„nachhaltige technologien 04 | 2025"

zahlen für die Einordnung der Anlagen in Relation zu Ziel- und Vergleichswerten anderer Heizwerke- und Wärmenetze automatisiert aufbereitet. Ziel ist es, Bewusstsein für vorhandene Optimierungspo- tenziale zu schaffen und einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess anzustoßen, um die Effizienz sowie die Wirtschaftlichkeit der Anlagen langfristig sicherzustellen und zu steigern. Insgesamt trägt QM Heizwerke damit entscheidend dazu bei, dass jeder Euro wirksam und nachhaltig eingesetzt wird. Vorbildmodell für Europa und darüber hinaus Bereits von Beginn an bildet die QM Holzheizwerke- Schriftenreihe das Fundament des QM-Systems in der D-A-CH-Region. Im Rahmen der kontinuierlichen Zusammenarbeit der internationalen ARGE QM Holzheizwerke werden die Standards ständig wei- terentwickelt und zentrale Dokumente (wie das voll- ständig überarbeitete QM Planungshandbuch) durch Erweiterungen der ARGE (mit Friaul-Julisch Venetien ist seit 2021 Italien Mitglied) und Übersetzungen in zahlreiche Sprachen internationalisiert. Auch auf Ebene der Europäischen Union findet das Programm Beachtung. So hat der Europäische Rech- nungshof QM Heizwerke in seinem Sonderbericht zur Förderung der Erzeugung erneuerbarer Energien durch den Kohäsionsfonds als Vorbild für Quali- tätssicherung in der Wärmewende hervorgehoben 2 . Diese Einstufung als Best Practice-Beispiel in der EU, aber auch Anfragen an das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umwelt- schutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) aus Norwegen oder Kanada haben zu einer weiteren Internationalisierung des Programms geführt. Innovation als Treiber Ein zentraler Erfolgsfaktor liegt in der kontinuier- lichen Weiterentwicklung des Qualitätsmanage- mentsystems QM Heizwerke. Ursprünglich auf Biomasseheizwerke fokussiert, hat sich das System zu einem universellen Werkzeug für netzgebundene Wärme entwickelt. Diese Weiterentwicklung spiegelt sich auch in der Neuorientierung des tragenden Managementprogramms zu klimaaktiv Heizwerke und Wärmenetze – finanziert im Rahmen der Um- weltförderung im Inland durch das BMLUK, mit den neuen Projektpartnern SIR - Salzburger Institut für Raumordnung und Wohnen und der Grazer Energie- agentur im Konsortium, um die Herausforderungen in der leitungsgebundenen Wärmeversorgung breit abzudecken. Ziel ist die Weiterentwicklung hin zu einem branchenübergreifenden Hebel für Effizienz und CO 2 -Reduktion in der Wärmewende. Auszug aus den Tätigkeitsbereichen von klimaaktiv Heizwerke und Wärmenetze, von der räumlichen Energieplanung (Wärmenetz- Zonierung) über die Integration erneuerbarer Energiequellen und Abwärme bis hin zu Monitoring und Betriebsoptimierung für Wärmenetze im Rahmen von QM Heizwerke Quelle AEE INTEC 1 Arbbeitsgemeinschaft QM Holzheizwerke https://www.qmholzheizwerke.ch/qm-holzheizwerke/ueber-uns.html 2 EU Rechnungshof, 2014, Sonderbericht, Wurden mit den Mittel aus den Fonds der Kohäsionspolitik zur Förderung der Erzeugung erneuerbarer Energien gute Ergebnisse erzielt?, Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Union, Luxemburg, 2014, online aufgerufen am 29.10.2025 https://www.eca.europa.eu/Lists/ECADocuments/SR14_06/SR14_06_DE.pdf 7 6 TRANSFORMATION DER FERNWÄRME

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