„nachhaltige technologien 02 | 2023"

Dekarbonisierungsstrategie 05/2022 der Fernwärme im Großraum Graz mit konkreten Projekten bis 2035. (AW Abwärme, KWK Kraft-Wärme-Kopplung, FHKW Fernheizkraftwerk, KH Heizhaus, GDK Gaskombikraftwerk, RAW Restabwärme, EKV Energetische Klärschlammverwertung, ERV Energetische Reststoffverwertung) Quelle: Energie Graz Sechs europäische Regionen sind im Projekt RES-DHC beteiligt: Wärmeversorger-basierte Regionen befassen sich mit umsetzungsnahen Themen und konkreten Fallstudien (AT, PL, IT) • Steiermark, Graz, AT: AEE INTEC, Energie Graz, Umweltamt der Stadt Graz • Szczecin und Westpommern, PL: SEC - Szczecińska Energetyka Cieplna • Parma und Aosta, IT: IREN, Ambiente Italia Behörden-basierte Regionen konzentrieren sich auf Rahmenbedingungen und Marktunterstützung (DE, FR, CH) • Baden-Württemberg, DE: Solites - Steinbeis Forschungsinstitut für solare und zukunftsfähige thermische Energiesysteme, Hamburg Institut, AGFW-Projektgesellschaft für Rationalisierung, Information und Standar- disierung, Umweltministerium Baden-Württemberg mit einer Verpflichtungserklärung • Auvergne-Rhône-Alpes, FR: Auvergne-Rhone-Alpes Energie Environnement, CEA INES - Institut National de l'Énergie Solaire , Regionalrat von Auvergne-Rhône-Alpes durch eine Absichtserklärung • Schweizer Kantone, CH: Verenum, Planair, Schweizer Kantone über eine Absichtserklärung der Energiedi- rektoren Transnationale Unterstützung und Zusammenarbeit erfolgt mit dem dänischen Projektpartner PlanEnergi. Darüber hinaus baut die europäische Organisation Euroheat&Power die Brücke zu Regionen und Ländern außerhalb des Projektkonsortiums und auf europäischer Ebene. IST 2017 IST 2018 IST 2019 IST 2020 IST 2021 PL2022 PL2023 PL2024 PL2025 PL2026 PL2027 PL2028 PL2029 PL2030 PL2031 PL2032 PL2033 PL2034 PL2035 FHKW, Ausfallsreserve, WW-Kessel Werndorf, KH Wagner Biro max. 20% Wärme aus Gaskessel! ... und zus. Einsatz von „,Grünem Gas"! GDK-Mellach Energieeffizienzmaßnahmen KWK-Mellach AW-Marienhütte, AW Sappi AW Eishalle Liebenau + Bio-Solar, ca. 200 GWh ab 2026 + AW Sappi 1. Erweiterung, 40 GWh ab 2022 + RAW Marienhütte, bis zu 15 GWh ab 2022 + AW GT Thondorf, 135 GWh ab 2023 + AW KF-Uni, ab 2023 + AW Sappi 2. Erweiterung, 50 GWh ab 2026 + EKV und AW Gössendorf, 36 GWh ab 2028 + EWG - Energiewerk Graz, 183 GWh ab 2029 GWh/a 1.800,0 1.600,0 1.400,0 1.200,0 1.000,0 800,0 600,0 400,0 200,0 0,0 Fossil Hocheffiziente KWK Abwärme & ERV Biomasse & Solar Effizienzmaßnahmen Beispiel Dekarbonisierungsstrategie der Fernwärme im Großraum Graz Die städtische Fernwärmeversorgung der Stadt Graz mit einer durchschnittlichen Wärmeaufbringung von rund 1.100 bis 1.200 GWh/a und einer Trassenlänge von rund 450 km (Stand 2022) hat eine Road-Map zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung erarbeitet und setzt dabei auf die Nutzung von regenerativen Energiequellen, um die Klimaziele zu erreichen, die Versorgungssicherheit zu gewährleisten und die Wertschöpfung zu steigern. Konkrete Projekte mit einer Wärmeproduktionskapazität von rund 660 GWh bis zum Jahr 2030 setzen auf die inten- sive Integration von Abwärme aus Gewerbe und Industrie (~240 GWh), Wärme auf Basis von nicht recyclingfähigen Abfällen (~185 GWh), der energe- tischen Klärschlammverwertung und Abwärmenut- zung aus der Kläranlage (~36 GWh) und Biomasse- anlagen in Kombination mit Solarthermie und Speichertechnologien (~200 GWh). Ergänzend wird intensiv auf Effizienzsteigerungen im städtischen Gebäudebestand und bei Heizungsanlagen gesetzt, sowie auf Netzverdichtung des bestehenden urba- nen Fernwärmgebiets und den Netzausbau in neuen Stadtteilen.

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