@researchstudio.at Dr. Ingrid Schardinger ist Senior-Researcher in der Gruppe iSPACE.onEnergy bei der RSA FG. ingrid.schardinger@researchstudio.at Fabian Langhammer ist Junior-Researcher in der Gruppe iSPACE.onEnergy bei der RSA FG. fabian.langhammer@researchstudio.at Ing. Christian Fink ist Prokurist und Bereichsleiter für Thermische Energietechnologien und hybride Systeme bei AEE INTEC. c.fink@aee.at Weiterführende Informationen: www.aee-intec.at/index.php?seitenName=projekteDetail&projekteId=182 Am Beispiel der Stadt Gleisdorf wurden aufbauend auf Wärmedichteanalysen Fernwärmevorranggebie- te (Gebiete mit hohen Wärmedichten ohne bereits vorhandene Anbindung zur Fernwärme) identifiziert. Diese Ergebnisse sowie weitere Ergebnisse aus der Bewertung des Status quo im Bereich Gas, Strom und Potenzial Erneuerbarer werden im weiteren Projektver- lauf im Zuge von Simulationsstudien analysiert und in Absprache mit den Stakeholdern konkretisiert, bis gegebenenfalls eine Umsetzung entschieden wird. Für diese Schritte kommt unter anderem die Simulati- onstoolbox „EnergySimCity“ (siehe Artikel „Planung ur- baner Energieversorgungskonzepte“ in dieser Ausgabe) zum Einsatz, die eine ganzheitliche Analyse auch von Zukunftsszenarien ermöglicht, um so auch langfristige Schlussfolgerungen zu erstellen und entsprechende Umsetzungsfahrpläne formulieren zu können. Ausblick Das Projekt EnergyCityConcepts leistet einen wich- tigen Beitrag, im Sinne einer ganzheitlichen Ener- gieraumplanung unterschiedliche technische und sozialwissenschaftliche Disziplinen näher zusammen- zurücken. Dieser Prozess wird am Beispiel von zwei Modellregionen praktisch erprobt, indem sowohl tech- nische Fragestellungen (Entwicklung von Tools und Methoden zur zeitlichen und räumlichen Analyse von Energiesystemen) als auch nicht-technische Aspekte der Energieraumplanung (Kommunikation, Organisati- on, Entscheidungsfindung) adressiert werden. Übergeordnetes Ziel des Projektes besteht darin, den langfristigen Nutzen und Mehrwert einer integralen Energieraumplanung inStädtenaufzuzeigenundwich- tige Stakeholder (Verbraucher bzw. Bewohner, Planer, Investoren, Energieversorger, etc.) zu sensibilisieren. Wärmedichtekarte des Untersuchungs- gebietes Gleisdorf für den Status quo inklusive bestehendes Fernwärmenetz (blau) sowie mögliches Ausbauszenario (violett). Quelle: AEE INTEC
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