„nachhaltige technologien 04 | 2025"

Die Innovationsfelder sind breit gefächert: • Übertragung der Methodik auf Niedertemperatur- netze, • Ausweitung auf urbane Wärme- und Kältenetze, • Integration in die kommunale Wärmeplanung, • Begleitung beim Dialog zwischen Gemeinden und Netzbetreiber*innen, • Unterstützung zur Datenaufbereitung für die GIS- gestützte Energieplanung, • Einbindung und Kombinationen von Biomasse mit verfügbaren erneuerbaren Technologien wie Solarthermie, Wärmepumpen, Abwärmenutzung und Speicherlösungen. Qualität als Zukunftsstrategie Die Herausforderungen für die kommenden Jahre sind beträchtlich: ambitionierte Klimaziele, stei- gender Kostendruck und wachsende Anforderungen an Versorgungssicherheit, etwa im Hinblick auf Resilienz und Blackout-Vorsorge. Mit weniger Mitteln müssen künftig mehr CO 2 -Einsparungen erzielt wer- den. Dazu braucht es ein starkes, adaptives Quali- tätsmanagementsystem – eines, das technologische, wirtschaftliche und regulatorische Entwicklungen integriert. Fazit 20 Jahre QM Heizwerke sind eine österreichische Erfolgsgeschichte mit europäischer Strahlkraft. Das Programm hat Standards gesetzt, die zur gelebten Praxis geworden sind, und dabei Investitionen in Mil- liardenhöhe gesichert. Es hat gezeigt, dass Qualität nicht Selbstzweck ist, sondern die Voraussetzung für solide Planung, hohe Effizienz, wirtschaftliche Tragfähigkeit und ökologische Verantwortung. Der Ausblick ist ebenso ambitioniert wie notwendig: QM Heizwerke wird weiter wachsen, neue Technolo- gien integrieren und seine Rolle in der kommunalen Wärmeplanung stärken. Damit bleibt es ein unver- zichtbares Werkzeug für das Gelingen der Wärme- wende – und ein Beispiel dafür, wie konsequente Qualitätssicherung über zwei Jahrzehnte hinweg nachhaltige Wirkung entfalten kann. „QM Heizwerke ist ein Erfolgsmodell, das zeigt, wie konsequente Qualitätssicherung Investitionen zur Erreichung der Klima- und Energieziele nachhaltig wirksam macht. Gerade in Zeiten wachsender Herausforderungen ist es entscheidend, dass Fördermittel noch effizienter eingesetzt werden und jede Anlage höchste Standards erfüllt. QM Heizwerke schafft dafür seit über zwei Jahrzehnten die notwendige Verlässlichkeit – und wird mit der Weiterentwicklung zur breiteren Anwendung noch mehr als bisher zentraler Baustein der österreichischen Wärmewende.“ Jürgen Schneider, Sektionschef der Sektion VI/Umwelt und Klima des Österreichischen Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft, verantwortlich für die Österreichische Umweltförderung Foto: BMLUK, Rene Hemerka Dipl.-Ing. Christian Ramerstorfer und Mag. a Sabrina Metz arbeiten im Bereich „Städte und Netze“ bei AEE INTEC und sind für klima aktiv Heizwerke und Wärmenetze verantwortlich. c.ramerstorfer@aee.at , s.metz@aee.at Dipl.-Ing. Gottfried Lamers ist Mitarbeiter der Abteilung VI/7: Nationale und europäische Klima- und Umweltförderungen des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK). gottfried.lamers@bmluk.gv.at Dr. Ingo Leusbrock ist Leiter des Bereichs „Städte und Netze“ bei AEE INTEC. i.leusbrock@aee.at Weiterführende Informationen / Links im E-Paper klima aktiv Heizwerke und Wärmenetze

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