„nachhaltige technologien 02 | 2025"
er Übergang von einer linearen Wirtschaft zu einer zirkulären Wirtschaft, auch Kreislaufwirtschaft bzw. Circular Economy genannt, spielt auf dem Weg zur Klimaneutralität und als wichtiger Baustein für eine nachhaltige Entwicklung sowie resilienten Wirtschaft eine entscheidende Rolle. Die Produktion als Schlüsselelement des Wertschöpfungsprozesses stellt daher ein wesentliches Element der Kreislauf- wirtschaft dar. In einer Studie für das Bundesminis- terium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) wurde die The- matik anhand einer umfangreichen Good Practice Sammlung beleuchtet 1 . Produzierende Unternehmen haben eine Vielzahl von Möglichkeiten, um die Kreislaufwirtschaft in den eigenen Geschäftspraktiken zu integrieren und daraus resultierende Vorteile zu erzielen. Gemäß den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft soll während des Lebenszyklus durch entsprechende Wertschöpfungs- prozesse der Wert der Produkte, Komponenten und Materialien höchstmöglich erhalten bleiben. Dies kann bei erfolgreicher Umsetzung einem Unterneh- men erhebliche Chancen bieten: Finanzielle Vorteile durch Ressourceneffizienz, Resilienz gegenüber Rohstoffpreisen und Beschaffungsengpässen sowie Imagesteigerung und als Lösungsansatz zur Errei- chung der Klimaziele. In der österreichischen Kreislaufwirtschaftsstrategie 1 sind nach Potting et al. 2 eine Reihe von Grundsätzen für ein funktionierendes zirkuläres Wirtschaftssys- tem von zentraler Bedeutung – diese werden auch R-Grundsätze genannt. D Neubauprojekt in Leeu- warden (Niederlande) mit dem „ClickBrick“-System von Wienerberger Foto: Wienerberger B.V. Betriebliche Anwendungsfelder der Kreislaufwirtschaft in der Produktion Julia Rubin Ast, Gerlinde Pöchhacker-Tröscher
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